Nach dem Tod von Klaus-Michael KühneWie geht es mit dem Neubau der Oper in der HafenCity weiter?

Die Kühne-Stiftung sollte den gesamten Bau der Oper finanzieren.
So soll die neue Oper einmal aussehen.
-/BIG & Yanis Amasri Sierra, Mad

Logistik-Milliardär Kühne finanzierte viele Großprojekte in Hamburg!
Mit einer riesigen Förderzahlung sicherte Klaus-Michael Kühne auch maßgeblich den Bau der neuen Oper in Hamburgs HafenCity. In der Nacht zu Montag (24. August) ist der 89-Jährige jedoch verstorben. Was wird jetzt aus den Bauplänen?

Vertrag mit der Stiftung sichert Projekt ab

Klaus-Michael Kühne hatte eine Förderzusage von bis zu 340 Millionen Euro angekündigt und daran wird sich auch nach seinem Tod nichts ändern. Denn der Vertrag zum Neubau sei mit der Kühne‑Stiftung geschlossen worden und gelte unverändert weiter, wie ein Sprecher der Hamburger Kulturbehörde erklärt.

Die Bürgerschaft hatte zuvor dem Vertrag über den Neubau zugestimmt: Die Kühne‑Stiftung soll den Bau der Oper finanzieren, die Stadt stellt dafür ein Grundstück am Baakenhöft kostenlos zur Verfügung und übernimmt die Erschließung.

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Die Stadt selbst beteiligt sich mit 147,5 Millionen Euro an dem Großprojekt, für standortspezifische Mehrkosten wie Flutschutz. Alle weiteren Kosten und Risiken trägt nach Angaben der Stadt die Stiftung. Zusätzlich sind rund 104 Millionen Euro für die Herrichtung des Grundstücks, die Promenade und die Ufereinfassung geplant.

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Opernhaus könnte 3034 fertig werden

Die Entscheidung für einen Neubau in der HafenCity beruht darauf, dass die Sanierung der bestehenden Staatsoper an der Dammtorstraße schätzungsweise deutlich über einer Milliarde Euro kosten würde. Ein Neubau soll nicht nur günstiger werden, sondern auch architektonisch eine neue Attraktion für die Stadt werden.

Der Siegerentwurf zeigt ein gläsernes Opernhaus mit einer rundum begehbaren Dachlandschaft, die sich zur Elbe und in die Stadt öffnet. In den kommenden zwei Jahren soll dieser Entwurf in enger Abstimmung zwischen Stiftung, Stadt und der Hamburgischen Staatsoper konkretisiert werden. Die Kühne‑Stiftung will nach Abschluss der Vorplanung und einer Kostenschätzung endgültig über die Realisierung entscheiden. Ein Baubeginn ist für Anfang 2030 geplant, eine Fertigstellung wäre 2034 möglich.

Verwendete Quellen: dpa