Ermittler: "Dringender Tatverdacht" nicht zu begründen

Frau (25) in Hamm getötet: Beschuldigter bestreitet Vorwürfe

In Hamm wurde eine Frauenleiche gefunden.
In Hamm wurde eine Frauenleiche gefunden.
© dpa, Guido Kirchner, gki htf

21. September 2021 - 13:37 Uhr

Frauenleiche in Hamm gefunden: Beschuldigter wieder freigelassen

Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Hamm (Nordrhein-Westfalen) bestreitet der Beschuldigte laut seines Anwalts die Vorwürfe. Sein Mandant habe mit dem Tod des 25 Jahre alten Opfers nichts zu tun, sagte Rechtsanwalt Dennis Kocker auf RTL-Anfrage. Der 27-Jährige war am Sonntag festgenommen, aber am Montagabend wieder freigelassen worden. Ein dringender Tatverdacht gegen ihn ließ sich nicht begründen, so die Dortmunder Staatsanwaltschaft.

Anwalt: Keine Spuren seines Mandanten am Opfer

Der Ahseteich in Hamm.
Der Ahseteich nahe dem Oberlandesgericht in Hamm.
© Imago Sportfotodienst

Dennoch sei der Mann aber nach dem Tötungsdelikt weiterhin Beschuldigter in dem Strafverfahren, sagte ein Behördensprecher. "Es wird weiter ermittelt, auch gegen den 27-Jährigen."

Die teilweise entkleidete Leiche der 25-Jährigen war am Sonntag von einem Passanten in einer Grünanlage gefunden worden. Die Obduktion ergab ein "gewaltsames Todesgeschehen." Bisher äußerten sich die Ermittler nicht dazu, wie die Frau starb und ob sie vor ihrem Tod sexuell missbraucht wurde. Anwalt Kocker schilderte, es habe einen negativen DNA-Abgleich gegeben, also keine Spuren seines Mandanten am Opfer.

Berichte, nach denen sein Mandant in der Nacht zu Sonntag Sex mit dem späteren Opfer gehabt habe, bestätigte er ausdrücklich nicht. Der 27-Jährige sei zwar in der besagten Nacht in einem Club gewesen und habe einvernehmlichen Sexualverkehr mit zwei ihm nicht weiter bekannten Frauen gehabt. Sein Mandant "vermute" aber, dass es sich dabei nicht um die später Getötete gehandelt habe.

Ahseteich: Such-Aktion mit Tauchern bleibt erfolglos

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, es seien "priorisiert Spuren ausgewertet worden, auch am Opfer". Dem 27-Jährigen seien keine Spuren zuzuordnen.

Am Montag hatten Taucher stundenlang einen kleinen See am Tatort abgesucht – erfolglos. Die Ermittler hatten laut Staatsanwaltschaft gehofft, mit der Aktion auf weitere – nicht näher beschriebene – Beweismittel zu stoßen.

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Die Taucher hätten eine mögliche Tatwaffe gesucht. An dem kleinen See am Oberlandesgericht waren Stofftiere, Kerzen und Blumen für das junge Opfer abgestellt worden. (uvo / RTL / dpa)