Pfingsturlaub trotz Pandemie?

Was jetzt in welchem europäischen Land gilt

Auf Mallorca sind die Corona-Zahlen deutlich niedriger als in Deutschland.
Auf Mallorca sind die Corona-Zahlen deutlich niedriger als in Deutschland.
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10. Mai 2021 - 21:37 Uhr

Erste Lockerungen - auch für Touristen

Immer mehr Menschen haben ihre erste Impfung erhalten, die Inzidenzzahlen sinken: Einige europäische Länder beginnen langsam, aber sicher mit Lockerungen – und empfangen schon über Pfingsten Touristen. Wir zeigen, wo ein Urlaub trotz Pandemie und größtenteils bestehender Reisewarnung möglich wäre und welche Regeln für Touristen in den einzelnen Ländern gelten.

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Belgien

Seit dem 8. Mai dürfen Restaurants und Bars in Belgien nach monatelanger Zwangspause wieder ihre Außenbereiche mit vier Personen pro Tisch öffnen. Auch die nächtliche Ausgangssperre fällt dann weg. Im Freien dürfen sich privat zehn Personen mit Maske treffen. Für Treffen in Innenräumen gelten weiter strikte Kontaktbeschränkungen. Lockerungen für Geimpfte gibt es derzeit nicht.

Von touristischen Reisen in und aus dem Land rät die Regierung in Brüssel dringend ab. Die Einreise ist nur mit ausgefülltem Formular und negativem PCR-Test erlaubt. Nach Einreise muss man mindestens für sieben Tage in Quarantäne, am siebten Tag ist ein Test Pflicht. Wer mit Auto, Bus oder Bahn einreist und weniger als 48 Stunden bleibt, ist von PCR-Test- und Quarantänepflicht ausgenommen.

Bulgarien

In Bulgarien geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Mitte April kontinuierlich zurück. Lokale, Einkaufsmalls und Fitnesszentren sowie Theater, Kinos und Museen sind mit Auflagen wieder geöffnet. Die Hotels empfangen schon seit Ende 2020 wieder Gäste. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Apotheken und Supermärkten sowie in Kirchen und gemeinschaftlich genutzten Räumen gilt Maskenpflicht.

Geimpfte, Getestete und von Covid-19 Genesene dürfen ohne Quarantänepflicht einreisen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Reisende aus Indien und anderen Hochinzidenzgebieten. In dem Balkanland ging die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen zwei Wochen von 460 zuletzt auf 332 zurück. Bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen wurden bislang fast 850.000 Corona-Impfdosen verabreicht.

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Dänemark

Die Geschäfte haben längst wieder geöffnet und die Straßen sind voller Menschen. Cafés, Restaurants und Bars dürfen wieder Kunden bedienen - im Inneren allerdings nur, wenn die Gäste per App einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder eine überstandene Infektion nachweisen können. Auch Fitnessstudio sind wieder geöffnet.

Bisher gilt das aber nicht für Touristen: Aus Ländern, die wie Deutschland in die Kategorie "orange" fallen, darf man nur mit wichtigem Grund einreisen – eine touristische Reise zählt nicht dazu. Dann gilt eine 10-tägige Quarantänepflicht und ein Covid-19-Test ist verpflichtend. Eine Ausnahme bilden vollständig Geimpfte: Sie können ohne Test- und Quarantäneanforderungen einreisen. Ab dem 14. Mai sollen auch Urlauber aus den Grenzgebieten von der Quarantänepflicht entbunden werden.

Frankreich

Frankreich, Paris: Ein Passant geht mit Mundschutzmaske über den Place du Trocadéro, während im Hintergrund ein Teil des Eiffelturms zu sehen ist
Innerhalb von Frankreich sind Reisen wieder möglich.
© dpa, Michel Euler, ME esz exa

In Frankreich sind inzwischen Reisen innerhalb des Landes möglich, denn die Bewegungseinschränkungen wurden aufgehoben. Die Menschen dürfen sich nun wieder ohne triftigen Grund mehr als zehn Kilometer von ihrer Wohnung entfernen. Eine nächtliche Ausgangssperre gilt nach wie vor – allerdings sollen ab dem 19. Mai Museen, Kinos und andere Kultureinrichtungen sowie die Außenbereiche von Restaurants und Geschäften wieder öffnen dürfen. Ab diesem Datum gilt die Ausgangssperre nicht mehr wie bisher ab 19 Uhr, sondern erst ab 21 Uhr. Ab dem 9. Juni soll man sich dann bereits bis 23 Uhr draußen aufhalten dürfen.

Für die Einreise nach Frankreich benötigen Sie einen höchstens 72 Stunden alten negativen PCR-Test. Reisende müssen außerdem eine Erklärung ausfüllen, auf der sie etwa versichern, keine Covid-19-Symptome zu haben. Dem Innenministerium zufolge dürfen Reisende aus Europa auch ohne "zwingende Gründe" nach Frankreich einreisen. Vorrechte für Geimpfte gelten aktuell noch nicht.

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Griechenland

Vom 15. Mai an will Athen das Land vollständig für den Tourismus öffnen. Alle Menschen werden dann wieder frei reisen können. Touristen werden in Griechenland bereits jetzt empfangen, allerdings dürfen sie sich nach der Einreise nur zu ihrem Zielort begeben und nicht tagelang umherreisen.

Von 23 Uhr bis 5 Uhr gilt weiterhin ein Ausgangsverbot. Außenbereiche von Tavernen und Bars sind für alle Gäste geöffnet – egal ob geimpft oder nicht, müssen allerdings um 22:45 Uhr schließen. Ab 23 Uhr gilt dann ein abendliches Ausgangsverbot.

Bei der Einreise muss ein höchstens 72 Stunden alter negativer PCR-Test vorliegen. Wer anhand eines schriftlichen Zertifikats nachweisen kann, dass eine vollständige Impfung vorliegt, darf ohne PCR-Test einreisen. Die zweite Impfung muss dabei mindestens 14 Tage zurückliegen. Zudem gilt eine Online-Anmeldepflicht. Eine Quarantänepflicht besteht nicht mehr.

Italien

Italien wird nach Angaben von Ministerpräsident Mario Draghi ab Mitte Mai wieder für Touristen öffnen. Dann werde der Gesundheitspass seines Landes bereitstehen, so Draghi nach einem Treffen der G20-Tourismusminister. "Touristen können den italienischen Pass ab Mitte Mai bekommen", kündigt er an. "Die Zeit ist also gekommen, Ihren Urlaub in Italien zu buchen."

In einigen Regionen – den gelben Zonen – dürfen Restaurants und Bars Gäste im Außenbereich bedienen. Dort können auch Museen und Kinos besucht werden. Ab 1. Juni sollen die Menschen in Lokalen auch wieder drinnen sitzen dürfen. Landesweit gilt allerdings eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Italien peilt den 2. Juni als Start der Sommersaison an. Touristen dürfen bereits jetzt einreisen, allerdings sind viele Hotels weiterhin geschlossen, und der Flugverkehr ist stark reduziert. Wie genau die Regelungen für Einreisende, auch für Geimpfte, im Juni aussehen werden, ist noch nicht ganz klar.

Bei der Einreise ist die Vorlage eines negativen PCR- oder Antigen-Tests erforderlich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Außerdem muss eine fünftägige Quarantäne eingehalten und nach fünf Tagen ein weiterer negativer Test vorgelegt werden. Zudem müssen Reisende sich online registrieren. Diese Regelungen gelten noch bis mindestens 15. Mai. Dann soll ein nationaler "Grüner Impfpass" eingeführt werden, um frei innerhalb des Landes reisen zu können.

Kroatien

In Kroatien dürfen Hotels und Gaststätten draußen Gäste empfangen. Dabei gelten Auflagen. Es besteht Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen und draußen überall dort, wo kein 1,5-Meter-Abstand eingehalten werden kann. Bis 3. Mai erhielten 17,5 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung.

Wer die Einreisebedingungen erfüllt, kann in Kroatien Urlaub machen. Für die Einreise brauchen Deutsche entweder einen negativen PCR-Test oder Antigentest, der bei Grenzübertritt nicht älter als 48 Stunden ist, einen negativen Antikörper-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, eine Bestätigung, Covid-19 überstanden zu haben, oder den Nachweis einer vollständigen Impfung (die zweite Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen). Weitere Testauflagen während des Aufenthalts gibt es nicht. Vorrechte für Geimpfte gibt es nur bei der Einreise.

Malta

Malta steht nicht mehr auf der Risikoliste – die Bundesregierung hat den Inselstaat wegen sinkender Infektionszahlen am 7. Mai davon gestrichen. Wer aus Malta zurückkommt, muss also bald nicht mehr in Quarantäne, so das Robert Koch-Institut (RKI).

Der Inselstaat will ab dem 1. Juni für den internationalen Tourismus öffnen. Schon ab dem 10. Mai dürfen Restaurants wieder Besucher willkommen heißen und bis 17 Uhr an Tischen bedienen.

Einreisende aus Deutschland müssen in Malta aktuell nach Angaben des Auswärtigen Amtes einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein soll. Wie genau die Vorschriften im Juni sein werden, auch für Geimpfte, ist noch nicht voll bekannt.

Niederlande

 Netherlands, North Holland, Amsterdam, City canal with Basilica of Saint Nicholas in background TAMF02638
Auf den Ausflug nach Amsterdam sollten deutsche Touristen im Moment noch verzichten.
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Die abendliche Ausgangssperre in den Niederlanden ist abgeschafft, Geschäfte dürfen wieder Kunden ohne Termin empfangen und Gaststätten im Außenbereich unter Auflagen wieder Gäste bedienen - zumindest von 12 bis 18 Uhr. Verboten bleiben alle Veranstaltungen mit Publikum wie etwa Museen, Kinos und Theater.

Die niederländische Regierung bittet derzeit selbst, von Reisen in das Land abzusehen. Eine Einreise ist prinzipiell jedoch möglich – allerdings nur mit negativem PCR-Testergebnis, das nicht älter als 24 Stunden ist bzw. einem maximal 72 Stunden alten PCR-Test plus Antigen-Test (maximal 24 Stunden alt). Außerdem soll eine 10-tägige Quarantäne "dringend eingehalten" werden, wie das Auswärtige Amt schreibt. Dies kann theoretisch auch in Ferienhäusern geschehen. Ausnahmen gibt es nur für Pendler. Geimpfte haben keine Privilegien.

Österreich

In Österreich haben in allen Bundesländern die Geschäfte und viele Dienstleister wieder geöffnet. Ab dem 19. Mai dürfen dann im ganzen Land auch Gastronomie, Hotellerie und Kultureinrichtungen öffnen. Dabei setzt die Regierung auf Zutrittstests als Schutzmaßnahme. Veranstaltungen sind draußen mit bis zu 3.000 und drinnen mit bis zu 1.500 Personen erlaubt.

Mit den Öffnungsschritten soll auch die Quarantäne für Urlauber aus Deutschland fallen. Geimpfte, Getestete und von Covid-19 Genesene dürfen ins Land. Die Regierung plant, dass Menschen schon drei Wochen nach der Erstimpfung keine Tests mehr vorweisen müssen.

Wer derzeit nach Österreich reist, muss sich elektronisch registrieren. Außerdem müssen Einreisende einen negativen PCR-Test (maximal 72 Stunden alt) bzw. Antigen-Test (maximal 48 Stunden alt) oder einen Impfnachweis vorlegen. Die derzeit geltenden Einreiseverordnungen sehen laut Auswärtigem Amt noch eine 10-tägige Quarantänepflicht vor, die frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen PCR- oder Antigentest beendet werden kann. Diese Verordnung gilt noch bis zum 31. Mai.

Polen

Schrittweise Öffnungen sind geplant: Einkaufszentren und Museen dürfen unter Hygieneauflagen schon wieder öffnen. Vom 8. Mai an dürfen Hotels Gäste bis zu einer Auslastung von 50 Prozent beherbergen. Die Außengastronomie soll ab dem 15. Mai starten. Ab dem 29. Mai soll der Restaurantbetrieb in Innenräumen möglich sein.

Reisende aus EU-Ländern müssen sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Das gilt jedoch nicht für vollständig Geimpfte, Genesene und für Personen, die einen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Portugal

Die Region Algarve gilt nicht mehr als Risikogebiet – das sagt das Robert Koch-Institut (RKI). Damit müssen sich Reiserückkehrer aus dieser Region in Deutschland nicht mehr in Quarantäne begeben.

Am Samstag wurde der Corona-Ausnahmezustand erstmals nach rund fünfeinhalb Monaten nicht mehr verlängert. Restaurants, Cafés und Bars sowie Kinos, Theater und andere Kultur- und Freizeitstätten dürfen seitdem auch an den Wochenenden bis 22:30 Uhr offen bleiben. Bisher galt an den Wochenenden in ganz Portugal eine sehr frühe Sperrstunde, die bereits um 13 Uhr begann. Außerdem wurde neben anderen Lockerungen auch die Landgrenze zu Spanien wieder geöffnet.

Für Einreisende aus Deutschland sind in der jetzigen Risiko-Einstufung ausschließlich notwendige, nicht touristische Reisen erlaubt. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 16. Mai. Für eine Einreise ist ein negativer PCR-Test nötig, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Flugreisende müssen online Angaben zu Zielort und Erreichbarkeit während des Aufenthalts machen.

Rumänien

In dem südosteuropäischen Land ist der Betrieb der Außengastronomie weitgehend wieder erlaubt, Hotels sind geöffnet. Im Freien und damit auch etwa an Stränden gelten weiter Masken- und Abstandspflichten. Die Impfkampagne im Land läuft auch Hochtouren, eine Priorisierung gibt es nicht mehr. 3,2 Millionen der rund 20 Millionen Einwohner sind geimpft, von diesen haben 1,9 Millionen auch die zweite Dosis erhalten. Sorgen bereitet die Frage, inwieweit die Kampagne die Landbevölkerung und die religiösen Gruppen erreicht.

Bei der Einreise müssen sich Deutsche für 14 Tage in Quarantäne begeben. Davon befreit ist, wer mindestens zehn Tage vor Reiseantritt die zweite Corona-Impfung erhalten hat. Für andere EU-Bürger gelten teils weniger Einschränkungen, Deutschland gilt in Rumänien als Risikogebiet.

Schweiz

Bereits seit Anfang März haben Läden, Museen und Bibliotheken wieder geöffnet. Seit 19. April sind Restaurantterrassen, Kinos, Theater und Fitnesszentren wieder in Betrieb. Auch Open-Air-Konzerte und Fußballspiele dürfen wieder stattfinden. Hotels sind geöffnet. Dabei gelten Hygieneregeln wie etwa eine Begrenzung der Anzahl von Anwesenden oder die Maskenpflicht. Es gibt keine Ausgangssperren.

Wer mit dem Flugzeug einreist, muss grundsätzlich einen negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) vorweisen. Wer mit Auto, Bus oder Bahn anreist, braucht das nicht. Sachsen und Thüringen wurden außerdem von der Schweiz als Risikogebiete eingestuft. Wer aus diesen Bundesländern einreisen will, muss sich zusätzlich zum negativen Test auch in eine 10-tägige Quarantäne begeben, die ab dem siebten Tag durch einen erneuten Test verkürzt werden kann.

Slowakei

Vor eineinhalb Wochen haben die Geschäfte unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln wieder geöffnet. Gastronomiebetriebe dürfen seit Montag wieder in ihren Außenbereichen Speisen und Getränke servieren. Bei professionellen Sportveranstaltungen sind seit Dienstag auch wieder Zuschauer erlaubt.

Ungeimpfte Touristen müssen nach vorheriger Internet-Registrierung eine 14-tägige Quarantäne antreten, von der ein "Freitesten" nach frühestens acht Tagen möglich ist. Geimpfte dürfen sich diese Zeit verkürzen, indem sie sich sofort nach der Einreise einem PCR-Test unterziehen.

Spanien

 Several people on the terrace of a bar, on April 11, 2021, in Mallorca, Balearic Islands Spain. This Sunday has begun the extension of the closure of the interior of bars and restaurants in Mallorca. The measure has been extended just when the restr
Auf Mallorca sind die Inzidenzzahlen deutlich niedriger als in Deutschland
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Am 9. Mai endet der Corona-Notstand in Spanien und soll wegen der guten Entwicklung nicht verlängert werden. Damit entfällt die Grundlage für die meisten Maßnahmen wie Reisebeschränkungen, nächtliche Ausgangssperren, Obergrenzen bei Versammlungen und Schließung von Gaststätten. Wie es danach weitergehen soll, ist noch nicht klar. Mehrere Regionen wollen derweil vor allem die nächtliche Ausgehsperre aufrechterhalten. Zudem soll unter anderem die Maskenpflicht auch im Freien vorerst weiter gelten.

Auf Mallorca und den anderen Balearen sind die Corona-Zahlen deutlich niedriger als auf dem Festland; für die Inseln gibt es seit dem 15. März keine Reisewarnung mehr. Dort herrscht zwar ebenfalls eine Ausgangssperre zwischen 23 und 6 Uhr, die Außengastronomie darf aber inzwischen Montag bis Donnerstag auch abends bis 22:30 geöffnet bleiben.

Bei Einreise nach Spanien muss ein höchstens 72 Stunden alter negativer PCR-Test vorliegen, Flugreisende müssen sich vorab online registrieren.

Tschechien

Nach mehr als einem halben Jahr dürfen ab dem 10. Mai wieder alle Einzelhandelsgeschäfte öffnen. Die Masken dürfen dann im Freien abgenommen werden, wenn ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden kann. Weitere Schüler kehren in die Schulen zurück. Restaurants und Hotels bleiben indes noch geschlossen. Die Außengastronomie soll am 17. Mai grünes Licht bekommen.

Reisen aus touristischen Gründen nach Tschechien bleiben untersagt. Der frühere Corona-Hotspot wies zuletzt weniger als 125 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Mehr als eine Million der knapp elf Millionen Einwohner sind vollständig geimpft.

Türkei

Noch bis zum 17. Mai gilt in der Türkei ein Lockdown: Nur Geschäfte für den täglichen Bedarf sind geöffnet, die Menschen dürfen lediglich für wichtige Erledigungen vor die Tür. Touristen sind von diesen Ausgangsbeschränkungen ausgenommen und können sich frei bewegen.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Land bleibt weiter auf hohem Niveau. In den touristischen Provinzen Antalya, Mugla und Izmir lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Wochen bei rund 200 Fällen pro 100.000 Einwohner. Rund 17 Prozent der Bevölkerung haben bislang mindestens eine Impfdosis erhalten, Mitarbeiter im Tourismussektor werden bevorzugt geimpft. Bei der Einreise in die Türkei muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Ungarn

Die Außenbereiche der Gaststätten stehen allen offen. Geimpfte und Genesene können außerdem in Hotels übernachten, Museen, Theater, Kinos, Bäder, Fitness-Studios und Sportveranstaltungen besuchen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 0 bis 5 Uhr. Außerdem besteht Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen sowie draußen in allen verbauten Gebieten. Von der Maskenpflicht ausgenommen ist alles, was nur Geimpften und Genesenen vorbehalten ist. Bis zum 4. Mai erhielten 42 Prozent der Bevölkerung eine erste Impfung.

Touristische Reisen nach Ungarn sind derzeit nicht möglich. Ausnahmen gelten für Menschen, die in einem der Länder geimpft wurden, deren Impfnachweise Ungarn aufgrund von Wechselseitigkeit anerkennt. Derzeit sind das Serbien, Montenegro, Kroatien, Slowenien und Bahrain. Ein Deutscher, der in einem dieser Länder geimpft wurde, kann als Tourist nach Ungarn einreisen.

Zypern

Unbeschwertes Urlauben ist auf der Mittelmeerinsel aufgrund strenger Auflagen noch nicht ohne Weiteres möglich. So dürfen die Menschen dort derzeit nur einmal am Tag für drei Stunden unterwegs sein - etwa, um an den Strand zu gehen oder einzukaufen. Dazu müssen sie eine SMS senden, die von der Polizei kontrolliert werden kann.

Zypern und Deutschland stufen sich gegenseitig als Corona-Risikogebiete ein - die Einreise nach Zypern ist aber dennoch möglich. Potenzielle Gäste müssen ihre Reise online ankündigen und ihre Daten hinterlassen. Zur Einreise benötigen sie außerdem einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder eine abgeschlossene Corona-Impfung - abgeschlossen ist sie zwei Wochen nach der Gabe der zweiten Dosis. Nach der Einreise werden sie dann erneut getestet, auch diesen Test müssen sie selbst bezahlen und mehrere Stunden auf das Ergebnis warten. Eine Quarantänepflicht gibt es nicht.

RKA/ntv.de/dpa/Reuters

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