Nach Mord an Teresa McAbee (11)Mädchen-Killer oder unschuldig? Richter drücken Pause-Taste und stoppen Hinrichtung

Dieser Test entscheidet über sein Schicksal!
Eigentlich sollte am 31. März 2026 Ex-Polizist James Duckett in Florida hingerichtet werden. 1987 hat der heute 68-Jährige ein elf Jahre altes Mädchen ermordet und zuvor vergewaltigt. Teresa McAbees Leiche wurde einen Tag nach ihrem Verschwinden in einem See gefunden. Er selbst beteuert nach wie vor seine Unschuld, trotz Verurteilung. Und jetzt, einen Tag vor der Hinrichtung, haben Richter des Florida Supreme Court die Tötung plötzlich gestoppt.
Bevor Teresa McAbee verschwand, saß sie auf Ducketts Motorhaube
Es ist der 11. Mai 1987. Die Schülerin Teresa McAbee (11) betritt ein Geschäft in Mascotti und möchte dort einen Kugelschreiber kaufen, um Mathe-Hausaufgaben zu machen. Vor dem Laden wird sie von dem damals 29-jährigen Duckett, der gerade mit seinem Streifenwagen unterwegs ist, gesehen. In dem Moment soll sie sich laut einer Aussage mit einem Teenie unterhalten haben. Duckett soll sie gebeten haben, besser nach Hause zu gehen. Vorher setzte er das Kind aber auf seine Motorhaube, dabei wurde er von Zeugen gesehen, die später gegen ihn aussagen. Seiner Behauptung zufolge soll das Mädchen auch wirklich gegangen sein. Zu Hause kam die Elfährige jedoch nie an.
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Ein Gerichtsmediziner bestätigt schnell, dass Teresa vergewaltigt und erwürgt wurde. Am Streifenwagen des Polizisten finden Ermittler Teresas Fingerabdrücke. Am Ufer des Sees, in dem ihre Leiche liegt, befinden sich deutliche Reifenspuren. Diese können beiden Streifenwagen im Ort zugeordnet werden. Wegen dieser und anderer Beweise wird Duckett 1988 wegen des Mordes und der Vergewaltigung an Teresa McAbee zum Tode verurteilt. Der Termin war für den 31. März 2026 angesetzt. Der zweifache Vater entschied sich für die Todesspritze.
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Doch seine Anwälte gaben dennoch nicht auf. Zunächst wollten sie mit einem DNA-Test beweisen, dass der Verurteilte unschuldig ist. Sie ließen die einzige DNA-Spur am Tatort auswerten, laut „USA Today” wohl Spermaspuren. Diese befanden sich an Teresas Unterwäsche. Außerdem die DNA eines Familienmitglieds von Teresa. Und natürlich auch die von Duckett. Alle drei wurden wochenlang in einem Labor in Deerfield Beach getestet und abgeglichen. Doch das brachte nicht viel.
Leigh Clark, der Chef der Forensik, der in den Fall involviert ist, zeichnete noch Mitte März laut Nachrichtenseite tampabay.com vier Szenarien: Entweder wird der DNA-Abgleich die Schuld von Duckett untermauern, das Ergebnis wird unbrauchbar sein, oder es gibt kein Ergebnis – oder die Spur deutet auf eine Person hin, die man bisher nicht auf dem Schirm hatte. Und nur in dem Fall wird das Todesurteil aufgehoben und der Fall neu aufgerollt, sagte er da. Doch er hat sich wohl vertan!
Neuer DNA-Test, neue Chance für James Duckett
Denn der Test endet nun mit dem Ergebnis, dass er nicht ausgewertet werden könne, da die Spur zu wenig aussagekräftig sei. Jetzt soll ein anderes Labor die Tests wiederholen. Diese Chance gibt der Florida Supreme Court dem Ex-Polizisten. Das bedeutet, dass Duckett wohl auf jeden Fall noch einige Wochen vor sich hat. Und jetzt sind alle gespannt auf die Arbeit des neuen Labors.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, Tampa Bay Times, clickorlando.com, usatoday.com
































