Mithilfe von Ex-GZSZ-Star Susan Sideropoulos und der DKMS

Sieben Jahre nach Knochenmarktransplantation: Carlos kann wieder nach den Sternen greifen

Carlos konnte dank einer Stammzellenspende überleben.
Carlos bekam im Alter von zwei Jahren die Diagnose Leukämie. Vor kurzem hat er seinen zehnten Geburtstag gefeiert.
privat

von Vera Dünnwald

Im Jahr 2014, als der kleine Carlos gerade mal zwei Jahre alt ist, erhält er eine niederschmetternde Diagnose: Der Junge hat Leukämie, braucht dringend eine Knochenmarkspende, um zu überleben. Seine Eltern, Susanne und Jay, sind verzweifelt. Dank ihrer guten Freundin, Schauspielerin Susan Sideropoulos und anderen Stars aus GZSZ und „Unter Uns“ sowie der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), kann eine Hilfsaktion gestartet werden. Unzählige Freiwillige lassen sich typisieren. Und siehe da: Nur wenige Monate später ist sein Spender gefunden, am 13. Januar 2015 wird er endlich transplantiert. Wir haben nachgefragt: Wie geht es Carlos, der mittlerweile zehn Jahre alt ist, eigentlich heute?

Lese-Tipp: Blutkrebs: So können Sie ganz leicht Stammzellspender werden

Carlos und seine Familie erleben ein echtes Happy End

Carlos ist mit zwei Jahren an Leukämie erkrankt.
Was für ein Schock! Mit nur zwei Jahren, im Jahr 2014, erkrankt Carlos an Leukämie. Zum Glück findet sich ein passender Stammzellenspender.
privat

„Als Carlos im Alter von zwei Jahren an zwei aggressiven Arten von Blutkrebs erkrankt ist, war das ein ziemlicher Schock für uns alle. Unser Leben stand still“, erzählt Mutter Susanne im RTL-Interview. Ziemlich schnell ist klar: Carlos braucht eine Knochenmarktransplantation. „Meine gute Freundin Susan Sideropoulos hat sich sehr für uns eingesetzt, gemeinsam mit der UFA Serial Drama. Dank einer großen Typisierungsaktion konnten wir viele Menschen da draußen erreichen. Es gab unzählige Neuregistrierungen bei der DKMS, wofür wir sehr dankbar waren.“ Vier Chemoblöcke muss der kleine Carlos an der Charité in Berlin über sich ergehen lassen. „Die Zeit war für uns sehr bewegend“, erinnert sich Susanne.

Dann geht alles ganz schnell: Der passende Spender ist gefunden, am 13. Januar 2015 wird Carlos transplantiert. „Wir waren natürlich überglücklich. Im September, also pünktlich zu Carlos’ drittem Geburtstag, haben wir das erste Mal gemerkt, dass die Rückschritte immer weniger werden und wir das alles schaffen können.“

Zwei Jahre muss die Familie aus Berlin warten, dann lernen sie Carlos’ Lebensretter persönlich kennenlernen! „Auf den Tag genau, also am 13. Januar 2017, haben wir bei der DKMS angerufen und ihnen unseren Wunsch mitgeteilt. An Ostern war es dann so weit und wir haben Marcus kennengelernt“, so Mutter Susanne. Heute sei Marcus wie ein großer Bruder für Carlos, die Familie könnte nicht glücklicher sein.

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Justus hat den Kampf gegen den Krebs gewonnen Medizinisches Wunder!
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Carlos' Eltern appellieren: Jeder Mensch sollte sich bei der DKMS registrieren und typisieren lassen!

Und heute? Heute ist Carlos zehn Jahre alt und geht in die vierte Klasse. „Wir eine ganz normale Familie, ein Außenstehender würde gar nichts bemerken. Sprich: Es ist so, wie es sein sollte“, sagt Susanne. „Carlos ist ein quietschlebendiger, lebensfroher, sehr aufgeweckter junger Mann. Er ist sehr wissbegierig, liebt es zu tüfteln und zu knoblen.“ Seine Lieblingsbeschäftigung sei das Klettern, kein Baum ist vor ihm sicher: „Er geht sogar schon bouldern und ist einfach total im Leben angekommen.“

Dennoch blicke die Familie immer auf die schwere Zeit zurück, um dankbar zu sein. „Die DKMS hat es uns ermöglicht, nach den Sternen zu greifen. Das muss man ganz klar so sagen.“ Eltern, die ähnliches Leid durchmachen müssen wie Carlos und seine Familie, rät Susanne: „Mir hat es sehr geholfen nicht an das große Ganze zu denken. Eine Krankenschwester war es, die mir diesen Tipp gegeben hat: Lieber von Tag zu Tag denken, denn heute ist heute und morgen ist morgen. Wir haben immer von Chemoblock zu Chemoblock gedacht und die kleinen Ziele und Erfolge gefeiert. Auch wenn das natürlich schwer war, denn es gab ja auch einige Tiefschläge. Aber niemals daran denken, dass es nicht gut gehen könnte. Nicht aufgeben und weiter kämpfen! Das lohnt sich immer.“

Für Susanne und ihren Mann Jay steht außer Frage: Jeder Mensch sollte bei der DKMS registriert sein. „Es geht so einfach – und kann am Ende Leben retten. Es ist das Größte, was man tun kann.“ Deswegen wünschen sich die beiden maximale Aufmerksamkeit für das Thema und wollen mehr Menschen dazu bewegen, sich für eine Knochenmarkspende registrieren zu lassen.

Lese-Tipp: Nadine Wimmer rettet Krebspatienten: Wie die ehemalige GNTM-Kandidatin in ihm ihren besten Freund findet

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Das Ergebnis der Umfrage ist nicht repräsentativ.

"Einfach richtig. Richtig einfach": Registrierung bei der DKMS kann Leben retten

Carlos' Mutmacher-Geschichte ist Teil der neuen DKMS-Kampagne "Einfach richtig. Richtig einfach".
Carlos' Mutmacher-Geschichte ist Teil der neuen DKMS-Kampagne "Einfach richtig. Richtig einfach".
DKMS

Carlos Mutmacher-Geschichte ist Teil der neuen DKMS-Kampagne „Einfach richtig. Richtig einfach.“ Hierbei werden Geschichten von echten Spendern und Stammzellenempfängern erzählt, mit dem Ziel, noch mehr Menschen davon zu überzeugen, sich zu registrieren.

Wer sich als Stammzellenspender registrieren lassen will, kann das ganz einfach über die DKMS tun. Die Anleitung dazu finden Sie hier.