Ugur Sahin sicher

Biontech-Chef: Gegen Omikron werden wir einen neuen Impfstoff brauchen

Cominraty heißt der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer (Motivbild)
Cominraty heißt der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer (Motivbild)
© deutsche presse agentur

08. Dezember 2021 - 11:22 Uhr

Biontech-Chef erwartet Anpassung der Impfstoffe

Die neue Virusvariante Omikron sorgt bei vielen Experten für Sorgenfalten. Nun hat sich Biontech-Chef Ugur Sahin zu einer möglichen Anpassung der Impfstoffe geäußert. Er geht davon aus, dass die Vakzine nochmal justiert werden müssen.

Sahin über Omikron: "Dieses hoch mutierte Virus kam früher als ich erwartet hatte"

"Ich glaube grundsätzlich, dass wir ab einem bestimmten Zeitpunkt einen neuen Impfstoff gegen diese neue Variante benötigen werden", sagte Sahin am Freitag auf der Konferenz "Reuters Next". Die Frage sei, wie dringend dieser benötigt werde. Sahin erwartet, dass sich Omikron als Antikörper-Escape-Variante entwickeln wird. "Das bedeutet, dass diese Variante möglicherweise in der Lage ist, geimpfte Personen zu infizieren." Dies gelte auch für Genesene.

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Bei Escape-Mutationen hat sich das ursprüngliche Virus so verändert, dass es der Immunantwort Genesener oder Geimpfter teilweise entgehen kann. Dass Viren mutieren, ist bekannt und laut Sahin nicht überraschend. Allerdings habe ihn das Tempo überrascht. "Dieses hoch mutierte Virus kam früher als ich erwartet hatte. Ich hatte irgendwann nächstes Jahr damit gerechnet und es ist schon bei uns." Zwei Tatsachen seien aber weiterhin gültig für alle Varianten: Impfungen schützten vor schweren Covid-Erkrankungen. Und Biontech könnte bei Bedarf seinen Impfstoff relativ schnell anpassen, bekräftigte er.

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Booster wird wohl helfen

Sahin wies zudem darauf hin, dass Menschen, die bereits ihre dritte Impfung erhalten hätten, möglicherweise nicht nur gegen schwere Verläufe, sondern gegen jegliche Art der Erkrankung für einen bestimmten Zeitraum geschützt sein könnten. Die Wahrscheinlichkeit steige, dass wie bei der Grippe jährliche Corona-Impfungen erforderlich sein könnten. Das Virus mutiere schneller. Mehr Klarheit werde man in den kommenden Wochen haben.

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Sahin hatte Anfang der Woche der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, er gehe davon aus, dass der bestehende Covid-19-Impfstoff des Unternehmens und seines US-Partners Pfizer auch bei der neuen Omikron-Variante einen deutlichen Schutz gegen schwere Erkrankungen biete. (Reuters/msc)