Das heimische und oft unterschätzte SuperfoodVon wegen Unkraut! Kennt ihr schon diese Rezepte mit Löwenzahn?

Löwenzahn wird zu Unrecht verteufelt!
Insbesondere bei Gartenbesitzern sind die gelben Blumen meist als Unkraut verschrien. Dabei hat Löwenzahn – wenn man mal vom „Ruinieren” der perfekten Rasenfläche absieht – wertvolle Eigenschaften. In der Küche ist er sogar ein Superfood, wie Wildkräuterpädagogin Petra Renner im RTL-Interview verrät.
Wildkräuter: Superfoods, die vor unserer Tür wachsen
Für Wildkräuterpädagogin Petra Renner aus Pulheim (Nordrhein-Westfalen) sind viele Pflanzen, die für den Ottonormalverbraucher nichts als Unkraut sind, unterschätzte Powerfoods. „Wildkräuter wachsen direkt vor unserer Tür, nicht gespritzt oder gedüngt und enthalten so wertvolle Inhaltsstoffe, die uns immunstark, stressresistent, widerstandsfähiger, leistungsstärker machen”, schreibt sie auf ihrer Website. „Da brauchen wir keine Superfoods aus Übersee.” Eines dieser wertvollen Gewächse ist Löwenzahn.

„Jedes Jahr ab April freue ich mich über die leuchtende Pracht des Löwenzahns”, sagt Petra Renner im RTL-Interview, die ihr Wissen über Wildkräuter auch in Wildkräuterevents weitergibt. Und das hat nicht nur optische Gründe: „Die Inhaltsstoffe des Löwenzahns sind nicht zu unterschätzen. Vitamine, Bitter- und Gerbstoffe, Spurenelemente und Mineralien sind von unschätzbarem Wert.” Bitterstoffe beispielsweise seien „wichtig für unsere Verdauung”.
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Von der Wurzel bis zur Blüte – Löwenzahn kann man essen
Doch wie kommen wir an diese Stoffe aus dem Löwenzahn – einfach pflücken und roh essen? Das wäre eine Möglichkeit. Denn die Pflanze ist tatsächlich von der Wurzel bis zur Blüte essbar. Besser schmeckt Löwenzahn allerdings, wenn man ihn in ein Rezept einbindet.
„Eines meiner Lieblingsrezepte ist der Löwenzahnsirup oder auch gerne Löwenzahnhonig genannt”, verrät die Wildkräuterpädagogin. „Er ist ein gesundes Hausmittel, das im Besonderen als Mittel bei Halsschmerzen und Husten verwendet wird. Er besitzt antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Die Bitterstoffe regen den Stoffwechsel und die Verdauung an.” Den Sirup könne man beispielsweise „im Müsli, im Tee oder mit einem Spritzer Zitrone im Wasser” verwenden.
Günstige Honig-Alternative! Rezept für Löwenzahnsirup
Ihr benötigt:
3 Handvoll Löwenzahnblüten
1 Liter Wasser
1 kg Zucker
1 Zitrone
Und so geht’s:
Die Löwenzahnblüten kurz in Salzwasser einweichen und abspülen.
Anschließend die Blüten mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen.
Die Flüssigkeit durch ein sauberes Küchentuch oder einen Kaffeefilter abseihen und in einem Topf auffangen.
Nun die Flüssigkeit mit dem Zucker und dem Saft der Zitrone aufkochen, sodass ein dicklicher Sirup entsteht.
Den Sirup zuletzt in sterile Gläser oder Flaschen füllen, so ist er etwa ein halbes Jahr haltbar.
Rezept für die nächste Grillparty – kennt ihr schon Löwenzahnbutter?
Löwenzahn kann aber noch viel mehr! Auch in einem Brotaufstrich macht sich das „Unkraut” gut – probiert’s doch mal aus!
Ihr benötigt:
250 g weiche Butter
15-20 Löwenzahnblüten
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
3 Löwenzahnblätter
Und so geht’s:
Zuerst müsst ihr die Blütenblätter von den Blütenkelchen abzupfen.
Nun die Blütenblätter in einem Mixer zerkleinern.
Butter, Salz und Pfeffer hinzugeben und alles mit dem Mixer vermengen.
Zur Deko könnt ihr die Löwenzahnblätter verwenden.
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Darauf solltet ihr beim Pflücken von Löwenzahn achten
Bei wem der Löwenzahn nicht gerade im Garten sprießt, der sollte bei der Ernte ein paar Dinge beachten. So sollte man Löwenzahn laut der Expertin „nur an hundefreien und abgasfreien Plätzen” sammeln. Außerdem sollte man sich vergewissern, dass es sich tatsächlich um Löwenzahn handelt. Gerne werde er mit Pippau, Ferkelkraut, Habichtskraut und Huflattich verwechselt – die zum Glück jedoch nicht giftig sind. Ein Tipp von der Wildkräuterpädagogin: „Der Löwenzahn hat einen unverzweigten, hohlen Stängel mit einer einzigen Blüte.”
Doch eine Mahnung zum Superfood hat Petra Renner noch: „Der milchige Saft des Löwenzahns ist sehr intensiv und kann bei empfindlichen Personen Reizungen hervorrufen. Personen mit Gallensteinleiden und Nierenerkrankungen sollten den Saft eher meiden.”
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, wildkraeuterpassion.de
































