Mugshot ging viral

Ihr ganzes Gesicht war tätowiert - unglaublich, wie Alyssa Zebrasky heute aussieht!

Mugshot von Alyssa Zabrasky
Mit diesem Mugshot (Polizeifoto) ging Alyssa Zabrasky 2018 viral.
Kennedy News / Mahoing County Sheriff's Office

Ein riesiges Spinnennetz auf der Stirn, die Augen umrandet wie beim mexikanischen „Tag der Toten“ („Día de los Muertos) und der Mund wie bei einem Skelett tätowiert: Der Mugshot der Amerikanerin Alyssa Zebrasky ging im Jahr 2018 viral. Heute hat die 31-Jährige alle Tattoos im Gesicht entfernen lassen – und sieht aus wie ein völlig anderer Mensch.

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Ihr Freund wollte, dass sie sich das Gesicht tätowierte

Unentdeckt eine Straftat zu begehen, ist mit einem komplett tätowierten Gesicht schwer möglich. Kein Wunder, dass Alyssa Zebrasky zwischen 2018 und 2019 mehrfach von der Polizei aufgegriffen wurde, als sie sich unter anderem wegen Ladendiebstahls und Drogenbesitzes strafbar machte.

Ihre ungewöhnliche Optik entstammt einer Art Initiationsritual: 2018 war Alyssa Teil einer Bande. Um komplett aufgenommen zu werden, verlangte ihr damaliger Freund von ihr, dass sie sich das Gesicht tätowieren sollte. Auch das Motiv habe er ausgewählt, sagt sie. „Zuerst habe ich nein gesagt, und dann hat er immer wieder davon gesprochen. Heute glaube ich, der Zweck dahinter war, dass mich niemand anderes haben wollte", zitiert „Kennedy News“ die Frau aus dem US-Bundesstaat Ohio.

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Alyssa Zabrasky heute
Heute sind fast alle Tattoos im Gesicht von Alyssa Zabrasky verschwunden.
Kennedy News and Media

Nach der Trennung mussten die Tattoos weg

Nach ihrer Haft und ihrem Drogenentzug trennte sich Alyssa Zebrasky auch von ihrem Partner. Um endlich mit ihrem alten Leben abschließen zu können, mussten nur noch die Tattoos verschwinden. Vor allem die im Gesicht und an den Händen erinnerten die am ganzen Körper tätowierte Schwermaschinenbauerin an ihren Ex.

Dank einer Wohltätigkeitsorganisation in Texas, die Menschen bei der Entfernung unerwünschter Körperkunst hilft, begann Alyssa mit der Tattoo-Entfernung – mit Erfolg. Mittlerweile ist sie den Totenkopf in ihrem Gesicht fast los. Und auch mit der Liebe scheint es besser zu laufen. Die 31-Jährige hat wieder einen neuen Freund, mit dem sie „die gesündeste Beziehung" führt, die sie je hatte, heißt es unter anderem bei der „New York Post“.

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"Wenn ich auf die Bilder zurückblicke, bin ich einfach nur enttäuscht von mir selbst"

Auf ihre Vergangenheit blickt sie mit gemischten Gefühlen: „Wenn ich auf die Bilder zurückblicke, bin ich einfach nur enttäuscht von mir selbst", sagt sie über ihre viralen Fahndungsfotos. „Aber ich muss mich daran erinnern, dass ich nicht an mir gearbeitet oder versucht habe, mich so zu lieben, wie ich es jetzt tue. Dann bin ich stolz darauf, dass Veränderungen möglich sind und dass man heilen und neue Dinge lernen kann.“

Bis die Tattoos komplett von ihrem Gesicht und ihren Händen verschwunden sind, braucht Alyssa Zebrasky etwa ein Dutzend 20-minütige Sitzungen. „Als ich anfing, wurden meine Wangen, meine Stirn und meine Hände behandelt, denn wie bei einer Tätowierung kann der Körper nicht zu viel auf einmal heilen“, erklärt sie. Vor allem an der Nase sei die Tattoo-Entfernung besonders schmerzhaft gewesen.

„Der anfängliche Schmerz durch den Laser ist vergleichbar mit einem Gummiband, das gegen die Haut schnappt. So fühlt sich der Laser an, und danach tut es 30 Minuten lang weh“, sagt Alyssa. „Hinterher schmerzt es, als ob man Öl vom Herd auf die Hand verschüttet. Das ist das, was ich am ehesten mit dem vergleichen kann, wie es sich an meinen Händen anfühlt“, fügt sie hinzu.

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"Ich bin endlich frei"

Auch die Becca, die Alyssas Tattoos entfernt, war zunächst geschockt: „Ich habe noch nie so viele Tätowierungen im Gesicht eines Menschen gesehen.“ Für die 31-Jährige ist die Möglichkeit, die Tattoos loswerden zu können, ein Schritt in ein neues Leben:

„Lange Zeit hatte ich das Gefühl, nicht frei zu sein. Ich hatte das Gefühl, dass ich auf eine bestimmte Art und Weise leben musste, weil es in meinem Leben Dinge gab, die mit Sucht und Selbstverletzung zu tun hatten“, so Alyssa. „Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich nicht mehr so leben muss. Ich kann einfach mein Leben leben - ich bin endlich frei.“ (akr)