Ja, der aktuell veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht mag schwer zu Verdauen sein, aber eigentlich sollte Ökonom Justin Wolfers sowas doch gewöhnt sein – oder?
Während eines Interviews mit CNN bekommt der Wissenschaftler plötzlich einen Hustenanfall: Es sind aber nicht die 23.000 abgebauten Stellen, die Wolfers böse aufstoßen - sein Problem ist sehr viel kleiner.
„Ich hab grad live im Fernsehen eine Fliege verschluckt.”
Zum Glück bemerkt CNN-Moderator Omar Jimenez die Notlage seines Interviewpartners.
„Ich habe versucht, weiterzureden, während du gehustet hast, damit du dich wieder beruhigen kannst. Alles gut. Ich bin bei dir."
Immerhin nutzt Wolfers seine kleinen Fliegenpanne und vergleicht seine Situation mit der von Kevin Warsh, dem Präsidenten der US-Notenbank. Der steht aktuell in der Kritik, weil er die US-Wirtschaft als robust eingeschätzt hat – obwohl der neue Arbeitsmarktbericht deutlich schwächer ausfällt.
„Es könnte tatsächlich eine Metapher sein, denn das Größte bei der Fed ist, dass Kevin Warsh sich so fühlt wie ich gerade. Kevin Warsh spricht nicht gern darüber, was gerade passiert, und das macht uns beide etwas schwerer zu verstehen und zu interpretieren. Man könnte also auch an Kevin denken, der die Fliege verschluckt hat.”
Immerhin kann Wolfers seinen Auftritt dann ohne Hustenanfall beenden – und befolgt vielleicht auch den Tipp von Moderator Omar Jimenez.
„Hol dir ein Glas Wasser.”
Auf X schreibt Wolfers nach seinem CNN-Auftritt:
„Eine Fliege ist gerade in meinen Mund gesaust, während ich bei CNN geredet habe. Die nächste Frage ging um die Fed, also habe ich gemacht, was Kevin Warsh nicht tut – ich habe hart geschluckt und weitergeredet. (...) P.S.: Die Fliege ist tot. Und ich bin kein Vegetarier mehr.”
Aber immerhin jetzt ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie man eine Fliegenattacke charmant überspielt...
Verwendete Quelle: CNN, New York Post, X/JustinWolfers