Wie wird man die Panik vor den Krabbeltieren los?

Spinnenphobie: Wieso haben so viele Menschen Angst, wenn's irgendwo krabbelt?

15. September 2021 - 18:42 Uhr

Achtung, Spinne!

Wenn man von irgendwo ein lautes Kreischen hört, könnte der Grund dafür ein achtbeiniges, kleines Tier sein: eine Spinne. Etwa fünf Prozent der Deutschen haben regelrecht Angst vor den Krabbeltieren und geraten in Panik, wenn sie auch nur in die Nähe einer Spinne kommen. Das nennt man dann Arachnophobie. Aber was finden wir an den Tieren eigentlich so schlimm? Antworten auf diese Frage kennt Familienberaterin Ruth Marquardt. Verschiedene Theorien, woher die Furcht kommt, sehen Sie zudem im Video.

Wie kann man die Angst vor Spinnen bewältigen?

Die gute Nachricht: Sie müssen nicht ein Leben lang an Ihrer Angst vor Spinnen leiden. Familienberaterin Ruth Marquardt sagt RTL, dass man sich ein Stück weit selbst sensibilisieren kann. Aber wie? Erst einmal hilft es, sich über die Tiere zu informieren: "Was sind das für Tiere? Wie schlau sind die? Was tun die? Sind die wirklich tödlich? Oder aber man sucht sich jemanden, zum Beispiel einen Hypnotiseur, und lasse diese Angst dann ganz entspannt entfernen." Was? So einfach soll das gehen? Ja! "Unser Gehirn ist so ein wandelbares Instrument. Die Angst sitzt in unserem Hirn, die machen wir selbst. Die geht nicht direkt von der Bedrohung durch das Tier aus, sondern es geht um unser Kopfkino. Und dieses Kopfkino können wir umschreiben!", erklärt Marquardt. Eine noch bessere Nachricht: Hat man seine Furcht ein Mal überwunden, bleibt das in der Regel auch. Verspürt man, dass die Unsicherheiten jedoch wieder kommen, sollte man sich mit seiner Angst auseinandersetzen: "Das kann man auch täglich trainieren, in dem man sich mutig denkt!"

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Woher kommt eine Arachnophobie überhaupt?

Leidet man unter Arachnophobie, besteht wirklich eine große Spinnen-Angst bei der betroffenen Person. Laut Ruth Marquardt beginnt diese Angst aber nicht von heute auf morgen: "Das fängt meist irgendwo an, vielleicht in unserer Kindheit, vielleicht haben wir gesehen, wie eine Freundin mal panisch reagiert hat oder wir hatten – vielleicht als Scherz in der Schule – mal eine Spinne im Schuh und wir haben uns mega erschreckt." Die Familienberaterin erklärt, dass man sich die Reaktionen, die unser Körper beim Sichten einer Spinne auslöst, meist merkt UND vor allem die Reaktionen anderer Personen hängen bleiben. Wird man zum Beispiel für seine Reaktion verlacht oder bekommt von den Eltern zu hören, man solle sich nicht so anstellen, kann es gut sein, dass die Angst sich nur noch verschlimmert. (nhe/vdü)

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