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Bügeln ohne Bügeleisen: Bügel-Gadgets im Test! Drei Geräte versprechen glatte Wäsche – aber was ist dran?
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Nie wieder selbst bügeln? Drei praktische Haushaltshelfer versprechen glatte Kleidung ohne großen Aufwand. Doch als Joshua und Monika einen Trockenschrank, eine Bügelpuppe und einen Dampfglätter testen, erleben sie so manche böse Überraschung. Ein Gerät gibt sogar mitten im Test den Geist auf! Welches Gadget trotzdem überzeugen kann und ob das klassische Bügeleisen ausgedient hat, seht ihr im Video.
Joshua und Monika verbrennen sich für uns heute die Finger …
“Vielleicht muss das hier mehr rein, aber das kann man ja schon gar nicht mehr anfassn.” Bei unserem Bügel-Gadget-Test kommen nicht nur sie an ihre Grenzen:
“Ach du liebes Bisschen.” “Machs nochmal aus!” Die besten Freunde testen für uns diese drei Geräte: Ein Trockenschrank, der trockene Kleidung ohne knittern durch Warmluft verspricht, für 60 Euro; Eine digitale 3 in 1 Bügelpuppe für 115 Euro und einen Dampfglätter mit Saugfunktion für 110 Euro. Wir haben für jedes Gerät drei identische Kleidungsstücke mitgebracht: ein Tshirt, eine Bluse und eine Leinenhose.
“Am einfachsten stell ich mir das mit dem Schrank vor. Weil, einfach Wäsche reinhängen und wieder rausnehmen gebügelt, fände ich ganz gut.”
“Also wenn hier irgendwas dabei ist, was mir das hier erleichtert und wo ich auch keine Falten reinbügle, dann bin ich sofort dabei.”
Es geht los mit dem Schrank. Die mitgelieferte Gebrauchsanweisung gibt’s nur auf Englisch. Im Internet verspricht der Hersteller: „Dank des Bügeltrocknungsdesigns müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass die Kleidung knittert, wenn Sie unseren tragbaren Trockner zum Trocknen verwenden“. Einfach nur in den Schrank hängen und wenig später sind die Sachen trocken und knitterfrei?! Klingt gut! Wir stoppen die Zeit für den Aufbau.
“Ich mach einfach, was du machst.” “Ja, okay.”
“Das ist oben.” “Nein, das ist unten. Du hast die falsche Ecke genommen.”
“Das schafft ja niemand alleine.”
“Fertig. So, In 13 Minuten, in der Zeit hätte ich ja auch einiges weggebügelt.”
Ein rollbarer Schrank mit Stoffwänden. Auf die unteren Stäbe kommt ein Gebläse, dass warme Luft nach oben strömen lässt.
Jetzt kommen die Klamotten in den Schrank. Sie sind frisch aus der Waschmaschine und noch leicht feucht. Die beiden stellen den Timer auf 60 Minuten.
“Ich erwarte jetzt, dass es jetzt ganz fix geht, die Klamotten reinhängen und dann sollte es fertig sein.”
In der Zwischenzeit wollen Monika und Joshua die digitale 3 in 1 Bügelpuppe aufbauen. Neben einem Aufsatz für Shirts kommt sie zusätzlich mit einem für Schuhe und einem für Hosen.”
Die austauschbaren Ballonaufsätze sind aus Nylon. Von unten soll dann warme Luft einströmen, durch Spannung und Wärme werden die Kleidungsstücke glatt angeblich glatt.
Für den Aufbau brauchen die beiden knapp 6 Minuten.
“Für ein Tshirt so viel Aufwand.” “Ja wenn mans ein paarmal geübt hat, dann kann mans ja vielleicht auch schneller.”
“Also das ist eher ne Notlösung, würde ich sagen.”
“Hui, kuck mal, jetzt gehen die Ärmel hoch.”
“Wie lang solls dauern?”
“Bis glatt ist.”
In der Gebrauchsanweisung gibt`s keine Empfehlung für einzelne Kleidungsstücke. Darum entscheiden die beiden nach Gefühl. “Wenn dus jetzt so abfummelst, isses gleich wieder zerknittert.”
“Kuck mal, isses glatt? – ja klar.”
“Naja.” Die Bluse feuchtet Monika sicherheitshalber nochmal ein bisschen an.
“Ach du liebes bisschen.” “Machs nochmal aus! Wir müssen das glaub ich zu machen. Ist ja knitteriger als vorher!”
“Also hinten. Ich wollt grad sagen, hinten ist glatt, aber es ist nicht mehr glatt es nicht mehr aufgepumpt ist. Und die Ärmel auch nicht. Also das war nix.” Als letztes ist die Hose dran. Sie ist aus Leinen – und damit besonders knitteranfällig.
“Vielleicht muss das hier mehr rein, aber das kann man ja schon gar nicht mehr anfassen.” “Lass mal ausmachen.”
Das Ergebnis: enttäuschend!
“Ich finds total anstrengend. Ich bin total durchgeschwitzt, es ist heiß und laut. Wir sind hier zu zweit am Werk, das ist mit nem Bügeleisen besser.”
Und jetzt: dieser Dampfglätter mit Saugfunktion. Er soll wie ein normales Dampfbügeleisen funktionieren, zusätzlich zieht er die Kleidung per Luftstrom an und fixiert sie. Nach 30 Sekunden ist er einsatzbereit.
“Ah, das saugt an.” “Ah, das ist natürlich praktisch.” “Siehst du ein Ergebnis?” “Ja, sieht schon ganz gut aus. Aber auch relativ laut, muss ich sagen.”
Dennoch: das Ergebnis überzeugt die beiden schon nach kurzer Zeit. Und die Bluse?
“Aber bei der Lautstärke will man keinen ganzen Wäschekorb bügeln.” “Nee, das will man ja nicht.”
Weil die Gebrauchsanweisung nur auf Englisch, Japanisch, Koreanisch und Chinesisch ist, haben Joshua und Monika sie nicht gelesen. Sonst hätten sie gewusst, dass sie die Saugfunktion beim Glätten auf dem Tisch hätten ausschalten müssen.
Also TIPP: Unbedingt die Anweisung lesen. Und notfalls übersetzen lassen!
“Ich hätte jetzt total gerne die Hose noch gebügelt, aber das Gerät geht aber nicht mehr an. Es ist auch nach 15 Minuten an dieser Stelle und hier drin noch kochend heiß
Scheinbar ist das Gerät so empfindlich, dass es jetzt defekt ist. Dabei lag es gut im Rennen.”
Bleibt noch der Schrank:
Ein Gebläse pustet seit einer Stunde von unten warme Luft zwischen die feuchte Kleidung. “Eine Stunde…. Also: Bluse: nichts verändert. T-Shirt: nichts verändert. Und die Hose..
Genauso verknittert, wie vorher.”
Glatt sind die Sachen nicht, dafür aber richtig trocken.
Und welches der Geräte würden sich Joshua und Monika am ehesten anschaffen?
“Der Dampfsauger war am besten, allerdings war er auch relativ laut. Und dass er am Ende nicht mehr funktioniert hat, war die große Enttäuschung.”
“Es wurde sehr deutlich, dass wir immer zu zweit sein mussten. Und ich bin normalerweise alleine wenn ich bügle. Gerade wenn ich morgens schnell was fertig machen würde. Darum bleibe ich, glaub ich, bei meinem ganz normalen Bügeleisen.”
Das gute alte Bügeleisen hat also – zumindest für unsere Tester – doch noch nicht ausgedient.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
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