Urlaub im Corona-Jahr

So reisen Sie jetzt besonders sicher

12. Mai 2021 - 22:23 Uhr

Experte verrät, wie Sie im Urlaub auf der sichersten Seite sind

Eines ist sicher: Das Coronavirus wird uns auch in dieser Urlaubssaison noch begleiten. Doch nach und nach tut sich etwas. So besteht etwa für die Balearen inklusive Mallorca schon seit Längerem keine Reisewarnung mehr, auch Malta, die spanische Costa Blanca oder Albanien gelten nicht als Risikogebiete, viele Länder wollen ihre Pandemie-Maßnahmen in den kommenden Wochen lockern.

Doch auch, wenn Reisen in ferne Länder teilweise wieder möglich ist – ein unwohles Gefühl wandert automatisch mit in den Koffer. Arzt und RTL-Medizinexperte Dr. Christoph Specht hat deshalb für uns eingeordnet, wo und wie Sie Ihren Urlaub mit gutem Gewissen verbringen können.

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Das sollten Sie vor Ihrem Urlaub bedenken

Egal, wo wir sind: Das Coronavirus begleitet uns aktuell überall in unserem täglichen Leben. Wenn Sie sich also für einen Urlaub entscheiden, kommt es laut Dr. Specht vor allem darauf an, dass Sie in erster Linie auf die grundlegenden Hygieneregeln achten: "Dem Virus ist es egal, ob man zu Hause oder im Urlaub ist. Wo Menschen zusammen kommen, kann es sich verbreiten, und da der Großteil der Menschen noch nicht immun gegen das Virus ist, tut es das auch! Deshalb sollte man unbedingt alle Hygieneregeln einhalten, wie Abstand halten, Maske tragen und regelmäßiges Händewaschen!"
Die erste Gefahr lauere laut Dr. Specht bereits im Flugzeug, denn dort könnten sich die Aerosole schneller verbreiten. Auch wenn die Airlines alles tun, um eine gute Belüftung zu gewährleisten, sollten sich Reisende der Gefahren bewusst sein: "Wenn hinter, vor oder neben mir jemand mit Corona sitzt, dann schützt mich auch das beste Belüftungssystem nicht. Deshalb ist es ganz wichtig, in jedem Fall über die gesamte Flugdauer hinweg eine FFP2-Maske zu tragen."

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Auf die Art von Urlaub kommt's an

Allgemein rät Dr. Specht auf die geltenden Reisewarnungen zu achten und zu kontrollieren, welche Hygienekonzepte es vor Ort gibt. Außerdem kommt es darauf an, welche Art von Urlaub Sie machen möchten: "Generell ist die Frage: Was mache ich dort im Urlaub? Lebe ich in der Zeit zurückgezogen, gehe alleine oder mit meiner Begleitung am Strand spazieren, einmal während des Aufenthalts einkaufen, und koche dann selbst? Dann ist die Gefahr, dass ich mich anstecke, sehr gering. Gehe ich aber ständig unter Leute, halte mich an vollen Promenaden auf und besuche abends noch eine Bar, dann ist die Gefahr natürlich deutlich höher."

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Ferienwohnung oder Hotel?

Eine Frage, die sich Urlauber vor Ihrer Reise stellen müssen, ist die nach der geeigneten Unterkunft. Dr. Specht ist der Meinung, dass sowohl Ferienwohnungen als auch Hotels sicher sein können, jedoch abgewägt werden sollte, wie auch hier die Hygienekonzepte aussehen: "Eine Ferienwohnung ist natürlich optimal, weil ich ganz für mich alleine oder nur mit meiner Begleitung bin. Das bedeutet: Die Ansteckungsgefahr ist sehr niedrig. Aber auch in einem Hotel kann ich sicher sein, vorausgesetzt es gibt Regeln dort. Und dann ist es natürlich auch wichtig, dass ich mich auch selbst daran halte."

Falls Sie sich für eine Ferienwohnung entscheiden, gibt der Experte den Tipp, nur einmal einen Großeinkauf zu machen. Machen Sie sich vorab einfach einen Essensplan und eine Einkaufsliste für die gesamte Urlaubszeit – das spart sogar Geld, weil Sie nicht in Versuchung kommen, unnötige Dinge im Laden zu kaufen. Zudem ist jeder Gang mehr zum Supermarkt auch jedes Mal ein weiteres Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren.

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So kommt das Urlaubsfeeling trotzdem auf

Natürlich sollen Sie sich in Ihrem Urlaub aber auch entspannen können und den Herd mal kalt lassen. Das ist auch ohne schlechtes Gewissen möglich, sagt Dr. Specht: "Auswärts in einem schönen Restaurant essen können Sie natürlich! Sie sollten nur darauf achten, dass Sie draußen an der frischen Luft sitzen und die anderen Tische weit genug entfernt sind. Am besten essen Sie á la Carte, denn beim Buffet stehen oft viele Menschen dicht bei einander und fassen das gleiche Besteck an." Außerdem empfiehlt er, lieber noch einen Nachtisch oder Absacker im jeweiligen Restaurant zu nehmen, dafür aber auf den Drink in der Bar danach lieber zu verzichten.

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