Teurer Spaß für den Steuerzahler

Abou-Chaker-Konflikt: Das kostet der Personenschutz für Rapper Bushido

27. August 2020 - 12:15 Uhr

Über eine halbe Million Euro pro Jahr für Bushidos Personenschutz

Umringt von einer Vielzahl an Bodyguards wird Bushido in den Gerichtssaal gebracht: Im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder ist das inzwischen ein gewohntes Bild. Und auch ein teures Vergnügen für den Steuerzahler, denn der Personenschutz für den Rapper und seine Frau Anna-Maria Ferchichi geht nach Angaben des Berliner Senatsabgeordneten Marcel Luthe richtig ins Geld. Über eine halbe Million Euro pro Jahr muss der Staat dafür berappen, wie der FDP-Politiker im Video vorrechnet.

Die Bodyguards lassen den Rapper nicht aus den Augen

Fünf Männer sind in Bushidos Nähe – wohin auch immer er geht. So auch am Mittwoch beim Prozesstag am Berliner Landgericht, wo er als Zeuge befragt wurde. Erst als der Rapper im Saal war, ließen ihn die Bodyguards aus den Augen. Rund 50.000 Euro pro Monat kostet das nach Luthes Rechnung, im Jahr also ungefähr 600.000 Euro und insgesamt bisher 1,2 Millionen Euro.

Bushido auch Nebenkläger im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker

In dem Prozess tritt Bushido auch als Nebenkläger auf. Clanchef Arafat Abou-Chaker (44) werden versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue vorgeworfen. Seine drei Brüder Yasser, Nasser und Rommel sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt.

Clan-Boss soll Bushido beleidigt und drangsaliert haben

Laut Anklage wollte Arafat Abou-Chaker nicht akzeptieren, dass sich Bushido als Geschäftspartner von ihm trennen wollte. Daraufhin sollen er und seine Brüder den Musiker, dessen Manager er war, beleidigt und drangsaliert haben.

Bushido fürchtete um die Sicherheit seiner Familie. Die Staatsanwaltschaft warf Arafat Abou-Chaker sogar vor, die Entführung von Bushidos Frau und ihren Kindern geplant zu haben.

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