Fit ins neue Jahr

Push fürs Hirn! Warum Sie jetzt dringend ausmisten sollten

Was Ausmisten mit Ihrem Gehirn macht Endlich ausmisten
03:30 min
Endlich ausmisten
Was Ausmisten mit Ihrem Gehirn macht

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von Lauren Ramoser

Behalten oder kann das weg? Diese Frage stellt sich jeder, der zuhause ausmistet. Den meisten fällt die Entscheidung ziemlich schwer, denn sich von Dingen zu trennen, ist gar nicht so leicht. Für unsere Gesundheit ist das Ausmisten allerdings super. Woran das liegt und mit welchen Tipps Sie wirklich dranbleiben auch wenn das Ausmist-Tief kommt, erklärt der Neurologe Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz im Video.

Äußere Ordnung gleich innere Ordnung

„Ausmisten fängt im Kopf an“, erklärt Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Direktor Professur für Neurologie. Wer sich also erfolgreich von materiellen Dingen aus der eigenen Wohnung trennen will, sollte sich im Kopf gut darauf vorbereiten – und kann gleichzeitig auf einen guten Effekt im Gehirn setzen. Denn: „Wir können im wahrsten Sinne des Wortes durch das physikalische Ausmisten auch unser Gehirn ausmisten“, so Prof. Kleinschnitz. „Wir können Platz schaffen, wir können Informationen, ein Überangebot von einer Seite des Gehirns in die andere verschieben und dadurch Platz schaffen für neue Ideen und Gedanken.“

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Der Spruch „Äußere Ordnung gleich innere Ordnung“ stimmt also. Wer das eigene Leben regelmäßig ganz praktisch neu ordnet, ordnet auch die Gedanken – quasi ein mentaler Frühjahrsputz.

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Ausmisten kann aber gesundheitlich noch viel mehr!

Wer bis zum Ende durchhält, wird mit einer ordentlichen Schublade, oder gleich einer ganzen Wohnung belohnt und das schafft Ruhe und Wohlbefinden. Doch der Vorgang wirkt sich auch ganz praktisch positiv auf unser Inneres aus.

„Es kann Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen und sogar Brustkrebs“, erklärt Prof. Dr. Kleinschnitz. Regelmäßiges Ausmisten erhöhe das Wohlbefinden so weit, dass es unseren Körper gesünder mache. „Das ist sehr erstaunlich. Also die körperliche Tätigkeit schüttet Glücks- und Belohnungshormone aus und die haben positive Effekte, zum Beispiel auf das Immunsystem, auf das Kreislaufsystem und auch auf das psychische Wohlbefinden.“

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Der größte Gegner: das ewige Aufschieben

Aber aller Anfang ist schwer. Bei vielen dauert es lange, bis sie sich dazu aufraffen können, endlich anzufangen. Spätestens nach dem motivierten Ausräumen der ersten Schränke kommt das Ausmist-Tief. Dann verlässt uns die Lust und die Sachen werden am Ende doch wieder irgendwo untergestellt.

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Was hilft also dabei, endlich durchzuhalten und effektiv auszumisten?

„Nehmen Sie sich etwas vor, aber es muss realistisch sein“, erklärt Prof. Dr. Kleinschnitz. „Wenn Sie in eine Überforderung kommen beim Ausmisten, dann wird eher das Frustrationssystem im Gehirn aktiviert . Man verliert die Lust und dann passiert etwas , was man gar nicht möchte: Man lässt es noch länger liegen.“

Also lieber kleine Ziele setzen und die dafür aber auch umsetzen.