Fünf Klassiker im Vergleich mit SelbstgekochtemBis zu 180 Prozent mehr! So teuer sind Fertiggerichte wirklich

Schnell aufgewärmt, aber ganz schön teuer!
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat fünf beliebte Fertiggerichte mit selbst gekochten Mahlzeiten verglichen. Das Ergebnis überrascht: Bei manchen Produkten zahlt ihr kräftig drauf und bekommt teilweise sogar weniger hochwertige Zutaten.
Fertiggerichte im Preisvergleich – so wurde getestet
Bequemlichkeit kann richtig ins Geld gehen! Wer nach einem langen Arbeitstag keine Lust mehr aufs Kochen hat, greift gerne zur Tiefkühlpizza, Fertigsoße oder Backmischung. Doch dafür zahlen Verbraucher teilweise einen saftigen Aufpreis. Bis zu 180 Prozent teurer sind Fertigprodukte im Vergleich zur selbst gemachten Variante, wie ein aktueller Marktcheck der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt. Besonders bei Pfannkuchen und Wraps lohnt es sich offenbar, selbst den Kochlöffel zu schwingen.
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Für ihren Vergleich untersuchte die Verbraucherzentrale Hamburg fünf beliebte Gerichte. Auf dem Prüfstand standen Pizza Margherita, Bolognese, Pfannkuchen, Linseneintopf und Thunfisch-Wraps.
Dafür verglichen die Verbraucherschützer zunächst die Preise bei Aldi, Lidl, Penny und Edeka. Anschließend kauften sie jeweils das günstigste Fertigprodukt und die Zutaten für eine möglichst vergleichbare selbst gekochte Variante im selben Geschäft. Bewertet wurden Preis, Zutaten, Zeitaufwand und Geschmack. Drei Testpersonen probierten die Gerichte außerdem blind.
180 Prozent Aufpreis für Pfannkuchen aus der Backmischung!
Der größte Preis-Schock wartet ausgerechnet bei einem denkbar einfachen Gericht: Pfannkuchen aus der Backmischung kosten im Test satte 180 Prozent mehr als selbst angerührter Teig aus frischen Zutaten.
Auch fertige Thunfisch-Wraps schlagen mit einem Aufpreis von 93 Prozent ordentlich zu Buche. Dabei besteht fast die Hälfte ihres Gewichts aus dem Weizenfladen. Die selbst gemachte Variante enthält dagegen deutlich mehr Füllung.
Bei Pizza Margherita und Linseneintopf fallen die Preisunterschiede wesentlich kleiner aus. Allerdings punktet die selbst gebackene Pizza mit mehr Mozzarella und frischen Zutaten.
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Günstigere Bolognese hat deutlich weniger Fleisch
Doch Fertiggerichte sind nicht grundsätzlich teurer. Die Bolognese aus dem Glas kostet im Vergleich nur etwa halb so viel wie die selbst gekochte Soße. Der Haken steckt in der Rezeptur! Während die frische Variante rund 46 Prozent Fleisch enthält, sind es beim Fertigprodukt gerade einmal 16 Prozent.
Auch geschmacklich überzeugt Selbstgekochtes. Bei vier der fünf Gerichte gewinnt die frische Variante den Blindtest. Nur bei den Wraps gibt es ein Unentschieden.

So könnt ihr beim Essen Geld und Zeit sparen
Der größte Vorteil von Fertiggerichten bleibt die Zeitersparnis. Wer trotzdem günstiger und mit hochwertigen Zutaten essen möchte, kann laut Verbraucherzentrale größere Portionen vorkochen und einfrieren. Besonders Bolognese und Linseneintopf eignen sich dafür.
Wer es eilig hat, kann Fertiggerichte außerdem mit frischem Gemüse oder Kräutern aufwerten. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich ebenfalls. Denn manchmal steckt hinter dem vermeintlichen Schnäppchen weniger Qualität als gedacht.
Verwendete Quellen: Verbraucherzentrale Hamburg
































