Der Herbstanfang steht vor der Tür

Diese Spinnen krabbeln jetzt zu uns ins Haus und das kann man dagegen tun

Spinnennetz im Sonnenschein
© dpa, Frank Rumpenhorst

10. September 2020 - 11:12 Uhr

Wenn es draußen kälter wird, suchen auch die Krabbler ein warmes Plätzchen

In Deutschland gibt es knapp 1000 Spinnenarten. Sie alle ernähren sich von Insekten und andere kleinsten Tieren. Und viele von ihnen mögen weder Kälte noch Feuchtigkeit. Deshalb krabbelt es bald wieder vermehrt in unseren Wohnung. Besonders diese Arten dürfte jeder von uns bald wieder zu Gesicht bekommen.

Winkelspinne

Ein kleiner dunkler Körper und lange behaarte Beine: Die Hauswinkelspinne ist für viele Menschen der Inbegriff der ungeliebten Hausspinne. Dabei ist sie für uns Menschen völlig ungefährlich.

Sie hält sich hauptsächlich in Ecken und Winkeln auf. Verirrt sich ein Insekt in ihr Netz, betäubt sie dieses blitzschnell mit ihrem Gift und frisst es dann zurückgezogen in ihrem Winkel. Menschen würden einen Biss dieser Spinne zwar spüren, giftig wäre er aber nicht.

Besonders an Hauswänden, die mit Efeu bewachsen sind, Garagen oder Kellern fühlt diese Spinne sich wohl und gelangt so auch schnell mal ins Haus.

Zitterspinne

Die große Spinne hat extralange Beine verglichen mit ihrem kleinen Körper, ist hell und an manchen Stellen fast durchsichtig. Die Zitterspinne wird deshalb häufig mit dem Weberknecht verwechselt. Sie fängt ihre Beute ebenfalls im Netz. Jedoch ist ihre Strategie: Drehen und Einwickeln. Ihren Namen hat die Spinne übrigens, weil sie Angreifer verwirrt, indem sie auf ihrem Netz zittert und so für das Auge fast unsichtbar wird. Diese Spinne fühlt sich in jedem Keller und in ruhigen Ecken des Hauses wohl.

Für diese Spinnen ist die Wohnungsluft gefährlich

Die Zebraspringspinne und die Kreuzspinne dagegen geraten sogar in Lebensgefahr, wenn sie sich in unsere Wohnung verirren. "Diese Spinnen sind nicht ans Leben in Häusern angepasst und sterben spätestens, wenn man im Herbst zu heizen beginnt; dann sinkt die Luftfeuchtigkeit und die Spinnen vertrocknen", erklärt Silvia Teich vom NABU.

Das hilft gegen Spinnen im Haus

-Abdichten und Fliegengitter: Es ist naheliegend, aber auch die wichtigste Maßnahme gegen Spinnen im Haus. Risse in Türen und Fenstern abdichten und die Fenster, die häufig zum Lüften offenstehen, mit Fliegengitter versehen. So macht man es den ungebetenen Hausgästen besonders schwer.

-Gezielt Lichtquellen einsetzen: Licht zieht Insekten an und die wiederum sind die Nahrung für Spinnen. 

-Lavendel, Tabak oder Nikotin: Diese Gerüche sollen Spinnen so sehr stören, dass sie die duftenden Zonen meiden.

-Ecken gründlich putzen oder abdichten: Da die häufig vorkommende Winkelspinne vor allem dunkle Ecken und Winkel liebt, sollte man beim Putzen dort noch einmal genauer hinschauen und bei Bedarf sogar Löcher und Risse abdichten.

-Haustiere: Auch einige Vierbeiner halten Spinnen vom Menschen fern. Viele Hunde und Katzen jagen und fressen die flinken Krabbler.

-Fangen: Doch die wichtigste und fairste Waffen gegen Spinnen sind ein Glas und ein Stück Papier. So kann man die Tiere schnell und ohne Berührung rauswerfen, ohne sie zu töten.