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Amokläufer (18) von Uvalde soll vor der Tat mit Mädchen (15) aus Frankfurt gechattet haben

„Ich habe gerade meine Großmutter in den Kopf geschossen“

Amokläufer von Uvalde soll kurz vor Tat noch mit 15-Jähriger aus Deutschland geschrieben haben

 May 30, 2022
An der Grundschule in Uvalde wurden 19 Kinder und zwei Lehrerinnen erschossen.
www.imago-images.de, IMAGO/ZUMA Wire, IMAGO/Bob Daemmrich

Bevor er 19 Kinder und zwei Erwachsene an einer Grundschule in Uvalde im US-Bundesstaat Texas erschoss, soll der Täter (18) noch mit einer Jugendlichen aus Deutschland gechattet haben. Wie der US-Sender CNN berichtet, soll er der 15-Jährigen, die er aus dem Internet kannte, eine ganze Reihe alarmierender Nachrichten geschickt haben.

15-Jährige aus Frankfurt schrieb seit mehreren Wochen mit dem Täter

„Ich habe gerade meiner Großmutter in den Kopf geschossen“, schrieb er dem Mädchen beispielsweise. Auch die Schießerei an der Grundschule soll er per Textnachricht ankündigt haben: „Ich werde gleich eine Grundschule zerschießen“, ist in einem Screenshot der Unterhaltung, der CNN vorliegen soll, zu sehen.

Laut CNN sei das die letzte Nachricht an die 15-Jährige gewesen. Danach setzte der Amoktäter seinen blutigen Plan offenbar in die Tat um.

Laut CNN lebt das deutsche Mädchen, das mit dem Schützen in Kontakt stand, in Frankfurt. Die Jugendliche erzählte dem Sender im Interview, dass sie seit mehreren Wochen mit dem Täter geschrieben habe. Die beiden sollen täglich per FaceTime gesprochen, gemeinsam Online-Spiele gespielt und gechattet haben.

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Der 18-Jährige habe ihr Videos und Selfies geschickt und sogar vorgeschlagen, sie in Deutschland besuchen zu kommen. „Ich komme bald rübergeflogen“, zitiert der Sender eine weitere Nachricht des Tatverdächtigen an das Mädchen.

Doch diese Pläne setzte er nicht in die Tat um. Am Montag soll er der 15-Jährigen erzählt haben, dass er ein Päckchen mit Munition erhalten habe. Als das Mädchen fragte, was er damit vorhabe, soll er geantwortet haben, dass er eine Überraschung plane, sie solle einfach abwarten.

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Täter sagte Jugendlicher noch, dass er sie liebte, dann schoss er in der Grundschule um sich

Am Tag der Tat soll er die Jugendliche in Deutschland dann angerufen haben, um ihr zu sagen, dass er sie liebe. Etwa fünf Minuten später gestand er ihr dann per Textnachricht, dass er seine Großmutter erschossen hatte.

Das Mädchen sagte im CNN-Interview, dass der Täter eigentlich immer fröhlich ausgesehen und immer gern mit ihr gequatscht habe. Ihr sei aber aufgefallen, dass er anscheinend immer allein zu Hause war und nie erzählte, dass er Pläne mit Freunden hatte. Einmal habe er ihr erzählt, dass er tote Katzen auf Häuser in der Nachbarschaft geworfen habe.

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Amokschütze soll Tat auch in Facebookpost angekündigt haben

Nach Angaben von Gouverneur Greg Abbott soll der 18-Jährige die Tat auch in einem Post bei Facebook angekündigt haben. Er habe zunächst geschrieben, dass er seine Großmutter erschießen werde, sagte Abbott am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Sein zweiter Beitrag lautete demnach, dass er auf seine Großmutter geschossen habe. Etwa eine Viertelstunde vor der Ankunft an der Schule habe der 18-Jährige geschrieben, dass er in einer nicht namentlich genannten Grundschule um sich schießen werde, sagte der Gouverneur.

Abbott zufolge war der Schütze nicht vorbestraft. Es sei aber nicht sicher, ob der Amokläufer irgendwelche Eintragungen als Jugendlicher hatte. Das müsse noch ermittelt werde. Psychische Erkrankungen seien nicht bekannt, so Abbott. Der Gouverneur gab auch bekannt, dass der Schütze seiner Großmutter ins Gesicht geschossen habe - sie überlebte. In der Schule sei er dann in einen Klassenraum eingedrungen, der mit einem anderen verbunden gewesen sei. Dort habe er 19 Kinder und zwei Lehrer getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde. (jgr, mit dpa)