Wenn der Arzt zum Dealer wird

Immer mehr Menschen medikamentensüchtig - RTL-Reporterin klärt auf

Oxycodon: Wenn Medikamente abhängig machen Sucht auf Rezept
09:57 min
Sucht auf Rezept
Oxycodon: Wenn Medikamente abhängig machen

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von Anke Reichardt

Immer häufiger verschreiben Ärzte stark abhängig machende Medikamente fahrlässig, Patienten können so in eine ungewollte Medikamentensucht rutschen. Der Arzt wird zum Dealer und der Patient leidet womöglich ein Leben lang. Wie es Betroffenen mit der Sucht geht, erfahren Sie im Video.

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Medikamentensucht: 1,5 - 1,9 Millionen Menschen sind abhängig

Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sind etwa 1,5 bis 1,9 Millionen Menschen in Deutschland medikamentenabhängig. Weitere Untersuchungen zeigen, dass sich der Missbrauch und die Abhängigkeit von verschreibungspflichtigen Arzeinmitteln weiter erhöht. Die Sucht betrifft dabei vor allem die missbräuchlich häufige und unnötig hoch dosierte Anwendung von Medikamenten, darunter Benzodiazepine und Z-Substanze sowie opioidhaltigen Schmerzmittel. Inzwischen geht das Bundesgesundheitsministerium von 166.000 opioidabhängigen in Deutschland aus.

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Frühzeitig Hilfe suchen

Wer das Gefühl hat, von verschreibungspflichtigen Medikamenten oder anderen Substanzen abhängig zu sein, sollte sich so früh wie möglich professionelle Hilfe suchen.

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Die Techniker Krankenkasse warnt jedoch davor, die Medikamente ohne ärztlichen Rat abzusetzen. Wenn Sie bereits körperlich abhängig sind, kann das abrupte Absetzen sogar zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, sollten Sie Anzeichen einer Abhängigkeit bei sich bemerken. (lmi)