Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Das sagt die Kriminalpsychologin

Warum und wie werden Menschen zu sexuellen Gewalttätern?

05. März 2021 - 16:11 Uhr

Was spielt sich in der Psyche der Täter ab?

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder macht oft sprachlos – doch es ist wichtig, über sie zu sprechen und zu hinterfragen, wie und warum Menschen zu Tätern werden. Was sich in der Psyche von Tätern abspielt und auf welche Anzeichen man achten sollte, um Hinweise auf derartige Übergriffe im direkten Umfeld richtig deuten zu können, sehen Sie im Video.

Sexuelle Gewalttäter wollen Macht demonstrieren

Bei sexualisierter Gewalt handelt es sich in erster Linie um geplante, durchdachte Gewalttaten: Die Täter wollen Macht und Überlegenheit demonstrieren und nutzen dabei das Vertrauen ihres Opfers oftmals ganz bewusst aus. Bei Pädophilen, die sexualisierte Gewalt ausüben, kommt deren sexuelle Fixierung auf Kinder hinzu. Ein einheitliches Täterprofil gibt es dabei nicht: Verschiedene Faktoren führen dazu, dass jemand Kinder oder Jugendliche missbraucht.

LESE-TIPP: Nicht jeder Pädophile wird zum Täter!

Kind soll gefügig gemacht werden

Sexuelle Gewalttäter wollen durch emotionale Zuwendung zum Kind erreichen, dass dieses die Handlungen duldet und über sich ergehen lässt. Wenn es sich widersetzt, versucht der Täter, die "wunden Punkte" des Kindes zu treffen, um es gefügig zu machen. Auf diese Weise sind keine physische Gewalt und kein offener Zwang nötig, um die gewünschten Handlungen durchzusetzen.

So kann der Gewalttäter sich und dem Kind einreden, dass es "freiwillig" mitmache. Macht er ihm dann noch Geschenke, wird eine Abhängigkeit erzeugt und verstärkt. Oft haben Kinder daher gemischte Gefühle gegenüber dem Täter. Dieser nutzt auch deren altersbedingte Unwissenheit und Neugierde gezielt aus.

Das sagt Kriminalpsychologin Lydia Benecke

Menschen, die zu sexuellen Gewalttätern werden, reden sich häufig selbst ein, dass ihre Taten nicht so schlimm wären und die Kinder sie schließlich gern hätten, erklärt auch Kriminalpsychologin Lydia Benecke: "Indem sie sich sagen, ich bin ja eigentlich ein netter Kerl oder die Kinder bekommen ja auch viel Zuwendung, Geschenke oder Aufmerksamkeit."

Für Angehörige, aber auch Außenstehende ist es vor allem wichtig, auf Warnsignale bei Kindern zu achten. Welche das sein können, ist im Video oben zusammengefasst.

RTL Spezial: "Angriff auf unsere Kinder"

Gerade das Internet birgt für Minderjährige viele Gefahren. Wie groß diese sind und was wir tun können, um unsere Kinder vor sexualisierter Gewalt zu schützen, sehen Sie im großen RTL Spezial "Angriff auf unsere Kinder und was WIR dagegen tun können" am 8. März um 20:15 Uhr.

Auch interessant