Oberst Markus Reisner: Wo sich die russischen Truppen jetzt aufstellen könnten

Kommt es zu einem russischen Gegenangriff?

Kommt es zu einem russischen Gegenangriff? Nach Erfolg der Ukraine
03:54 min
Nach Erfolg der Ukraine
Kommt es zu einem russischen Gegenangriff?

von Nele Balgo und Lena Andro

Die Ukraine soll mittlerweile wieder 4.000 Quadratkilometer Land zurückerobert haben. Viele Menschen fragen sich, wie es nun weiter geht. Könnte es sein, dass Russland jetzt zu einem Gegenangriff ausholt? Wo könnten sich die russischen Truppen positionieren? Diese Frage beantwortet Oberst Markus Reisner vom österreichischen Bundesheer im Interview mit Reporterin Nele Balgo.

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Russland konzentriert sich weiter auf den Donbass

Momentan sehe es nicht so aus, als würden mehr russische Streitkräfte bereitgestellt werden. „Weder auf der russischen Seite, sprich im russischen Territorium, noch im Bereich des Donbass“, so Markus Reisner, österreichischer Militärexperte.

Russland und seine Truppen konzentrieren sich noch immer auf die Kämpfe im Donbass und vor allem auch darauf, „den zweiten Oblast in Besitz zu nehmen.“ Mit der Rückeroberung der Stadt Isjum durch die ukrainischen Truppen, ist dieses Ziel jedoch „in die Ferne gerückt“, so Oberst Reisner.

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Ukraine-Krieg ist auch ein Informationskrieg

Man dürfe nicht vergessen, „dass dieser Krieg nicht nur in den klassischen Domänen geführt wird“, so der Militärexperte. Es handelt sich auch um einen Informationskrieg. Der kürzliche zweite Erfolg der Ukraine führe auch dazu, dass der Eindruck vermittelt werde, die russischen Streitkräfte seien „nicht sehr einsatzbereit“, erklärt Markus Reisner weiter. Man müsse sich sogar die Frage stellen, ob man sich jahrelang getäuscht hat und einem „russischen Narrativ“, dass ihre Truppen gut aufgestellt sind, verfallen ist. Russland müsse nun beweisen, dass das Gegenteil der Fall ist.

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