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Amoklauf von Uvalde

Der Amoklauf von Uvalde, in Texas, ereignete sich am 24. Mai 2022, als der 18-jährige Salvador R. in einer Grundschule 19 Kinder und zwei Grundschullehrerinnen erschoss.

Amoklauf von Uvalde picpool / dpa bildfunk

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Ein Amokläufer drang am 24. Mai mit einem Sturmgewehr in die „Robb Elementary School“ in Uvalde ein

Am 24. Mai 2022 schoss der 18-jährige Salvador R. zuerst seiner Großmutter ins Gesicht, bevor er mit dem Auto zur örtlichen Grundschule „Robb Elementary School“ in Uvalde fuhr, einer Kleinstadt im Süden des US-Bundesstaats Texas. Dort baute er einen Unfall, verließ das Auto und drang mit einer Schutzweste bekleidet, einem Rucksack und einem Sturmgewehr in die Schule ein. Dann eröffnete er mit einem Sturmgewehr das Feuer auf die Schüler und Lehrkräfte.

Bei dem Amoklauf wurden 19 Kinder getötet, sowie zwei Erwachsene. 17 weitere Menschen wurden verletzt. Die Großmutter des Täters überlebte.

Der Täter wurde nach rund einer Stunde von der Polizei erschossen und starb vor Ort.

Der Amokläufer wurde als Salvador R. identifiziert: Sein Motiv bleibt unklar

Der Amokläufer von Uvalde wurde als Salvador R. identifiziert. Der zum Tatzeitpunkt 18-jährige Teenager war selbst noch Schüler der „Uvalde High School“. Salvador R. lebte mit seinen Großeltern in der Nähe der Grundschule und soll sich kurz nach seinem 18. Geburtstag zwei Sturmgewehre gekauft haben. Die Tat soll er einer Internetbekanntschaft in Deutschland per Facebook-Chat im Vorfeld angekündigt haben.

Seine Mutter und Nachbarn beschreiben Salvador R. als einen ruhigen Einzelgänger mit wenig Freunden. Mitschüler und Freunde von ihm erzählen, dass der Teenager in der Schule aufgrund seines Sprachfehlers gemobbt wurde. Es sind weder Vorstrafen noch psychische Erkrankungen bekannt.

Das Motiv des Täters ist unklar, Ermittler gehen aber davon aus, dass Salvador R. als Einzeltäter agierte.

Der Amoklauf von Uvalde entfacht erneut die Diskussion um strengere Waffengesetze in den USA

Nach dem Amoklauf von Uvalde herrscht vor allem Bestürzung und Trauer in den Vereinigten Staaten. Gleichzeitig wird aber auch wieder die Forderung nach strengeren Waffengesetzen laut, da Amokläufe in den USA keine Seltenheit sind. So zählte das FBI im Jahr 2021 insgesamt 61 Amokläufe mit Schusswaffen, bei denen insgesamt 103 Menschen getötet wurden.

Mitgefühl für die Familien der Opfer von Uvalde

Nach dem Amoklauf in Uvalde sprach US-Präsident Joe Biden den Familien sein Mitgefühl aus und plädierte gleichzeitig in einer Rede für schärfere Waffengesetze. Auch US-Vizepräsidentin Kamala Harris forderte mehr politische Maßnahmen nach der tragischen Tat. Greg Abbott, der Gouverneur von Texas, hält hingegen am amerikanischen Recht auf Waffen fest.

Sowohl Frank-Walter Steinmeier als auch Olaf Scholz bekundeten US-Präsident Joe Biden und den Familien der Opfer ihr Beileid. Auch Herzogin Meghan besuchte die Gedenkstätte für die Opfer und nahm Abschied von den Todesopfern.

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