Was hilft, wenn die eigenen Kinder „flügge” werden?„Ich hatte richtige Herzschmerzen!” Patricia Kelly litt am Empty-Nest-Syndrom

 Patricia Kelly zu Gast in der NDR Talk Show am 13.03.2020 in Hamburg NDR Talk Show am 13.03.2020 in Hamburg *** Patricia Kelly as guest of the NDR Talk Show on 13 03 2020 in Hamburg NDR Talk Show on 13 03 2020 in Hamburg PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY
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„Ich nicht wusste, woher der Schmerz in meinem Körper kam.”
Heute sind ihre Söhne Alex und Iggi 24 und 22 Jahre alt, leben seit einigen Jahren in anderen Städten und bringen ihre eigenen Karrieren voran. Auch wenn sie sich für ihre Kinder freut, war die Anfangszeit, als ihre Söhne „flügge” wurden, alles andere als leicht für Sängerin Patricia Kelly.

Herzschmerzen und Angst: Patricia Kelly litt am Empty-Nest-Syndrom

In einem aktuellen Interview mit Bunte erinnert sich Patricia Kelly (56) an die Zeit zurück, als ihr beiden Söhne Alex (24) und Iggi (22) das Familienheim verließen, um auf eigenen Beinen zu stehen. Besonders, als ihr jüngerer Sohn Iggi mit gerade mal 16 Jahren „flügge” wurde, habe die heute 56-Jährige gelitten. Von richtigen körperlichen Schmerzen berichtet die Sängerin im Interview.

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„Ich hatte richtige Herzschmerzen, hatte Angst. Ich bin dann zu meiner Ärztin und habe mich komplett durchchecken lassen, weil ich nicht wusste, woher der Schmerz in meinem Körper kam”, erzählt sie.

Doch mit der Diagnose, die ihre Ärztin dann stellte, hätte die Zweitälteste der Kelly-Geschwister vermutlich nicht gerechnet: „Irgendwann meinte meine Ärztin dann: ‘Alex und Iggi sind ausgezogen, ich glaube, das ist das Empty-Nest-Syndrom.’ Das war schlimm.”

Was ist das Empty-Nest-Syndrom?

Das „Empty-Nest-Syndrom”, zu Deutsch „Leeres Nest”, beschreibt die körperliche Reaktion eines Elternteils darauf, dass die eigenen Kinder das traute Heim verlassen. Meist sind die Mütter vom Empty-Nest-Syndrom betroffen. Es ist die Angst vor dem Alleinsein und die enorm enge Bindung zum Kind, die sie dann klammern lassen. Hinzu kommt, dass bislang vertraute Routinen wegfallen, es im Haus stiller wird, man öfter mit sich alleine ist. Manche Mütter leiden so stark darunter, dass sie sogar depressiv werden.

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Viele Mütter beschreiben sich selbst als egoistisch, wenn sie dem eigenen Kind so hinterhertrauern. Doch die neue Lebenssituation, plötzlich alleine im Zuhause zu sein und überall an das eigene Kind erinnert zu werden, ist ein Prozess, der Zeit braucht: Bis zu zwei Jahre kann das ungewollte Gefühl andauern, bis sich Eltern an die neue Situation gewöhnt haben.

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Patricia Kelly: Eine neue Heimat gegen den Schmerz

Patricia Kelly fand in dieser schwierigen Zeit Halt bei Ehemann Denis Sawinkin (52), sowie bei den beiden Familienhunden, wie sie Bunte erzählt. Dennoch habe das Ehepaar nach dem gravierenden Einschnitt etwas ändern müssen. Patricia und Denis hätten sich räumlich verkleinert, ihr großes Familienhaus gegen ein 145-Quadratmeter-Heim eingetauscht. Wie Patricia Kelly im Interview verrät, habe sich diese Veränderung als heilsam erwiesen.

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Außerdem helfe es, den Fokus wieder auf sich selbst zu legen, erklärte die systemische Beraterin Ruth Marquardt in einem früheren RTL-Interview. Eltern sollte sich fragen: Was möchten sie eigentlich? Woraus besteht das Leben denn noch? Was möchten man mit sich anfangen? Man könnte die neu gewonnene Freiheit zum Beispiel nutzen, um wieder mehr gemeinsame Zeit zu verbringen, alte Hobbys aufleben zu lassen und Zeit mit Freunden zu verbringen. Das schafft neue Lebensinhalte und hilft auch über die Traurigkeit über den Auszug des Kindes hinweg.

Verwendete Quelle: Bunte.de