4,6 Meter hohes KunstwerkGold-Statue für Donald Trump! Er hat jetzt ein irres Denkmal

April 30, 2026, Doral, Florida, USA: April 30, 2026, Doral, Florida, USA-General view of Donald Trump gold-leaf bronzed statue, that stands 22 feet tall with pedestal, is viewed outside the 10th hole on the Blue Monster course, during the first round of the Cadillac Championship 2026 at Trump National Doral Miami on April 30, 2026 in Doral, Florida (Credit Image: © Michele Eve Sandberg/ZUMA Press Wire
Die Statue steht auf einem Golfplatz Trumps in Florida.
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Eine Gruppe von Investoren will mit einer vergoldeten Statue von US-Präsident Geld verdienen. Aber der Plan geht nicht so wirklich auf, zwischenzeitlich droht das Projekt gar zu scheitern. Am Ende wirkt nur der Geehrte selbst glücklich.

US-Präsident Donald Trump hat einer Gruppe von Unterstützern gratuliert, die nach seinen Worten „einfach nur eine Statue von mir haben wollten“. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, die Statue werde eines Tages zu einem Wahrzeichen werden. Das Standbild steht seit vergangener Woche auf Trumps Golfplatz in Florida. Es ist 4,6 Meter hoch und mit Blattgold überzogen.

Hinter dem Projekt stehen Krypto-Investoren, die mit der Statue Werbung für einen Trump-Memecoin namens „Patriot“ machen wollten. Ihr Plan: Die Statue sollte den Wert ihrer digitalen Währung steigern und so die Kosten des Kunstwerks wieder einspielen. Zeitweise lag ihre Marktkapitalisierung bei mehr als 77 Millionen Dollar. Dann aber führte Trump seine eigene Digitalwährung ein und die „Patriot“-Währung verlor fast ihren gesamten Wert.

In der Folge kam es zum Zahlungsstreit mit dem Künstler, der beauftragt worden war, Trump ein Ebenbild zu schaffen. Der Bildhauer Alan Cottrill weigerte sich, das Werk herauszurücken, bevor die vereinbarten 90.000 Dollar auf seinem Konto angekommen seien. Die überlebensgroße Statue lag monatelang aufgebahrt unter einem Zelt in Ohio. Erst als die Schulden vor Kurzem vollständig beglichen waren, lieferte Cottrill die vergoldete Bronzestatue per Tieflader nach Florida.

Vergangene Woche wurde die Statue auf dem Gelände von Trumps Golfclub in Miami eingeweiht. Sie zeigt Trump mit erhobener Faust; der Pose, die Trump unmittelbar nach dem versuchten Attentat auf ihn im Juli 2024 eingenommen hatte. Die Einweihungszeremonie leitete der evangelikale Pastor Mark Burns. In den sozialen Medien verglichen viele die goldene Statue mit dem biblischen „Goldenen Kalb“, warfen den Investoren und Burns vor, einen Götzen zu verehren. Burns wies die Kritik zurück. Es gehe um Respekt, nicht um Anbetung.

So oder so: Trumps Wohlwollen haben die Krypto-Investoren erreicht, es gelang ihnen Aufmerksamkeit zu erzeugen. Der Kurs ihrer Kryptowährung zeigte allerdings weder auf die Einweihung der Statue noch auf Trumps Äußerung eine nennenswerte Reaktion.

Unterdessen soll nach Trumps Wunsch in der US-Hauptstadt ein neuer Park mit Skulpturen amerikanischer Helden entstehen. Dafür solle ein Grundstück entlang des Flusses Potomac in Washington erschlossen werden, schrieb Trump auf Truth Social. In dem neuen Park, der „Nationaler Garten der amerikanischen Helden“ heißen soll, sollen in Zukunft unter anderem Skulpturen amerikanischer Gründerväter, Kriegshelden, Athleten und Künstler zu sehen sein.

Das National Endowment for Humanities, eine Einrichtung der US-Regierung, stellte Fördergelder in Höhe von bis zu 200.000 Dollar (rund 172.000 Euro) pro Statue bereit. Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit per Dekret die Planung eines öffentlichen Skulpturengartens angeordnet und das Vorhaben kurz nach Beginn seiner zweiten Amtszeit wieder aufgegriffen.

Der neue Ballsaal, für den Trump den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen ließ, soll im September 2028 eröffnet werden. Der bis zu 400 Millionen Dollar teure Bau werde eine der modernsten Einrichtungen seiner Art in den USA sein, schrieb Trump auf Truth Social. Denkmalschützer laufen gegen das Vorhaben Sturm.

Verwendete Quellen: lwe/AFP/dpa