Mit Tests und Eigenverantwortung

Virologe Hendrik Streeck macht Hoffnung fürs Weihnachtsfest

26. November 2021 - 10:02 Uhr

Kriegen wir frohe oder düstere Weihnachten?

Können wir die vierte Welle brechen und Weihnachten mit Familien und Freunden feiern? Virologe Hendrik Streeck macht im Gespräch mit RTL-Moderatorin Charlotte Maihoff im "RTL Nachtjournal" Hoffnung, dass es vielleicht doch klappen könnte. Mehr dazu im Video.

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Streeck: „Wir sollten natürlich vorsichtig sein“

Mehr als 75.000 Neuinfektionen, über 100.000 Corona-Tote, harte Maßnahmen in vielen Teilen Deutschlands – können wir die vierte Welle noch brechen und uns auf ein schönes Weihnachtsfest freuen? Gänzlich absehbar sei es noch nicht, meint der Chefvirologe der Uni Bonn, Hendrik Streeck. ABER: "Ich denke schon, dass es viel besser werden wird." Allein durch die vielen Geimpften, Genesenen und Getesteten.

"Wir sollten natürlich vorsichtig sein", mahnt Streeck. "Aber mit dem Wissen über die Pandemie und der Eigenverantwortung, werden wir auch besser durch Weihnachten kommen und gemeinsam feiern können."

Man müsse in einigen Regionen über härtere Corona-Maßnahmen nachdenken

Zur Frage, ob mit 3G am Arbeitsplatz und im Öffentlichen Personenverkehr die vierte Welle gebrochen werden kann, sagte Streeck: "Es gibt nicht das eine Mittel, das uns helfen wird, die Welle zu brechen. Aber der Vorteil von 3G am Arbeitsplatz und in Bussen und Bahnen ist der, dass sich die Menschen testen müssen, die eben nicht geimpft sind." So könne man Infektionen finden und Infektionsketten rechtzeitig abbrechen.

Weiter sagte Streeck: "Wir müssen in einigen Bundesländern wie in Sachsen und Bayern, wo sehr spät reagiert wurde, wahrscheinlich auch über härtere Maßnahmen, wie Kontaktbeschränkungen oder Beschränkung der Teilnehmerzahl bei größeren Veranstaltungen, nachdenken."

In anderen Bundesländern wie Schleswig-Holstein, wo die Fallzahlen vergleichsweise niedrig sind, seien solche Maßnahmen noch nicht notwendig, so Streeck.

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Virologe Streeck zu Booster-Impfungen

Ein Mittel, die vierte Welle zu brechen, ist die Booster-Impfung. Auf die Frage, wann man sich die dritte Impfdosis abholen sollte, sagte Streeck: "Ob man sich nach fünf, nach sechs, sieben oder acht Monaten boostern lässt, das macht nicht den großen Unterschied."

Der Virologe erklärt weiter: "Man sollte sich nicht sofort nach der zweiten Impfung boostern lassen. Also wenn das vor zwei Monaten war, sollte man natürlich abwarten." Aber die Studien aus Israel würden zeigen, dass auch nach fünf Monaten ein Boostereffekt erreicht werde. (mor)

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