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Blutkrebs

Blutkrebs, oder Leukämie, ist eine Erkrankung des Lymphsystems beziehungsweise des Knochenmarks. Der Körper bildet dann übermäßig viele weiße Blutkörper aus.

Blutkrebs picture alliance/dpa | Marijan Murat

Diese Erkrankung ist ebenfalls unter dem Namen "Leukämie" bekannt. Dieser Begriff setzt sich aus den altgriechischen Wörtern für weiß, leukos, und Blut, haima, zusammen. Daher gibt es auf Deutsch den Terminus weißer Blutkrebs. Dies ist ein Überbegriff für eine Reihe an Symptomen des lymphatischen Systems. Bei Betroffenen tritt eine verstärkte Bildung der weißen Blutzellen auf. Als Resultat daraus kann das Blut seine Aufgaben nicht mehr ausführen. Dazu gehören der Transport von Sauerstoff und das Bekämpfen von Infektionen. Die Ursachen für Blutkrebs sind nicht eindeutig geklärt. Allerdings gibt es Risikofaktoren, die ihn begünstigen. Darunter fallen beispielsweise die genetische Veranlagung sowie Rauchen oder ionisierende Strahlen (zum Beispiel radioaktive Strahlung).

Die Symptome von Blutkrebs

Spezifische Symptome, die eine Diagnose ermöglichen, gibt es nicht.Ärzte können aber anhand einer Reihe von Erscheinungen entsprechende Tests veranlassen. Da diese recht eindeutig sind, wird die Erkrankung selten übersehen. Zu diesen körperlichen Reaktionen gehören plötzlich auftretende Blutungen, Fieber, Gewichtsverlust, Müdigkeit und geschwollene Lymphknoten. Mediziner unterscheiden zwischen akuter und chronischer Leukämie. Bei der ersten Form treten die Symptome relativ plötzlich auf. So heilen Infekte beispielsweise nicht ab und Betroffene fühlen sich schwach und müde. Blutkrebs kann außerdem zu Gelenkschmerzen und Schwindelgefühlen führen. In seiner chronischen Ausprägung entwickelt sich die Leukämie ähnlich, aber teils über Jahre hinweg. Hier teilen Mediziner den Verlauf in unterschiedliche Phasen ein.

Heilungschancen von Blutkrebs

In der Regel kann eine Chemotherapie bei den meisten Formen von akutem Blutkrebs helfen. Es gibt allerdings unterschiedliche Formen und Ausprägungen der Leukämie. Erst anhand des Rückgangs durch die Therapie können Ärzte die Erkrankung beurteilen. Bei einer Chemotherapie erhält der Patient Therapeutika, die das Zellwachstum hemmen. Diese Behandlung erfolgt zyklisch und meist über Infusionen. Die Nebenwirkungen sind stark, da das Medikament auch gesunde Zellen angreift. Außerdem ist eine regelmäßige Nachsorge wichtig. Die Krebszellen können zunächst zwar vollständig verschwinden, aber nach Beendigung der Therapie zurückkehren. Ist die Chemotherapie nicht erfolgreich, bleibt die Stammzellenspende als letzte Möglichkeit. Dann fahren dieÄrzte das Immunsystem des Patienten herunter und transplantieren passende Stammzellen. Diese bilden anschließend ein neues Abwehrsystem aus. Die Prozedur ist allerdings riskant.