Nur der Booster reicht nicht

Studie: Diese zwei Dinge bringen "Super-Immunität" gegen Omikron

Die neue Covid-19 Mutation Omikron ist weltweit auf dem Vormarsch
Die neue Covid-19 Mutation Omikron ist weltweit auf dem Vormarsch
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05. Januar 2022 - 10:25 Uhr

Selbst gegen Omikron ist eine "Super-Immunität" möglich

Omikron verbreitet sich gerade rasend schnell, denn die neue Corona-Variante ist ansteckender als die bisherigen. Zwei Impfungen bringen da auch nicht viel, wie Untersuchungen gezeigt haben. Geschützt sind wir nur mit dem Booster – zumindest für eine gewisse Zeit. Ersten Ergebnissen einer Studie aus Österreich zufolge ist aber selbst gegen Omikron eine "Super-Immunität" möglich – wenn zu der Impfung noch ein weiterer Faktor dazukommt.

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Die Kombination aus Impfung und überstandener Infektion macht "super-immun"

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des virologischen Instituts an der Medizinischen Universität Innsbruck gehen davon aus, dass eine Kombination aus einer Impfung und einer überstandenen Corona-Infektion zu einer "Super-Immunität" führen kann. So wird eine Immunität bezeichnet, die sämtliche Formen von Sars-CoV-2 neutralisieren kann. Sie entsteht bei Menschen, die eine Impfung gegen Corona erhalten haben und dann trotzdem infiziert waren, oder umgekehrt und ist wohl der beste Schutz gegen Omikron.

In einer kleinen Studie haben die Forschenden mehr als 80 Blutproben untersucht. Bei den Patientinnen und Patienten wurde eine Immunität gegen Omikron und ältere Varianten ermittelt. Sie haben ihre Ergebnisse in einer sogenannten Preprint Studie veröffentlicht – sie muss also noch von unabhängigen Experten und Expertinnen begutachtet werden.

Lese-Tipp: Welche Auffrischungsimpfung das beste Ergebnis erzielt

Wirksamkeit vieler Corona-Impfstoffe bei Omikron reduziert

Messwert für die Untersuchung der Wirksamkeit einer Impfung sind die sogenannten Antikörper-Titer. Damit lässt sich vergleichen, wer unter welchen Voraussetzungen gegen welche Variante geschützt ist – und wie stark dieser Schutz ist. Für ihre Studie haben die Forschenden das für die Omikron-Variante untersucht – sowohl bei Genesenen, die eine Infektion mit einer Corona-Variante durchgemacht haben, als auch bei Personen, die mit AstraZeneca, Biontech und mit Moderna geimpft wurden.

Dabei kam heraus, was sich auch schon in anderen Studien gezeigt hatte: Geimpfte sind gegen Omikron schlechter geschützt als gegen andere Varianten. Bei Personen, die vollständig mit Biontech geimpft sind oder kreuzgeimpft ließ sich eine gewisse Neutralisation des Virus durch die Antikörper feststellen. Menschen, die nur mit AstraZeneca geimpft sind, hatten dagegen so gut wie keinen Schutz mehr gegen eine Infektion. Und auch bei den Genesenen deuteten die Blutproben nicht darauf hin, dass sie gegen eine Ansteckung mit der Omikron-Variante sicher geschützt sind.

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"Superimmune" können die Omikron-Variante besser neutralisieren

Bei den Menschen die sowohl vollständig geimpft sind, als auch eine Infektion durchgemacht haben, war es anders. Ihre Antikörper konnten die Omikron-Variante neutralisieren. Das heißt natürlich nicht, dass sich Menschen vorsätzlich mit Corona anstecken sollten, nur um "super-immun" zu sein.

Denn auch bei Geimpften kann es zu einem schweren Verlauf und schlimmen Langzeitfolgen kommen. Vielmehr würden die Studienergebnisse für eine schnelle Entwicklung an die Varianten angepasster Impfstoffe sprechen, so die Studienautorinnen und -autoren. (sli)

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