Pandemie hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Alle Infos und Entwicklungen vom 13. Mai 2020

14. Mai 2020 - 1:29 Uhr

Deutschland macht die Grenzen wieder auf

Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an schrittweise gelockert werden. Auf touristische Reisen ins Ausland sollen die Bundesbürger aber auch in den kommenden Wochen weiter verzichten. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch mitteilte, enden die Kontrollen zunächst an der Grenze zu Luxemburg in der Nacht zum kommenden Samstag.

An der deutsch-dänischen Grenze sei Deutschland ebenfalls bereit, die Kontrollen einzustellen, "sobald die dänische Regierung ihre laufenden Konsultationen mit ihren jeweiligen Nachbarstaaten vollzogen hat". An den Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz sollen sie dagegen bis zum 15. Juni fortgesetzt werden.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.​

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen das Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++Chronologie vom 13. Mai 2020

23:40 Uhr - Erneute Corona-Demo in Pirna - 30 Personen greifen Polizei an

Erneut haben sich Dutzende Menschen zu einer unerlaubten Demonstration gegen Corona-Restriktionen im sächsischen Pirna getroffen und diesmal auch Polizisten angegriffen. Im Vorfeld der Ansammlung sei im Internet zu einem «Spaziergang» aufgerufen worden, teilte die Polizei mit. Rund 200 Menschen kamen am Mittwochabend auf dem Markt in Pirna zusammen.

Mit etwa 190 Beamten versuchte die Polizei, die Versammlung zu stoppen. Dabei griffen den Angaben zufolge 30 «Gewaltbereite» die Einsatzkräfte an, wobei ein Beamter verletzt wurde.

Acht Strafverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruch und tätlichen Angriffs auf Vollzugsbeamte wurden eingeleitet. Etwa eine Stunde nach Beginn löste sich die Versammlung wieder auf.

Bereits vor einer Woche trafen sich etwa 250 Menschen an derselben Stelle, um gegen die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Die damals 15 Minuten dauernde Versammlung verlief friedlich. Seit dem 22. April kam es immer wieder zu solchen nicht angemeldeten Kundgebungen. Dabei hatten Demonstranten auch Polizeibeamte beleidigt und bedrängt.

23:26 Uhr - WHO: Diese Virus wird wahrscheinlich nie wieder verschwinden

FILE PHOTO: Mike Ryan, Executive Director of the World Health Organisation (WHO), attends a news conference  at the United Nations in Geneva, Switzerland May 3, 2019. REUTERS/Denis Balibouse/File Photo
Mike Ryan von der WHO
© REUTERS, Denis Balibouse, /FW1F/Kevin Liffey

Eine weitere Aussage, die wenig Mut macht: Mike Ryan von der WHO glaubt nicht, dass das Coronavirus irgendwann verschwindet:

"Dieses Virus ist nun ein weiteres endemisches Virus auf der Welt. Und dieser Virus könnte niemals verschwinden. HIV ist auch nicht verschwunden. Wir haben geben HIV Therapien und Präventationsmethoden gefunden. Und die Leute haben nicht mehr so viel Angst davor."

Ryan ist Direktor der WHO Gesundheitsprogramme. Er fordert alle auf, realistisch zu sein und den Menschen keine falschen Versprechungen zu machen:

"Ich glaube nicht, dass jemand vorhersagen kann, wann oder ob diese Krankheit verschwinden wird. Wir haben eine große Hoffnung. Wenn wir einen hochwirksamen Impfstoff finden, den wir an alle verteilen können, die ihn benötigen, haben wir möglicherweise eine Chance, dieses Virus zu eliminieren, aber dieser Impfstoff muss verfügbar sein. Es muss sehr effektiv sein."

23:16 Uhr - USA: Gesundheitsbeamter warnt wegen Corona vor "dunkelstem Winter"

In this image provided by Public Health Emergency, a department of Health and Human Services, Rick Bright is shown in his official photo from April 27, 2017, in Washington. America faces the “darkest winter in modern history” unless leaders act d
Rick Bright
© AP, je

Den USA könnte wegen eines gleichzeitigen Ausbruchs der Grippe und des Coronavirus nach Ansicht eines ranghohen Gesundheitsbeamten der "dunkelste Winter der jüngeren Geschichte" bevorstehen. Die Zeit für die Regierung, noch rechtzeitig eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Strategie zu planen und umzusetzen, laufe jetzt rasch ab, warnte Rick Bright in einer vorab verbreiteten Aussage für einen Ausschuss des Repräsentantenhauses. Ohne koordinierte Strategie würde die Pandemie zu Erkrankungen und Todesfällen in noch nie da gewesenem Ausmaß führen, warnte er am Mittwoch. Er sollte am Donnerstag im Parlament angehört werden.

Bright wurde im April nach eigenen Angaben als Direktor einer dem Gesundheitsministerium untergeordneten Behörde geschasst, weil er sich weigerte, von US-Präsident Donald Trump angepriesene Behandlungsmethoden für die Lungenerkrankung Covid-19 zu unterstützen, die nicht wissenschaftlich belegt waren. Bright wurde auf einen Posten im Nationalen Gesundheitsinstitut (NIH) versetzt. Trump wiederum erklärte damals, er kenne den Beamten gar nicht.

22:32 Uhr - Bulgarien erklärt «epidemische Ausnahmesituation» bis 14. Juni

FILE PHOTO: Workers disinfect an escalator in Serdika metro station, following the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19), Sofia, Bulgaria, April 8, 2020.  REUTERS/Stoyan Nenov/File Photo
© REUTERS, Stoyan Nenov, /FW1F/Pravin Char

In Bulgarien wird ein zweimonatiger Ausnahmezustand zum Kampf gegen das neue Coronavirus von diesem Donnerstag an durch eine «epidemische Ausnahmesituation» ersetzt. Die neue Regelung soll bis 14. Juni gelten. Das entschied die Regierung in Sofia auf einer Sondersitzung per Video, wie Gesundheitsminister Kiril Ananiew am Mittwochabend vor der Presse mitteilte. Der Beschluss basiere auf die Begründung, dass «die Covid-19-Pandemie eine schwere Ausnahmesituation darstellt». In Bulgarien sollen jetzt Änderungen des Gesundheitsgesetzes in Kraft treten, die vom Parlament am Dienstag verabschiedet wurden.

«Der Ausnahmezustand wird aufgehoben, alle (Schutz)maßnahmen gelten aber weiter», erläuterte der Minister. Dazu gehörten das obligatorische Tragen einer Mund-Nasen-Maske in geschlossenen öffentlichen Räumen, physischer Abstand sowie eine 14-tägige Quarantäne für alle Einreisenden - sowohl Bulgaren als auch Ausländer.

Trotz des seit 13. März geltenden Ausnahmezustands gab es in Bulgarien bereits mehrere Lockerungen der Schutzmaßnahmen. Im Freien gilt keine Maskenpflicht mehr. Am 6. Mai durften Freiluftlokale sowie Terrassen von Restaurants und Cafés wieder öffnen. Sport im Freien wie etwa Tennis, Radfahren, Leichtathletik und Golf ist seit zehn Tagen wieder zugelassen. Seit Anfang der Woche sind Besuche von Museen, Galerien, Bibliotheken sowie Kinos wieder gestattet.

21:48 Uhr - RKI: Ansteckungsrate nur noch bei 0,81

Die Reproduktionsrate R gibt das Robert-Koch-Institut aktuell mit 0,81 an. Damit sinkt die Anzahl der Personen, die ein Infizierter in Deutschland durchschnittlich ansteckt, den dritten Tag in Folge und bleibt weiterhin unter dem kritischen Wert von 1,0. Am Vortag lag R noch bei 0,94.

21:37 Uhr - Wohl zehnmal so viel Infizierte in Spanien wie bekannt

In Spanien deutet eine Studie darauf hin, dass 2,3 Millionen Menschen und damit zehnmal mehr als offiziell bekannt mit dem Virus infiziert sind. Bei der Erhebung seien 90.000 Personen in 36.000 Haushalten getestet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Dabei habe sich gezeigt, dass hochgerechnet fünf Prozent der Bevölkerung infiziert sei, was bei 45 Millionen Einwohnern rund 2,3 Millionen bedeute. Nach offiziellen Angaben gibt es etwas weniger als 230.000 Covid-19-Fälle in Spanien.

21:18 Uhr - Nur noch knapp 18.000 akut Infizierte in Deutschland

Nach Berechnungen von ntv.de, die auf den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Länderangaben basieren, liegt die Zahl der derzeit akut Infizierten bei 18.009, das sind 857 weniger als am Vortag (18.866). Die Zahl der insgesamt Infizierten steigt um 944 auf 172.094. Als genesen gelten momentan 146.353 Menschen in Deutschland. Die Zahl der Toten liegt aktuell bei 7732, das sind 99 mehr als am Vortag.

20:40 Uhr - Erneut Covid-19-Krebspatient im UKE gestorben

Nach mehreren nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im hochsensiblen Bereich der Krebsstationen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist eine weiterer Patient gestorben. Der 74 Jahre alte Leukämie-Patient habe eine Covid-19-Infektion gehabt und sei Mittwochmittag auf der Intensivstation nach einer langjährigen Krebserkrankung und erfolgter Stammzelltransplantation gestorben, teilte das Klinikum mit. Nun müsse untersucht werden, ob Covid-19 ursächlich für den Tod des Mannes gewesen sei.

Anfang April war bekannt geworden, dass sich rund 20 Mitarbeiter und etwa 20 schwer kranke Patienten auf Krebsstationen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatten. Insgesamt sieben der Patienten sind nach UKE-Angaben inzwischen gestorben. Bereits Ende April hat die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen der Infektionen Ermittlungen aufgenommen. Sie beträfen Verantwortliche der Klinik und eine Reinigungskraft. Zuvor waren zwei Strafanzeigen eingegangen. Nach einer ersten Prüfung sei ein Anfangsverdacht bestätigt worden.

20:29 Uhr - Slowakisches Verfassungsgericht stoppt Handy-Überwachung

02.05.2020, Slowakei, Bratislava: Menschen mit Mundschutz gehen auf einem Marktplatz an den Ständen vorbei. Foto: Martin Baumann/TASR/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Coronavirus - Slowakei
© dpa, Martin Baumann, kk lix

Die slowakischen Gesundheitsbehörden dürfen vorerst nicht mehr die Handydaten ihrer Bürger gegen deren Willen überwachen. Das entschied das Verfassungsgericht in Kosice (Kaschau) am Mittwoch. Die höchste juristische Instanz der Slowakei gab damit einer Beschwerde der oppositionellen Sozialdemokraten gegen eine erst Ende März von der Parlamentsmehrheit beschlossene Novelle des Telekommunikationsgesetzes teilweise Recht.

Die von der konservativ-populistischen Parlamentsmehrheit beschlossene Gesetzesnovelle hatte der obersten staatlichen Gesundheitsbehörde den Zugriff zu den Handy-Lokalisierungsdaten der Mobilfunkbetreiber erlaubt, um damit zu verfolgen, wo sich mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte bewegen und mit wem sie sich treffen.

Der Präsident des Verfassungsgerichts stellte gegenüber Journalisten einschränkend klar, dass das Urteil die Gesetzesnovelle nicht völlig aufhebe, sondern nur vorerst außer Kraft setze. Auch hätten die Höchstrichter nicht grundsätzlich eine Handyüberwachung verboten, sondern lediglich beanstandet, dass die Gesetzesnovelle Zweck, Dauer und Kontrolle der außerordentlichen Maßnahme nicht ausreichend definiert habe.

20:16 Uhr – Schockierende Bilder aus Ryanair-Flugzeug

Szenen aus einem Ryanair-Flieger.
Unglaubliche Szenen aus einem Ryanair-Flieger.
© RTL, Alexandra Maude-Roxby

Stewardessen, die keinen Mundschutz tragen. Ein Flieger, der so überfüllt ist, dass Abstand halten unmöglich ist. Was sich am Wochenende auf diesem Ryanair-Flug abspielt, sorgt nicht nur bei vielen Nutzern in sozialen Netzwerken für Empörung und blanken Zorn. Alexandra Maude-Roxby hat die Szenen mit ihrem Handy festgehalten und schildert uns, was sie in dem Moment gedacht und gefühlt hat. Wie brechend voll der Flieger von London-Stansted nach Lissabon ist – in unserem Video.

Hier sehen sie das Video und lesen den ganzen Artikel

20:05 Uhr - UKE will tausende Kinder in Hamburg auf Corona testen

 Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - Hamburger Krankenhaus UKE - Universitäts-Klinikum - Symbolfoto Symbolbild - Gebäude Hauptgebäude Eingang LogoUniversitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - Hamburger Krankenhaus UKE - Universitäts-Klinikum - Symbol
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
© imago images/Chris Emil Janßen, Chris Emil Janssen via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) will tausende Kinder in Hamburg auf das neuartige Coronavirus testen. Damit solle unter anderem herausgefunden werden, inwieweit Kinder die Krankheit an Erwachsene weitergeben, teilte das UKE am Mittwoch mit. In die Studie C19.CHILD Hamburg sollen demnach Daten von rund 6000 gesunden und chronisch kranken Kindern und Jugendlichen mit und ohne Symptomen einer Covid-19-Infektion einbezogen werden, die stationär oder ambulant versorgt werden. An der Studie beteiligten sich neben dem Kinder-UKE auch alle anderen Hamburger Kinderkliniken.

"Im Rahmen der Studie wollen wir untersuchen, wie häufig sich Kinder und Jugendliche infizieren und wie anfällig sie für eine Covid-19-Infektion beziehungsweise für einen schweren Verlauf der Infektion sind", erklärte die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE, Ania C. Muntau. Zugleich solle erforscht werden, "wie groß das Risiko einer Verbreitung des neuartigen Corona-Virus durch asymptomatische Kinder ist und ob chronisch kranke Kinder ein größeres Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion haben als gesunde Kinder".

19:45 Uhr - "Zu unkoordiniert": Virologe Kekulé kritisiert Grenzöffnungen

 Alexander Kekul 2020-04-05, Berlin, Deutschland - Alexander Kekul , Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, zu Gast bei Anne Will im Ersten Deutschen Fernsehen. Thema der Talkrunde: Zw
Alexander Kekulé , Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiol
© imago images/Jürgen Heinrich, Jürgen Heinrich via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Der Virologe Alexander Kekulé hält die von der Regierung geplanten Grenzöffnungen für "ein bisschen zu schnell und zu unkoordiniert". Im MDR äußerte er die Befürchtung, dass das Corona-Virus langfristig immer wieder über die Grenzen eingeschleppt werde. Das betreffe nicht nur die unmittelbaren Nachbarländer, sondern auch entferntere Länder. Aus virologischer Sicht seien Grenzöffnungen verantwortbar, wenn es auf beiden Seiten der Grenze ähnlich viele Corona-Nachweise gebe und auch die Kontrollmechanismen ähnlich seien, argumentierte der Virologe der Universität Halle. Bei Österreich sei das sicher der Fall, bei Frankreich eher nicht. "Frankreich ist wesentlich schlechter aufgestellt bei der Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter als Deutschland", warnte Kekulé. Zudem sei die Ausbruchslage dort weniger unter Kontrolle.

19: 20 Uhr - Urintest soll schweren Covid-19-Verlauf vorhersagen

Forscher der Uni Göttingen haben herausgefunden, dass entzündete Nieren ein Frühwarnzeichen für eine bevorstehende schwere Covid-19-Erkrankung sein können. Schon ein einfacher Urintest soll Ärzten dabei helfen, einen schweren Covid-19-Verlauf früh genug zu erkennen. Hier geht's zur Meldung. 

19:13 Uhr - Virus-Krise wird bitterste Armut weltweit verstärken

Die Virus-Krise wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) zum Anstieg der bittersten Armut in der Welt beitragen. Etwa 34,3 Millionen Menschen würden wegen der Virus-Folgen in diesem Jahr wohl zusätzlich unter die Grenze für "extreme Armut" fallen, heißt es in Bericht der UN-Abteilung für Wirtschaft und Soziales. Besonders stark (56 Prozent) werde dies Menschen in Afrika treffen. "Extreme Armut" hängt laut UN-Definition nicht nur am Einkommen, sondern auch am Zugang zu Nahrung, sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen, einem Dach über dem Kopf und Dienstleistungen zu Gesundheit und Bildung. Der UN-Bericht sagt zudem für 2020 einen Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,2 Prozent und eine nur leichte Erholung im Jahr 2021 voraus.

18:15 Uhr - Flughäfen bereiten sich auf Fiebertests vor

Der reguläre Flugverkehr liegt in Deutschland momentan lahm, doch es gibt Konzepte, um das bald zu ändern. Mit Fiebertests für alle Passagiere etwa könne der Betrieb an den deutschen Flughäfen bald wieder aufgenommen werden, berichtet der "Spiegel" und beruft sich dabei auf Insider aus der Luftfahrtbranche. Konzepte seien bereits erarbeitet, damit in den kommenden Monaten wieder Passagierflugzeuge abheben und landen können. Doch die Fiebermessungen sind laut "Spiegel"-Bericht nur ein Teil von möglichen Maßnahmen an den Airports. Diskutiert würden auch ein gestaffeltes Einchecken der Passagiere und eine Alternative für Busfahrten vom Gate zum Flugzeug.

17:39 Uhr - Corona-Krise: Babys von Leihmüttern stecken in Ukraine fest

In der Ukraine können wegen der Corona-Einschränkungen Dutzende Leihmutterschaftskinder nicht von ihren ausländischen Eltern abgeholt werden. "In sozialen Netzwerken und auf der offiziellen Seite einer der Kiewer Kliniken wird ein Video verbreitet, in dem 46 Kinder gezeigt werden", schrieb die ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Ljudmila Denissowa am Mittwoch im Internet. Die Babys befänden sich derzeit in einem Kiewer Hotel.

Dem Video zufolge sind die Eltern der Kinder aus europäischen Staaten wie Deutschland und Österreich, aber auch aus den USA, Mexiko und China. Seit Mitte März dürfen Ausländer ohne Aufenthaltstitel wegen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr in die Ex-Sowjetrepublik einreisen. Zudem sind alle regulären internationalen Flugverbindungen gekappt. In dem Video fordert die Leihmutterschaftsfirma die Eltern auf, über ihre Regierungen Druck auf die Ukraine auszuüben. Das Land solle Sondererlaubnisse zur Abholung der Kinder erteilen.

17:30 Uhr - Loch-Atemmasken für die Cocktailbar entworfen

Atemmaske mit Loch für den Strohhalm
Eine Atemmaske mit Loch für den Strohhalm: Ist das sinnvoll?
© ellenmacomber.com

Mit Freunden einen Cocktail schlürfen - ohne dabei die Maske absetzen zu müssen. Klingt gut, oder?. Ellen Macomber, eine Schneiderin aus New Orleans, hat eine Atemmaske erfunden, die genau das möglich machen soll. Ihr Modell hat ein Loch auf Mundhöhe, durch das man einen Strohhalm hindurchstecken kann. Doch geht dadurch nicht jeglicher Schutz vor Corona verloren? Wir haben Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor Hygienezentrum Bioscientia, dazu befragt.

17:12 Uhr - Virologe Streeck wehrt sich gegen Vorwürfe

13.05.2020, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn, sitzt im Gesundheitsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags, u.a. mit einer aktuellen Viertelstunde zu «Corona-Fällen i
Coronavirus -Gesundheitsausschuss NRW-Landtag
© dpa, Marcel Kusch, mku cul

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich entschieden gegen Vorwürfe gewehrt, er habe seine Studie zum Corona-Infektionsgeschehen im Kreis Heinsberg vermarkten lassen. "Das war keine Vermarktung", sagte Streeck im Gesundheitsausschuss des Landtags. "Ich bin persönlich ganz schön davon getroffen, dass man das so darstellt." Er habe "in Rekordzeit" eine Studie erstellt - und dann sei es gar nicht mehr um die Studie gegangen, sondern ihm sei unterstellt worden, es sei ihm um die Frage von Lockerungen der Corona-Beschränkungen gegangen.

Streeck sagte, er sei in einer Situation gewesen, in der "unheimlich viele Menschen" an der Ausbreitung des Coronavirus interessiert gewesen seien. Er habe nicht mehr gewusst, wie er mit den ganzen Mails habe umgehen sollen und sei deshalb dankbar gewesen, dass ihm jemand "über die Schulter geschaut" habe. Heute wisse er: "Es ist doof gelaufen." Er habe auch "schlaflose Nächte" gehabt. Die Öffentlichkeitsarbeit für die Heinsberg-Studie durch die Berliner Agentur Storymachine hatte für Kritik gesorgt. Die Studie war im Auftrag der NRW-Landesregierung entstanden.

16:22 Uhr - Arbeitsminister will in Fleischindustrie "aufräumen"

Nach der Häufung von Corona-Infektionen in mehreren Schlachtbetrieben hat Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gesetzliche Konsequenzen in Aussicht gestellt. !Wir werden aufräumen mit diesen Verhältnissen!, versicherte Heil am Mittwoch bei einer Aktuellen Stunde im Bundestag. Das Corona-Kabinett werde am kommenden Montag Maßnahmen beschließen, die über die bisherigen Vorschriften hinausgingen, sagte er und beklagte die oft prekären Arbeits- und Wohnbedingungen von ausländischen Leiharbeitern in der Fleischwirtschaft. !Wir dürfen als Gesellschaft nicht weiter zugucken, wie Menschen aus Mittel- und Osteuropa in dieser Gesellschaft ausgebeutet werden.

Der Minister betonte, das derzeitige Subunternehmertum in der Branche sei die "Wurzel des Übels". Deshalb warb er dafür, grundsätzlich über die derzeit weit verbreiteten Werksvertrags-Konstruktionen nachzudenken. Darüber hinaus machte sich Heil für bundesweit verbindliche Kontrollquoten stark. 

16:15 Uhr - Wintersportort Ischgl ist wieder coronafrei

Der in den vergangenen Wochen als Corona-Hotspot kritisierte Wintersportort Ischgl in Österreich ist wieder coronafrei. Wie aus einer Informationssammlung des Landes Tirol hervorgeht, gibt es in der kleinen Gemeinde derzeit keinen aktiven Fall der Lungenkrankheit Covid-19. Auch in den weiteren Gemeinden im Paznauntal gibt es kaum noch Erkrankte. Am Mittwoch hat der Tiroler Landtag eine Kommission eingesetzt, um das Corona-Krisenmanagement der Landesregierung zu untersuchen. Auch Ischgl wird dabei im Fokus stehen. Von hier aus dürfte sich das Virus durch die vielen internationalen Gäste weit verbreitet haben.

Dem Land Tirol und der Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und zu spät den Skibetrieb gestoppt zu haben. Vor allem bei den vielen Après-Ski-Partys dürfte das Ansteckungsrisiko hoch gewesen sein. Einer der Vorwürfe lautet, dass dieses Risiko bei den Parties unterschätzt wurde. Die ganze Story sehen Sie in der großen TVNOW-Doku "Ischgl – Corona-Skandal in Österreich."

16:00 Uhr - Ferrari entwickelt Beatmungsgeräte

Der italienische Formel-1-Rennstall Ferrari hat mit seiner Technologie ein neuartiges Beatmungsgerät entwickelt, um Betroffenen in der Coronakrise helfen zu können. Das Gerät soll zur Optimierung des Sauerstoffverbrauchs eingesetzt werden und wurde unter dem Codenamen FI5 in nur fünf Wochen hergestellt.

"Die Herausforderung durch COVID-19 war eine, der wir uns annehmen wollten. FI5 ist der Beitrag, den wir als Scuderia leisten konnten, indem wir all das eingebracht haben, was ein Formel-1-Team, und was Ferrari besonders macht: seine Leidenschaft, seine Kreativität und sein Streben nach Verbesserung", sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.

15:39 Uhr - Razzia nach eskalierter Maskenpflicht-Kontrolle

Nachdem eine Maskenpflicht-Kontrolle am Wochenende in einem Troisdorfer Supermarkt in einer handfesten Schlägerei endete, gab es heute in dem Fall eine Razzia in Bonn und Troisdorf. Bei der Schlägerei, die gefilmt wurde, waren zwei Polizisten verletzt worden. Die Ermittler vermuten inzwischen, dass die Beamten in dem Supermarkt gezielt in eine Falle gelockt wurden. Demnach hätten die beiden Verdächtigen die Situation absichtlich provoziert. Auf dem Prügel-Video sind zudem Sätze der Angreifer zu hören, die in ihrer Wortwahl an Aussagen der Reichsbürger erinnern. Bei den Durchsuchungen wurden mutmaßliche Beweismittel gesichert, über die es aber noch keine genauen Details bekannt sind.

14:01 Uhr - Merkel: „Keinerlei Erhöhungen von Abgaben und Steuern geplant“

Die Bundesregierung plant nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel bisher zur Finanzierung der Corona-Krise keine Steuererhöhung. "Stand heute sind keinerlei Erhöhungen von Abgaben und Steuern geplant", sagte Merkel (CDU) am Mittwoch in Berlin im Bundestag. Es gehöre zu Politik, "dass wir zum jetzigen Zeitpunkt immer antworten, sonst wären wir ja Zukunfts-Vorherseher, und das maße ich mir nicht an", fügte sie hinzu.

Merkel verwies mit Blick auf die Lage der Wirtschaft und Arbeitnehmer auf staatliche Hilfen wie Kurzarbeit, Liquiditätshilfen und die Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomen. Sie sei froh, dass die Pandemie Deutschland in einer wirtschaftlich guten Situation erfasst habe. "Wir haben die Chance, es gut zu bewältigen. Aber ich sage nicht, dass niemand etwas merken wird."

13:36 Uhr - Merkel: „Lassen Sie uns mutig und wachsam sein“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht weiterhin eine Gefahr durch die Corona-Pandemie, aber auch erhebliche Erfolge im Kampf gegen das Virus. Man werde noch länger mit der Pandemie leben müssen. Es gebe noch kein Medikament dagegen und auch keinen Impfstoff. Es sei aber schon einiges geschehen, was Mut mache, sagte Merkel am Mittwoch in einer Regierungsbefragung, der sechsten mit der Kanzlerin insgesamt und der ersten in der Corona-Krise. Daher: "Lassen Sie uns mutig und wachsam sein."

Sie habe großen Respekt vor der Leistung der Länder, ebenso vor der im Gesundheitsdienst und in den Gesundheitsämtern, sagte Merkel weiter. Dort seien die Orte, wo die Infektionsketten nachvollzogen werden könnten. Die Neuinfektionen lägen in einem Bereich, "mit dem unser Gesundheitssystem zurecht kommen kann".

Wenn ein schwerer Rückfall verhindert werden könne, sei der Schutz des Lebens und der Wiederaufbau der Wirtschaft möglich, machte die Kanzlerin deutlich. Dazu seien weiter die Einhaltung des Mindestabstandes nötig und die Hygienemaßnahmen.

13:30 Uhr - Alle Wiener Haushalte bekommen Essens-Gutscheine für Lokale

In der Corona-Krise spendiert die Stadt Wien allen 950.000 Haushalten einen Gutschein für Restaurantbesuche in Höhe von bis zu 50 Euro. Das kündigte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Mittwoch an. Ein-Personen-Haushalte erhalten einen Bon von 25 Euro, Mehr-Personen-Haushalte einen 50-Euro-Gutschein. Dieser könne in allen teilnehmenden Restaurants und Kaffeehäusern bis Ende September eingelöst werden. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Alkoholische Getränke können mit Steuergeld nicht bezahlt werden.

13:24 Uhr - Spanien erwägt Grenzschließung bis Juli beizubehalten

Die spanischen Behörden erwägen nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, die Grenzen für die meisten Reisenden aus dem Ausland bis Juli geschlossen zu halten. Sobald die "neue Normalität" hergestellt sei, könnten die Grenzen für Schengen-Staaten geöffnet werden, sagt ein Vertreter des Außenministeriums und fügt hinzu: "Wir reden über eine Öffnung für diese Länder Anfang Juli."

13:15 Uhr - Österreich sieht keine baldige Chance auf Grenzöffnung zu Italien

Österreich wird seine Grenze zu Italien zunächst geschlossen halten. «Derzeit gibt es keine Basis dafür, über eine Grenzöffnung zu Italien nachzudenken», sagte Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch in Wien. Er verwies auf die immer noch hohen Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus im südlichen Nachbarland.

Zuvor hatten Österreich und Deutschland die Öffnung der Grenzen zum 15. Juni vereinbart, sofern beide Länder die Corona-Krise weiter im Griff haben. Eine ähnliche Vereinbarung erwartet Kurz mit den östlichen Nachbarländern der Alpenrepublik in den nächsten Tagen. Grundsätzlich sei bei Reisen zu bedenken, mit welchen Gästen aus anderen Ländern die Urlauber zusammenträfen. Diese Frage sei auf europäischer Ebene zu klären und stehe zum Beispiel bei Kroatien und Griechenland im Mittelpunkt.

13:01 Uhr - Niedersachsen wehrt sich gegen Öffnung von Fitnessstudio

Das Land Niedersachsen geht gegen die Öffnung eines Fitnessstudios im Kreis Osnabrück vor. Eine Beschwerde gegen die entsprechende Anordnung ging am Mittwoch beim Verwaltungsgericht Osnabrück ein, wie eine Behördensprecherin sagte. "Zurzeit wird die Begründungsschrift dazu vorbereitet", sagte ein Sprecher des Sozialministeriums in Hannover. Mit einer Verhandlung beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg will das Ministerium Rechtssicherheit und eine einheitliche Regelung für ganz Niedersachsen erreichen.

Nach dem vorläufigen Beschluss vom Montag durfte das Fitnessstudio in Bad Iburg wieder öffnen (3 B 23/20). Der Betreiber des Studios mit den Schwerpunkten Fitness, Rehasport und Physiotherapie hatte sich Ende April mit einem Eilantrag an das Gericht gewandt. Aus Sicht der Richter steht die aktuelle Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai 2020 dem Betrieb nicht entgegen. Über die Beschwerdepläne des Landes hatte zunächst der NDR berichtet.

12:48 Uhr - Niedersachsen testet alle Schlachthof-Mitarbeiter auf Coronavirus

Niedersachsen will sämtliche Schlachthof-Mitarbeiter nach Infektionen in Fleischbetrieben anderer Bundesländer auf das Coronavirus testen. Dabei gehe es um 23.700 Beschäftige in 183 fleischverarbeitenden Betrieben, kündigte Sozialministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch im Landtag in Hannover an. Getestet werden zunächst alle Mitarbeiter, die Symptome zeigen, und dann alle, die als Werkvertragsarbeiter möglicherweise mit von dem Coronavirus betroffenen Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein in Kontakt waren. Anschließend sollten sämtliche anderen Beschäftigten getestet werden.

12:45 Uhr - Seehofer hält Flüge nach China ab 15. Juni für möglich

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagt, er könne sich vorstellen, dass nach Ablauf der internationalen Reisewarnung am 15. Juni Flüge in und aus sicheren Regionen Chinas wieder möglich seien. Entscheidend sei dabei immer das jeweilige Infektionsgeschehen. China sei ein sehr großes Land, da seien regionale Regelungen sinnvoll.

12:42 Uhr - Maas will Reisewarnung schrittweise aufheben

Bundesaußenminister Heiko Maas will die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie schrittweise aufheben und mit europäischen Ländern beginnen. Einen Zeitpunkt dafür nannte er am Mittwoch aber nicht. "Für Europa wird es sicher früher möglich sein, die Reisewarnung aufzuheben als für andere Reiseziele - vorausgesetzt, dass sich der jetzige positive Trend in vielen Ländern verstetigt", erklärte Maas.

Der Außenminister deutete an, dass die Reisewarnung möglicherweise nicht für den gesamten europäischen Schengen-Raum - in dem es normalerweise keinerlei Grenzkontrollen gibt - gleichzeitig aufgehoben wird. "Ziel muss es sein, das Vorgehen in Europa so gut wie möglich abzustimmen, auch wenn sich die Lage von Land zu Land noch unterscheidet. Wir müssen nicht alle im selben Takt vorangehen, aber eben auch nicht im Wettlauf - und so, dass wir einander nicht auf die Füße treten", sagte der SPD-Politiker. Zum Schengen-Raum gehören 26 europäische Länder.

12:39 Uhr - Rheinland-Pfalz: Theater, Bäder und Fitnessstudios öffnen wieder

Fitnessstudios und Tanzschulen in Rheinland-Pfalz dürfen ab dem 27. Mai unter Auflagen wieder öffnen, zudem ist Vereinssport in Hallen dann wieder möglich. Auch Freibäder, Theater, Konzerthäuser und Kleinkunstbühnen öffnen dann wieder. Das teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz mit. Reisebusfahrten und Schiffsreisen sind ab 24. Juni unter Auflagen wieder möglich.

12:31 Uhr - US-kanadische Grenze bis 21. Juni wohl weiter dicht

Die Grenze zwischen den USA und Kanada wird einer Zeitung zufolge vermutlich noch bis zum 21. Juni für den nicht zwingend notwendigen Verkehr geschlossen bleiben. Kanada habe um eine weitere Verlängerung der Maßnahmen um 30 Tage gebeten, berichtet das Blatt "Globe and Mail" unter Berufung auf Insider. Die Zustimmung der Regierung in Washington gelte als sicher. Beide Staaten vereinbarten am 18. April bereits eine 30-tägige Verlängerung.

11:44 Uhr - Seehofer: Ab Samstag nur noch stichprobenartige Grenzkontrollen

Deutschland öffnet seine Grenzen ab Samstag wieder. Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigte am Mittwoch an, die im Zuge der Corona-Krise am 15. März eingeführten Binnengrenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich würden zwar grundsätzlich bis zum 15. Juni verlängert.

Allerdings solle ab Samstag an allen deutschen Grenzen nur noch stichprobenartig und nicht mehr systematisch kontrolliert werden. Die Grenze zu Luxemburg werde komplett geöffnet. Dies sei grundsätzlich auch bei Dänemark möglich. Dazu gebe es aber noch Beratungen der Regierungen. Voraussetzung für diese Regelungen sei, dass das Infektionsgeschehen weiter zurückgehe.

Es sei die "klare Zielsetzung" der Bundesregierung, dass es ab Mitte Juni wieder einen freien Reiseverkehr in Europa gebe, sagte Seehofer. Die Bundesregierung empfiehlt zudem, dass die Bundesländer die bestehenden Quarantäne-Vorschriften für EU-Binnenreisen aufheben. An den EU-Außengrenzen blieben die Regelungen bis zum 15. Juni in Kraft. 

11:30 Uhr - Seehofer lockert Grenzkontrollen - Kein Startsignal für Urlaubsreisen

Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an schrittweise gelockert werden. Auf touristische Reisen ins Ausland sollen die Bundesbürger aber auch in den kommenden Wochen weiter verzichten. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch mitteilte, enden die Kontrollen zunächst an der Grenze zu Luxemburg in der Nacht zum kommenden Samstag.

An der deutsch-dänischen Grenze sei Deutschland ebenfalls bereit, die Kontrollen einzustellen, "sobald die dänische Regierung ihre laufenden Konsultationen mit ihren jeweiligen Nachbarstaaten vollzogen hat". An den Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz sollen sie dagegen bis zum 15. Juni fortgesetzt werden.

11:12 Uhr - Spaniens Liga-Chef: Clubs werden Gehälter kürzen müssen

Die Fußball-Vereine der spanischen Primera División werden nach Meinung von Liga-Chef Javier Tebas nächste Saison die Spielergehälter aufgrund der Corona-Krise kürzen müssen. "Da gibt es keine Wahl", sagte Tebas auf einer Videokonferenz, wie spanische Medien am Mittwoch berichteten. Man müsse "realistisch" sein, "die Clubs dürfen nicht träumen", warnte Tebas.

In Spanien gibt es seit einiger Zeit Gehaltsobergrenzen, die vom Verband jede Saison für alle Proficlubs neu festgelegt werden. Meister FC Barcelona durfte in dieser Spielzeit dafür zum Beispiel höchstens gut 670 Millionen Euro, Real Madrid etwas mehr als 640 Millionen ausgeben.

11:08 Uhr - Erstmals seit zwei Monaten keine Neuinfektion in Thailand

Thailand meldet erstmals seit zwei Monaten keinen neuen Coronavirus-Fall. "Wir können alle erleichtert sein, aber nicht selbstgefällig", sagt ein Sprecher des Krisenzentrums der Regierung. Thailand verzeichnete am 13. Januar die erste Infektion mit dem neuartigen Virus außerhalb Chinas. Dabei handelte es sich um einen chinesischen Touristen. Seitdem haben die thailändischen Behörden 3017 Ansteckungen und 56 Todesfälle registriert. In der vergangenen Woche wurden erste Beschränkungen gelockert. Die Regierung erwägt, in der nächsten Woche Einkaufszentren wieder zu öffnen.

11:01 Uhr – EU: Airlines müssen Mittelplatz in Flugzeugen nicht frei lassen

Die EU-Kommission will als Teil ihrer Empfehlungen für die Tourismusbranche zur schrittweisen Wiederaufnahme des Reiseverkehrs Fluggesellschaften nicht vorschreiben, in Passagierkabinen die mittleren Sitzplätze unbesetzt zu lassen. Das Tragen von Masken in Flugzeugen und in Flughäfen soll allerdings erforderlich sein.

10:51 Uhr – Experten: Covid-19-Angst verzögert Krebsdiagnose und Therapie

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie warnt vor einem "immensen Schaden" für Krebspatienten, die aus Angst vor einer möglichen Covid-19-Erkrankung nicht rechtzeitig zum Arzt gehen. Deutsche Kliniken beobachteten, dass PatientInnen erst in sehr fortgeschrittenen Tumorstadien kämen und die Zahl der in Tumorkonferenzen vorgestellten PatientInnen mit frühen Verläufen sinke. Diagnose und Therapie könnten sich deshalb verzögern.

10:26 Uhr - 320 Festnahmen bei jüdischem Fest in Israel

In Israel hat die Polizei nach eigenen Angaben 320 Menschen nach Ausschreitungen während eines jüdischen Festes festgenommen. Die Wut hatte sich an Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entzündet, die den anlässlich des jährlichen Lag-Ba-Omer-Fests zusammengekommenen Gläubigen den Zugang zum Grab eines verehrten Rabbis verwehrten. Dutzende Menschen hätten versucht, am Dienstag in die Grabstätte zu gelangen, teilt die Polizei mit. Als die Polizei eingegriffen habe, sei es zu einem Gerangel mit Hunderten weiteren Menschen gekommen und es seien Gegenstände auf die Beamten geworfen worden.

09:55 Uhr - Viele Engländer kehren zu Arbeitsstellen zurück

Nach fast zwei Monaten strikter Ausgangsbeschränkungen sind am Mittwoch in England zahlreiche Menschen zu ihren Arbeitsstätten zurückgekehrt. Wer nicht von zu Hause aus seiner Beschäftigung nachgehen kann, soll der Regierung zufolge wieder in den Unternehmen arbeiten. Dies gilt vor allem für Angestellte in Industriebetrieben. Premierminister Boris Johnson hatte am Sonntag in einer Rede dazu aufgerufen, aber möglichst U-Bahn und Busse zu meiden.

09:34 Uhr - EU will freiwillige und grenzübergreifende Corona-Apps

Der Einsatz von Handy-Apps zur Nachverfolgung von Kontakten soll nach dem Willen der EU-Kommission freiwillig geschehen. Derartige Programme sollen zudem über Grenzen hinweg genutzt werden können, heißt es in Dokumenten der Kommission, die Reuters einsehen konnte.

09:22 Uhr - Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen eingebrochen

Die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen sind wegen der Corona-Krise eingebrochen. Da viele Verkehrsunternehmen Verbindungen einschränkten und Menschen aus Furcht vor Infektionen fern blieben, gingen die Zahlen im ersten Quartal um elf Prozent zurück, schätzte das Statistische Bundesamt am Mittwoch. Die Wiesbadener Behörde hat dafür die Daten einiger großer Verkehrsfirmen ausgewertet.

Besonders stark fielen demnach die Fahrgastzahlen im Eisenbahnnahverkehr einschließlich S-Bahnen. Hier erwarten die Statistiker ein Minus von 15 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum. Im Straßenbahnverkehr, zu dem Stadtbahnen, Hoch- und U-Bahnen sowie Schwebebahnen zählen, sowie im Busverkehr sanken die Fahrgastzahlen um 9 Prozent. Im Eisenbahnfernverkehr errechneten die Statistiker einen Rückgang von 13 Prozent im Zeitraum Januar bis März.

Im gesamten Eisenbahnverkehr, wo die Behörde detaillierte Daten hat, ist der Corona-Einbruch deutlich sichtbar: Während die Fahrgastzahlen im Nah- und Fernzügen im Januar und Februar noch das übliche Niveau erreichten, brachen sie im März um rund 40 Prozent ein.

09:05 Uhr – Röttgen: Grenzöffnungen an Infektionsgeschehen knüpfen

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnt davor, die EU-Binnengrenzen zu schnell wieder zu öffnen. Offene Grenzen seien für Europa zentral, aber Grenzöffnungen müssten sich nach dem Infektionsgeschehen der beteiligten Länder richten, zitiert der SWR den Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Die Grenze zu Luxemburg könne womöglich früher öffnen, die zu Frankreich werde wohl erst Mitte Juni wieder geöffnet werden. Das hänge auch von dem jeweiligen Nachbarland ab. Man müsse sicher sein, dass von zusätzlicher Mobilität keine zusätzliche Gefahr ausgehe. Der schnelle Wunsch, "irgendetwas zu öffnen, ist nicht nachhaltig".

08:59 Uhr - Konzept für Corona-Warn-App veröffentlicht

Die geplante deutsche App zur Nachverfolgung von Infektionsketten in der Coronavirus-Pandemie nimmt sichtbare Formen an. Am Mittwochmorgen veröffentlichten Europas größter Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom auf der Plattform Github ein erstes Konzept. Github ist die weltweit größte Plattform für die Entwicklung von Open-Source-Software.

Aus den Dateien auf Github geht hervor, dass die beiden von der Bundesregierung beauftragten Firmen auf das Know-how und den Programm-Code von drei vorhandenen Projekten aufsetzen. Als Grundlage dienen demnach die Protokolle DP-3T, TCN sowie die Spezifikationen von Apple und Google für iPhones und Android-Smartphones. DP-3T wurde unter anderem von Forschern der Hochschulen EPFL in Lausanne und ETH in Zürich entwickelt. Die TCN Coalition hatte sich aus dem Hackathon der Bundesregierung #WirVsVirus heraus zusammengefunden.

08:45 Uhr - Hausärzteverband: Wieder mehr Routineuntersuchungen

In den Hausarztpraxen in Niedersachsen laufen coronabedingt verschobene Routineuntersuchungen wie Blutentnahmen oder Verlaufskontrollen langsam wieder an. Vieles könne man nicht ewig aufschieben, sagte der Vorsitzende des Niedersächsischen Hausärzteverbandes, Matthias Berndt, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Mittlerweile würden auch Patienten mit Diabetes, Herzproblemen oder Lungenerkrankungen wieder gezielt einbestellt. Der Mediziner verwies darauf, dass Erkrankungen wie grippale Infekte, Sportverletzungen oder Magen-Darm-Probleme um mehr als 50 Prozent zurückgegangen seien. "Es scheint, dass die Abstandsregelung sowie Schließung von Kitas, Schulen und Büros für diese Entwicklung gesorgt haben."

08:26 Uhr - Britische Wirtschaft schrumpft um zwei Prozent

Die britische Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise stark geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Januar bis März um 2,0 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt am Mittwoch in London mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem noch größeren Minus von 2,5 Prozent gerechnet. Im Monat März allein brach das Bruttoinlandsprodukt mit 5,8 Prozent zum Vormonat so stark ein wie noch nie.

Großbritannien schneidet damit besser ab als andere große europäische Länder: Die französische Wirtschaft stürzte im ersten Quartal um 5,8 Prozent ab, die italienische Wirtschaft um 4,7 Prozent. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht am Freitag eine erste Schätzung für Deutschland: Hier erwarten Ökonomen ein Minus von 2,1 Prozent.

08:14 Uhr - Chinesische Stadt Jilin führt Reisebeschränkungen ein

Die nordostchinesische Stadt Jilin verhängt neue Reiserestriktionen zur Eindämmung des Coronavirus. "Die aktuelle Covid-19-Lage ist recht komplex und ernst und es besteht das gewaltige Risiko, dass das Virus sich weiter ausbreiten wird", begründen die Stadtbehörden die Maßnahme, die Einschränkungen im Passagierzugverkehr vorsieht. Zuvor hatte Jilin sechs neue Corona-Fälle gemeldet. Fünf davon konnten direkt zurückverfolgt werden zu einem Fall in dem nahe gelegenen Shulan, wo am Wochenende die Corona-Warnstufe wieder von "mittel" auf "hoch" heraufgesetzt werden musste.

07:50 Uhr - Hermes: Rund 40 Prozent mehr Sendungen im April

Wie auch die Deutsche Post hat der Paket-Zusteller Hermes während der Hochphase der Corona-Pandemie deutlich mehr Pakete zugestellt als sonst. Nach anfänglichen Rückgängen seien die Sendungsmengen im April um rund 40 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Erwartung gestiegen, teilte das Unternehmen vor der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit. Trotz dieser rasanten Entwicklung würden bundesweit mehr als 90 Prozent aller Sendungen durchgängig am nächsten Tag zugestellt, hieß es.

"Die Corona-Pandemie ist eine nie da gewesene Belastungsprobe und fordert Gesellschaft, Politik und Unternehmen", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Hermes Europe und Vorstand der Otto Group Services, Kay Schiebur. "Gleichzeitig zeigt sich jetzt mit Blick auf die Paketdienstleistung einmal mehr, wie elementar ein funktionierender Wettbewerb im Markt und damit einhergehende Wahlmöglichkeiten für die Kundinnen und Kunden sind."

07:10 Uhr - Grenzkontrollen zu EU-Nachbarn sollen gelockert werden

Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an den deutschen Grenzen sollen Koalitionskreisen zufolge gelockert, wohl aber am 15. Mai noch nicht völlig abgeschafft werden. Kanzlerin Angela Merkel sagte in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen am Dienstag, dass es Erleichterungen geben solle. Sie sprach aber zugleich von einem zweistufigen Prozess und verwies auch auf die Praxis in den Nachbarstaaten. Frankreich etwa wolle seine Grenzen nicht vor Mitte Juni völlig öffnen, fügte sie nach Auskunft von Teilnehmern hinzu. Das "Handelsblatt" berichtet unter Berufung auf den Elysee-Palast, dass sich Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron auf eine Wiederöffnung der deutsch-französische Grenze geeinigt hätten.

Merkel habe in der Fraktionssitzung angekündigt, dass das Kabinett am Mittwoch über die noch bestehenden Grenzkontrollen und -schließungen sprechen werde, hieß es aus Teilnehmerkreisen weiter. Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte nach Angaben aus Koalitionskreisen am Montag und Dienstag zahlreiche Gespräche mit den Nachbarländern und auch den Ministerpräsidenten der von Grenzkontrollen betroffenen Bundesländer geführt.

Die EU-Kommission will am Mittwoch eine schrittweise Öffnung der Grenzen im Schengenraum empfehlen. In einem Reuters vorliegenden Brief von 18 Europaabgeordneten der konservativen EVP-Parteienfamilie an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird ein Ende der "Grenzkontrollen an allen nationalen Grenzen zwischen EU-Mitgliedstaaten nach dem 15. Mai 2020" sowie die Aufhebung der Quarantäneregelungen für EU-Bürger gefordert.

07:03 Uhr - TUI streicht in der Corona-Krise 8000 Stellen

Der Reisekonzern TUI will wegen des Geschäftseinbruchs durch die Corona-Pandemie rund 8.000 Arbeitsplätze abbauen. TUI solle gestärkt aus der Krise hervorgehen. "Aber sie wird eine andere TUI sein und ein anderes Marktumfeld vorfinden als vor der Pandemie. Das macht Einschnitte erforderlich", erklärte TUI-Chef Fritz Joussen am Mittwoch. Damit soll etwa jede zehnte der mehr als 70.000 Stellen weltweit wegfallen.

06:59 Uhr – Agentur: Grenze zu Österreich soll am 15. Juni ganz öffnen

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden. Schon ab diesem Freitag werde es an den Grenzen nur noch stichprobenartige Kontrollen geben, bestätigte das Kanzleramt in Wien am Mittwoch der APA.

06:50 – Weniger Straftaten in NRW

Der Trend der rückläufigen Kriminalität während der Corona-Krise hat sich in etlichen Bereichen fortgesetzt. Nicht nur bei den Wohnungseinbrüchen, auch bei häuslicher Gewalt und Taschendiebstählen hielt der Rückgang in den ersten acht Wochen der Corona-Krise an. Das hat das NRW-Innenministerium auf Anfrage mitgeteilt. Es handele sich allerdings um vorläufige Zahlen.

Bei den Taschendiebstählen hat sich die Zahl der registrierten Fälle sogar mehr als halbiert. Nach 5.540 Taten im Vorjahreszeitraum waren es während der Corona-Krise nur noch knapp 2.400 - ein Rückgang um 57 Prozent. Die Zahl der Raubüberfälle sank um ein Drittel.

Die Zahl der Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt lag bei knapp 4300. Im Vorjahreszeitraum waren es 5.800. Das entspricht einem Rückgang von 26 Prozent. Etliche Experten hatten mit einem Anstieg gerechnet.

06:44 Uhr - CDU-Abgeordneter Schuster verteidigt anhaltende Grenzkontrollen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Innenexperte Armin Schuster verteidigt die anhaltenden deutschen Grenzkontrollen im Zuge der Corona-Krise. "Ich unterstütze ausdrücklich den Kurs des Bundesinnenministerium", sagt er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND, Mittwochsausgabe). "Wir sollten die Grenzkontrollen nicht sofort beenden, weil das nicht synchron laufen würde zu den inländischen Lockerungen. Außerdem behalten andere Länder ihre Grenzkontrollen ebenfalls bei. Würden wir die Kontrollen komplett aufheben, wäre es Gesundheitsämtern in bestimmten Landkreisen nicht mehr möglich, Infektionsketten nachzuvollziehen." Schuster sprach sich auch für die Fortführung der Quarantäne-Regelung aus.

06:36 Uhr - Mehr als 800 Corona-Tote in Brasilien in 24 Stunden

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Brasilien immer stärker. Nach den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Dienstagabend (Ortszeit) wurden erstmals mehr als 800 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert. Demnach lag die Zahl der von Montag bis Dienstag registrierten Opfer bei 881. Das ist ein neuer Negativrekord in dem südamerikanischen Land für diesen 24-stündigen Zeitraum.

Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 12.400 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 177.589 Infizierte wurden inzwischen gemeldet.

06:31 Uhr - Wuhan will Millionen Einwohner auf Coronavirus testen

Die zentralchinesische Stadt Wuhan will chinesischen Medienberichten zufolge sämtliche seiner elf Millionen Einwohner in Rekordzeit einem Coronavirus-Test unterziehen. Das berichteten mehrere chinesische Medien am Dienstag.

Demnach entschieden sich die Behörden zu der Maßnahme, nachdem Anfang der Woche in einem Wuhaner Wohngebiet nach einer längeren Phase ohne Erkrankungen in der Stadt sechs neue Infektionen feststellt wurden. Wie das Wirtschaftsmagazin "Caixin" berichtete, sollen die Menschen in Wuhan innerhalb von zehn Tagen getestet werden.

00:55 Uhr - EU-Wirtschaftskommissar kündigt Sommer-Tourismus an

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni stellt eine Tourismus-Sommersaison in Europa trotz des Coronavirus in Aussicht. "Wir werden definitiv im Sommer eine Touristensaison haben, allerdings mit Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen", sagt der Gentiloni der "Süddeutschen Zeitung". Die EU-Kommission will im Tagesverlauf Empfehlungen für die schwer von der Pandemie getroffene Tourismusbranche sowie eine vorsichtige Öffnung der Binnengrenzen in Europa vorlegen.

00:41 Uhr - Expertenprognose: Bis Ende Juli fast 150 000 Corona-Tote in den USA

US-Wissenschaftler gehen in einer aktualisierten Modellrechnung davon aus, dass es in den Vereinigten Staaten bis Ende Juli fast 150 000 Corona-Tote geben wird. Die höhere prognostizierte Opferzahl liege unter anderem an der in vielen Landesteilen beginnenden Lockerung der Corona-Auflagen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle am Dienstag. Die ganzen Auswirkungen der Lockerungen würden wegen der Zeit zwischen Ansteckungen, Tests, möglichen Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen erst in einigen Wochen klar werden, warnten sie.

00:26 Uhr - Bald offene Grenzen in Alpen?

Die Regierungen in Österreich und der Schweiz erwarten zeitnah einen Durchbruch bei der Debatte um die Öffnung der Grenzen. "Wir sind in einem sehr guten Austausch mit der Schweizer Regierung. Unser Ziel ist es, dass wir uns schon in den nächsten Tagen auf deutliche Lockerungen einigen und mit Juni die Grenzkontrollen vollständig beenden können", sagt Österreichs Kanzler Sebastian Kurz dem Schweizer Fernsehen SRF. Auch die Gespräche mit Deutschland würden gut laufen. Laut Kurz bremse Bayern im Vergleich zu Österreich und der Schweiz bei dem Thema allerdings.

Alle Meldungen vom 12. Mai 2020

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