Darmkur hier, Darmkur da: Auf Social Media machen Influencerinnen fleißig Werbung für solche Produkte.
Ob die wirklich helfen? Vivien, Britt und Katherine würde es freuen - denn bei ihnen drückt’s im Bauch!
"Ich habe gerade Abendgegessen und ich merke schon wieder, wie sich mein Bauch schon wieder aufbläht …"
"Ich war schon wieder seit ein paar Tagen nicht auf der Toilette. Und jede Mahlzeit, die man jetzt isst, macht es auch nicht besser …"
"Ich hab ein tierisches Völlegefühl … wahnsinnige aufgebläht."
Ob es den dreien nach einer Darmkur besser geht?
Wie gesund ihr Darm ist, analysiert Dr. Jan-Philipp Breuer
anhand von Stuhlproben, die sie vor und nach unserem Test ins Labor schicken.
Die drei werden in Absprache mit unserem Experten 6 Wochen lang eine Darmkur durchführen - allerdings in jeweils unterschiedlichen Varianten.
Vivien wird täglich ein Pulver aus der Online-Apotheke zu sich nehmen, das u.a. den Säureschutzmantel im Darm stärken soll. Gesamtkosten: rund 56 Euro.
"Dieses Pulver ist ein Präparat, welches hoch konzentriert gute Darmbakterien enthält, dass damit quasi eine Initialzündung gesetzt werden kann, um einen Darm wieder ins Gleichgewicht zu bringen."
Auch Britt wird das probiotische Pulver täglich einnehmen. Außerdem wird sie zusätzlich auf Alkohol und Zucker verzichten.
"Jede geringste Menge an Alkohol hat auch einen schädlichen Einfluss auf den Körper Und schädigt eben auch die Darmflora oder die Darmschleimhaut. Zweitens, Zucker füttert die bösen oder die ungünstigen Darmbakterien."
Und Katherine soll neben dem Pulver auch noch täglich probiotische Lebensmittel zu sich nehmen.
"(…) Fermentierte Milchprodukte wie Kefir, Sauermilch, Joghurt und natürlich all das, was viele Ballaststoffe enthält, das heißt Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte. Denn diese Ballaststoffe, die bieten auch wieder gutes Futter für die guten Darmbakterien, die wir haben wollen im Darm."
Probiotische Drinks, die mit dem „Extra Plus für die Darmgesundheit“ werben, empfiehlt zumindest unser Experte nicht. Denn oft enthielten sie sogar zusätzlichen Zucker.
Unsere Testphase beginnt: In den ersten zwei Wochen trinken die Frauen zweimal täglich ein Glas Wasser mit einem Beutel des Darmkur-Pulvers.
"Riecht ein bisschen nach Vanille.
„Schmeckt nicht gut und nicht schlecht.“
Und Katherine deckt sich schon mal mit ausreichend probiotischer Kost ein.
Aufzählung "Buttermilch … die Sachen, die auf dem Plan stehen.
Ob die unterschiedlichen Methoden zum gewünschten Erfolg führen?
Die Ursache für ein Ungleichgewicht im Darm liegt häufig an zu viel Stress, einer ungesunden Ernährung oder der Einnahme von Medikamenten.
"Deswegen finde ich regelmäßig einmal pro Jahr zum Beispiel eine Darmkur, dass grundsätzlich überhaupt erst mal anzustreben ist."
Währenddessen freut sich Vivien über erste Erfolge:
"So langsam merke ich die kleinen Helferlein … auf die Toilette gehen."
Aber zu früh gefreut …
"Eine weitere Woche ist vergangen … war ich nicht auf Toilette."
Britt, die zusätzlich noch auf Zucker- und Alkohol verzichtet, hat anfangs noch ziemlich zu kämpfen
"Ich habe zwischendurch richtiges Magengrummeln … Völlegefühl nicht wirklich."
Britt nach drei Wochen:
"Die Symptome sind deutlich weniger geworden … seit mehreren Wochen."
Dagegen stößt Katherine mit der probiotischen Ernährung an ihre Grenzen
„Mir hängt es aus den Ohren … ich kriege es nicht mehr runter.“
Und ganz ohne Sünden klappt’s bei ihr dann auch nicht.
„Das war 'ne Pizza … Probiotika zu mir genommen habe.“
Trotzdem haben sich Katherines Verdauungsprobleme gegen Ende deutlich gebessert:
"Ich bin sehr zufrieden … zu tun hat."
Nach 6 Wochen geben die drei erneut eine Stuhlprobe ab und kommen zur Auswertung in die Praxis.
Das Ergebnis: Bei allen drei Frauen wurde vor unserer Testphase eine leichte bis mittelschwere Symbiose, also ein Ungleichgewicht der Darmbakterien festgestellt.
Bei Vivien lag der Faktor anfangs bei 6 – also im mittleren Bereich. Nach der Kur liegt der Wert bei 3. Heißt, das Verhältnis zwischen guten und schlechten Bakterien hat sich demnach deutlich verbessert. Aber …
"Merke ich nichts von. Ich hatte ja das Problem, dass ich nicht so gut auf Toilette gehen kann und das hat sich bis heute nicht geändert."
"Ja. Verwundert mich nicht so sehr."
"Solch ein Darmprodukt alleine zu nehmen, reicht in der Regel nicht aus. Was man damit gut erreicht, ist eine Korrektur anzustoßen."
Um Viviens Verdauung langfristig in Gang zu bringen, empfiehlt er daher zusätzlich eine darmfreundliche Ernährung.
So wie bei Britt, die damit gute Erfolge erzielt hat. Zwar hat sich der Wert ihrer Darmflora laut Stuhlprobenergebnis nicht verändert.
Dafür hat sie in sechs Wochen stolze 8 Kilo abgenommen. Und ihre Beschwerden haben sich deutlich gebessert. Denn die Stuhlproben haben bei der 56-Jährigen noch etwas anderes gezeigt:
"In diesem Fall wurde eine Darmdurchlässigkeit für Giftstoffe gefunden. Und das ist eine. Das ist eine Ursache für Erkrankungen. Und die lässt sich nach der Darmkur nicht mehr finden. Das heißt, die Darmdurchlässigkeit ist weg und das ist gut."
Auch Katherines Kur hat funktioniert: Ihr Wert ist von 8 auf 7 gesunken, sie hat vier Kilo verloren und auch ihre Beschwerden haben sich nach eigenem Empfinden deutlich verbessert.
"Ich bin auf jeden Fall überrascht, (…) Und das ist halt eine gute Aussicht, dass man dann irgendwann symptomfreies Leben haben kann."
Eine Darmkur funktioniert - wie in unserem Test - vor allem dann, wenn wir sie mit einer ausgewogenen Ernährung