Als Kind dachte Hannah, sie müsse sterben

Mutter täuschte Krebserkrankung ihrer kleinen Tochter vor

26. August 2019 - 13:14 Uhr

Als Sechsjährige glaubte Hannah, Krebs zu haben

Sie habe Leukämie und müsse eine Chemotherapie machen: Hannah Milbrandt aus Springfield im US-Bundesstaat Ohio war erst sechs, als Mama Terri ihr die Diagnose mitteilte, die ihr Leben veränderte. Von da an lebte das kleine Mädchen in dem Glauben, schwer krank zu sein. Doch die Krebserkrankung hatte ihre Mutter nur erfunden, um sich an Spendengeldern zu bereichern.

Hannahs Mutter führte alle an der Nase herum

Hannahs Mutter Terri arbeitete als Krankenschwester und hatte so Zugang zu Schlafmitteln, die sie ihrer Tochter regelmäßig verabreichte. So machte sie das eigentlich kerngesunde Kind gefügig. Hannah fühlte sich ständig schwach und erschöpft, hatte starke Kopfschmerzen und glaubte selbst, sie sei todkrank. Während sie schlief, rasierte ihre Mutter ihr regelmäßig den Kopf. Anderen erzählte sie, Hannah ginge zweimal wöchentlich zur Chemotherapie und verlöre deshalb ihr Haar.

Doch statt zum Arzt fuhr Hannahs Mutter mit ihr stets zur Eisdiele, wo sie ihrer Tochter Schlafmittel in das Eis mischte. Danach wachte Hannah benommen auf und konnte sich nicht daran erinnern, dass es die Arztbesuche gar nicht gegeben hatte. 

Mutter Terri hat das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom

Hannahs Mutter Terri hat das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom - eine psychische Störung, bei der Eltern alles tun, um ihr Kind krank zu machen und um auf diese Weise Aufmerksamkeit zu bekommen. Dazu kam bloße Geldgier: Als Unterstützung für Hannahs Kampf gegen die vermeintliche Krebserkrankung hat die Familie nämlich rund 35.000 Dollar an Spenden bekommen. 

Auch gegenüber der Schule spielte Hannahs Mutter ihr perfides Spiel. Doch schließlich wurde eine Lehrerin stutzig. Wie sie den Schwindel schließlich aufdecken konnte und wie es Hannah, die mittlerweile Anfang zwanzig ist, heute geht, zeigen wir im Video.