Forscher bereiten sich auf den Ernstfall vorAlien-Alarm? Wissenschaftler legen neue Regeln fest

Illustration Ufo
Die Illustration zeigt, wie sich meist ein UFO vorgestellt wird: als fliegende Untertasse.
picture alliance / PantherMedia | -

Im Fall der Fälle!
Was passiert, wenn eines Tages wirklich Hinweise auf außerirdisches Leben auftauchen? Für genau diesen Fall haben internationale Experten ihre Richtlinien überarbeitet. Das zuständige SETI-Komitee der Internationalen Akademie für Raumfahrt (IAA) hat die Regeln erstmals seit 15 Jahren angepasst.

„Außergewöhnliche Behauptungen brauchen außergewöhnliche Beweise“

Hintergrund sind unter anderem soziale Medien und Künstliche Intelligenz, durch die sich Falschmeldungen heute rasend schnell verbreiten können. Die wichtigste Neuerung: Bevor eine mögliche Alien-Entdeckung öffentlich gemacht wird, sollen die Hinweise mehrfach geprüft werden. Unabhängige Forscher und verschiedene Methoden müssen das Ergebnis bestätigen. Erst dann soll die Welt informiert werden.

„Außergewöhnliche Behauptungen brauchen außergewöhnliche Beweise“, betont Komitee-Chef Michael Garrett von der Universität Manchester. Deshalb gelte: prüfen, noch einmal prüfen und anschließend von anderen überprüfen lassen.

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Warum Wissenschaftler nicht sofort antworten würden

Unverändert bleibt dagegen eine Regel aus dem Jahr 1989: Sollte tatsächlich ein Signal von Außerirdischen empfangen werden, soll die Menschheit nicht sofort antworten. Stattdessen soll zunächst international beraten werden – etwa unter Beteiligung der Vereinten Nationen. Erst danach könnte über eine mögliche Reaktion entschieden werden. Die neuen IAA-Richtlinien werden nun unter anderem den Vereinten Nationen vorgestellt.

Verwendete Quellen: IAA, Tag24