FDP-Politikerin über Nukleardrohungen von Putin

„Sollten nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen“

Strack-Zimmermann: Nicht darauf warten, dass etwas passiert Droht ein Atomkrieg?
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Droht ein Atomkrieg?
Strack-Zimmermann: Nicht darauf warten, dass etwas passiert

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Russland hat den Einsatz von atomfähigen Raketen mitten im Gebiet der EU geübt. Das wurde am Donnerstag bekannt. Stattgefunden haben die Tests in der russischen Exklave Kaliningrad, die zwischen Polen und dem Baltikum an der Ostsee liegt. Steckt dahinter wirklich ein konkreter militärischer Plan, oder sind es nur Drohgebärden von Kreml-Chef Putin?

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), fordert ruhig und sachlich mit Putins Nukleardrohungen umzugehen. Das ganze Interview mit Strack-Zimmermann sehen Sie im Video.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker

Strack-Zimmermann: Putin weiß, dass er Sorgen im Westen auslöst

„Putin weiß, wenn er das Wort Weltkrieg, das Wort Atom in den Mund nimmt oder vermeintliche Übungen macht, dass das große Sorgen im Westen auslöst,“ sagte Strack-Zimmermann im Interview mit RTL/ntv.

Das alles sei schließlich auch ein „Krieg der Kommunikation“, deshalb solle man mit Nachrichten über russische Übungen sachlich und nüchtern umgehen und einordnen können, „dass er uns sozusagen damit unruhig machen will,“ so die FDP-Politikerin. Egal was Russland zur Zeit mache, ob in der Ukraine oder Russland sei „besorgniserregend.“

Trotzdem: „Wir sollten aber nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und Angst haben, dass etwas passiert, sondern wir sollten beherzt weiterhin der Ukraine helfen.“

Lese-Tipp: RTL-Experte zu möglichem Atomkrieg: "Ernst nehmen, muss man das allemal!"

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FDP-Politikerin Strack-Zimmermann erwartet an dem Tag nichts Spezielles und warnt davor, dies zu tun: „Ich erwarte offen gestanden nicht mehr als sonst auch in Russland.“ Es gebe wahrscheinlichen eine Militärparade. Sie empfehle hingegen „nicht, so auf dieses Datum zu starren. In der Erwartung, da passiert jetzt was Schreckliches, was Ungewöhnliches.“ (khe)

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