Mysteriöses Verschwinden im HarzNeues Leben oder Verbrechen? Das ungeklärte Schicksal von Jutta Schulz

Es ist einer der mysteriösesten Vermisstenfälle Deutschlands!
Im April 2014 verschwand die 53-jährige Jutta Schulz aus Thale im Landkreis Harz spurlos. Alles, was bleibt, sind Gerüchte, Spekulationen und ein zermürbendes Rätsel. Nun rückt der Fall erneut in den Fokus der Ermittler. In der Sonderausgabe der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Vermisst“ am 8. Juli bittet Moderator Rudi Cerne um Hinweise, die endlich Licht ins Dunkel bringen könnten. Was geschah damals wirklich mit der rothaarigen Barfrau und Antiquitätenhändlerin?
Ein Leben zwischen Harz-Idylle und Kölner Rotlichtmilieu
Auf den ersten Blick führte Jutta Schulz ein beschauliches Leben. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Klaus K. und ihrem geliebten Rottweiler Arno wohnte sie in der beschaulichen Harz-Kleinstadt Thale. Hauptsächlich handelte die damals 53-Jährige mit Antiquitäten.
Doch hinter der Fassade verbarg sich ein Doppelleben: Wegen Schulden, so heißt es, nahm Jutta drei Jahre vor ihrem Verschwinden einen Job als Barfrau im Kölner Laufhaus „Das Bordell“ an. Regelmäßig pendelte sie für mehrere Wochen zwischen der Harzer Heimat und dem Rotlichtmilieu der Domstadt.
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Auch am 1. Mai 2014 hätte sie wieder eine Schicht in Köln antreten sollen, das Zugticket war bereits gekauft. Doch Jutta tauchte nie auf. Es waren ihre Kollegen aus dem Bordell, die sie schließlich als vermisst meldeten, nachdem sie tagelang unauffindbar blieb.
Streit, Schulden und ein mysteriöser Liebhaber
Seit dem 7. April 2014 gibt es kein Lebenszeichen mehr von Jutta Schulz. Keine Kontobewegungen, keine Bemühungen um ihren Lohn, kein Kontakt zu Freunden oder Familie. Die Polizei konnte keine Zeugen ermitteln, die sie nach diesem Datum gesehen haben.
Die Ermittlungen zeichnen ein komplexes Bild voller Widersprüche. Kurz vor ihrem Verschwinden soll es zu einem heftigen Streit mit ihrem Partner Klaus K. gekommen sein. Nachbarn wollen gesehen haben, wie sie danach mit dem Fahrrad davonfuhr. Ihr Lebensgefährte gab später an, sie sei am nächsten Morgen zurückgekehrt, habe einige Sachen gepackt und sei wieder gegangen. Zurück ließ sie alles: ihre beiden Handys, ihren Hund und das Ticket nach Köln.
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Schnell geriet der Partner ins Visier der Ermittler ‒ und der Gerüchteküche in Thale. Von Mord und Vertuschung war die Rede, doch handfeste Beweise gab es nie. Auch ein Spürhund fand keine Spuren auf dem Grundstück. Klaus K. selbst beteuert seine Unschuld und berichtet, Jutta sei schon mehrfach verschwunden und immer wieder zurückgekehrt.
Ausgestiegen wie Julia Roberts in „Eat Pray Love”?
Die Ermittler konzentrieren sich mittlerweile auf einen anderen Verdächtigen: Einen unbekannten Mann, den Jutta Schulz im Kölner Rotlichtmilieu kennengelernt haben soll. Sein Name könnte „Knut“ oder „Kurt“ sein, er soll aus dem Raum Düsseldorf stammen und sich regelmäßig in Köln aufhalten. Gibt es einen Zusammenhang zwischen ihm und Juttas Verschwinden? Freunde und Verwandte berichten, Jutta habe sich trennen und eine eigene Wohnung suchen wollen – angeblich wegen eines neuen Mannes. Die Polizei vermutet, dass sie eine Beziehung zu „Knut“ oder „Kurt“ hatte.
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Eine weitere Theorie, die bis heute im Raum steht: Ist Jutta Schulz freiwillig untergetaucht? Freunde und Bekannte berichteten, sie habe immer wieder den Film „Eat Pray Love“ geschaut – die Geschichte einer Frau, die nach ihrer Scheidung alles hinter sich lässt, um auf eine Selbstfindungsreise zu gehen. Wollte Jutta Schulz diesem Vorbild folgen und irgendwo ein neues Leben beginnen? Gegen diese Theorie spricht, dass es seit April 2014 keinerlei Lebenszeichen mehr von ihr gibt – keine Kontobewegungen, keine Anrufe, nichts.
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Neue Hoffnung durch „Aktenzeichen XY“
Zwölf Jahre nach dem Verschwinden von Jutta Schulz bleibt die Frage: Was ist mit ihr geschehen? Hat sie ein neues Leben begonnen, wurde sie Opfer eines Verbrechens – oder gibt es eine ganz andere Erklärung?
So wird Jutta Schulz zum Zeitpunkt ihres Verschwindens beschrieben:
ca. 160 cm groß
53 Jahre alt
schlanke Statur
rotbraun gefärbtes, gelocktes Haar
legte viel Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild
zwei Tattoos

Nachdem frühere Fahndungsaufrufe ohne den erhofften Durchbruch geblieben sind, setzen die Ermittler nun auf die enorme Reichweite von „Aktenzeichen XY“. Die Polizei hofft, dass die aktuelle Sonderausgabe von „Aktenzeichen XY... Vermisst“ neue Hinweise bringt. Kommt dadurch nach all den Jahren wieder Bewegung in den Fall?
Verwendete Quellen: T-Online, Goslarsche.de, TZ
































