So schützen Sie sich davor

Facebook: Neue Welle von Identitätsdiebstählen mit Zahlencode-Trick

Immer wieder versuchen Internetbetrüger die Identitäten von Nutzern für kriminelle Machenschaften zu benutzen.
Immer wieder versuchen Internetbetrüger die Identitäten von Nutzern für kriminelle Machenschaften zu benutzen.
© iStockphoto, iStock, DAVID CUSTANCE

11. Oktober 2021 - 16:42 Uhr

Verbaucher-Portal Mimikama warnt

Viele Facebook-Nutzer teilen zurzeit wieder eine ältere Meldung, die vor einem Identitätsklau in dem sozialen Netzwerk warnt. Hacker kopieren Facebook-Konten, indem sie Profilbild, Namen, persönliche Daten sowie Fotos übernehmen und sich als diese Personen ausgeben. Nachdem sie Leuten aus den Freundeslisten der Geschädigten eine Freundschaftsanfrage gestellt haben, kontaktieren sie diese. Davor warnt aktuell auch wieder das Verbraucher-Portal Mimikama.

Diese Meldung sollten Sie ernst nehmen!

Vieles, wovor bei Facebook gewarnt wird, ist eigentlich Blödsinn. Aber die Warnung vor Identitätsdiebstahl sollte man ernst nehmen. Die Masche des "Identitäten-Diebstahls", also kopierte Facebook-Profile, gibt es bereits seit vielen Jahren, so die Verbraucher-Schützer von Mimika.

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Und so gehen die Betrüger vor: Sie durchforsten die öffentlich zugänglichen Informationen eines Facebook-Profils und schlachten diese dann so gut es geht aus. Daraufhin basteln sie eine 1:1 Kopie des Profils und versuchen tatsächlich durch erneute Freundschaftsanfragen von Freunden zur Freundesliste hinzugefügt zu werden. Bestätige man diese Anfrage, so wird einem der neue alte "Freund" mittels einer Nachricht sofort die Bitte nach der eigenen Mobilfunkrufnummer und Zahlencodes übermitteln, die unmittelbar darauf empfangen werden.

REPORTAGE: Identitätsdiebstahl im Netz - immer mehr Fake-Profile bei Facebook

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Vorsicht vor dem Zahlencodes-Trick

Die Mimikama-Experten warnen: "Dabei ist absolute Vorsicht geboten. Diese kleinen und unscheinbaren Zahlencodes sind bares Geld wert!" Mit der Weitergabe der Zahlencodes werde es den Betrügern möglich, diese bei Zahlungsdienstleistern einzulösen und dadurch die Handyrechnung des Opfers zu belasten. Die alleinige Weitergabe der Handyrufnummer führe jedoch nicht zu einer Belastung der eigenen Mobilfunkrechnung. Deswegen sei es wichtig, auch vermeintlichen Freunden – sei es über Messenger oder über soziale Netzwerke – niemals per SMS zugesendete Bezahl- oder Bestätigungscodes weiterzugeben!

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So schützen Sie sich vor Identitätsdiebstahl:

  • Schritt 1:

Prüfen Sie zunächst, ob Sie schon Opfer des Identitätsdiebstahls sind. Suchen Sie einfach in Facebook nach Ihrem eigenen Namen und halten Sie Ausschau nach Profilen neben dem eigenen, die Ihr Profilbild verwenden. Um ganz sicherzugehen, lassen Sie am besten auch einen Freund suchen – der Betrüger könnte die Fälschung für Ihren echten Account auf unsichtbar gestellt haben.

Wenn Sie tatsächlich ein geklautes Profil entdecken, sollten Sie schnell handeln, um Ihre Freunde vor der Masche zu schützen: Melden Sie Facebook das falsche Profil. Und: Warnen Sie Ihre Freunde auf Ihrer eigenen Pinnwand.

  • Schritt 2:

Halten Sie Ihre Freundesliste verdeckt! Dann sind Sie kein attraktives Ziel mehr für Profildiebe, da von Ihrem Profil aus keine potenziellen Opfer mehr ausgemacht werden können.

Klicken Sie hierzu auf Ihre Freundesliste und dann auf 'Privatsphäre bearbeiten'. Sie sollten die Freundesliste maximal für Ihre Freunde sichtbar machen, sie sollte nicht auf 'öffentlich' stehen.

  • Schritt 3:

Schotten Sie Ihr Profil weiter ab. Um die Illusion perfekt zu machen, kopieren Betrüger neben Namen, Titel- und Profilbild auch weitere Inhalte, die öffentlich zu sehen sind. Sogar Statusmeldungen werden dupliziert.

Sie sollten überall wo es möglich ist, Ihre Inhalte nur für Ihre Freunde freigeben. (ija)