Das Tier soll im Schlaf in ihren Rachen gekrochen sein

Aufschrei im OP: Ärzte ziehen Schlange aus dem Hals einer Frau - kann das echt sein?

04. September 2020 - 9:43 Uhr

Arzthelferin zieht 1,20-Meter-Schlange aus Frau

Ein Video bisher unbekannten Ursprungs zeigt Aufnahmen aus einem OP-Saal – angeblich in einem Krankenhaus in der russischen Republik Dagestan. Dort liegt eine Frau auf dem Operationstisch, scheinbar unter Vollnarkose und mit weit gespreiztem Mund. Eine OP-Schwester steht vor ihr und zieht mithilfe eines Endoskops etwas Langes, Glipschiges aus dem Hals der bewusstlosen Frau. Sie zieht und zieht… und stößt plötzlich einen erschrockenen Schrei aus, als sie merkt, dass es sich bei dem schlauchförmigen Gegenstand im Hals der Frau um ein 1,20 Meter langes, schlangenähnliches Tier handelt. Die ganze schockierende Szene sehen Sie im Video.

Angeblich, so wird in verschiedenen Medien spekuliert, soll das Kriechtier der Dame im Schlaf in den Rachen gekrochen sein. Aber kann so etwas wirklich passieren? Wir haben den Mediziner Dr. Christoph Specht gefragt.

Kann man eine Schlange im Schlaf verschlucken? Das sagt ein Mediziner

"Es ist extrem unwahrscheinlich. Wenn das echt ist, wäre das eine Rarität!", sagt uns Dr. Christoph Specht. "Aus medizinischer Sicht ist es so: Bei einer Magenspiegelung kann ein Patient auch nur das Endoskop schlucken, wenn man ihn vorher sediert." Denn erst einmal müssten die Abwehrreflexe abgeschwächt werden, die beim Patienten für Husten und Würgen sorgen. Alternativ, meint Dr. Specht, müsste man schon sehr lange üben, um diese Abwehreflexe zu überwinden. Dass die Frau die Schlange unwissentlich im Schlaf geschluckt haben soll, hält der Mediziner für sehr unwahrscheinlich. Denn die Schlange hätte beim Eintreten in den Rauchenraum sofort einen Hustenreflex bei der Russin ausgelöst, sodass sie aufgewacht wäre, noch bevor die Schlange ihre Speiseröhre hätte herunterkriechen können.

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Angebliches Krankenhaus distanziert sich von der Schlangen-OP

Mittlerweile hat sich auch das Krankenhaus, das die Frau laut Medienberichten behandelt haben soll, von dem Fall distanziert. Die Chefärztin des Bezirkskrankenhauses will von solch einer Operation nichts wissen, berichtet die russische Webseite "RG". Laut einem Bericht der "New York Post" habe das Gesundheitsministerium von Dagestan Ermittlungen eingeleitet, um den Ursprung des Videos zu klären.