Die Deutschen sind auf den Hund gekommen — mehr als 12,5 Millionen Hunde leben in Deutschland und jeder von Ihnen ist ein wichtiges Familienmitglied. Doch wie wir Menschen, werden auch unsere geliebten Vierbeiner von Zeit zu Zeit krank, und es gibt nichts Schlimmeres, wenn zu den Sorgen um Ihren Liebling auch noch Geldsorgen hinzukommen. Immer mehr Hundehalter entscheiden sich für Hundekrankenversicherungen, um Ihren Hund und Ihren Geldbeutel abzusichern. Damit Sie sich im Dschungel der Hundeversicherungen zurechtfinden, haben wir einen umfassenden Ratgeber für Sie erstellt.
Warum ist eine Hundekrankenversicherung so wichtig?
Seit November 2022 gilt die neue GOT (Gebührenordnung für Tierärzte), wodurch sich Tierarztkosten deutlich erhöht haben. Es gibt deshalb mehr als nur einen guten Grund für eine Hundekrankenversicherung — aber überzeugen Sie sich lieber selbst:
Die steigenden Kosten tierärztlicher Behandlungen
Tierarztkosten steigen jährlich an. Hundebesitzer zahlen bis 35 Euro für eine Impfung und bis zu 70 Euro für einen Routinecheck. Kastrationen liegen preislich zwischen 70 und 190 Euro. Jährlich müssen Hundebesitzer durchschnittlich 100 bis 200 Euro Vorsorgekosten einplanen. Eine Forsa-Studie zum Thema Hundeversicherungen bestätigt dies. Die besten Hundekrankenversicherungen übernehmen einen Großteil dieser Tierarztkosten.

Unvorhergesehene Unfälle und Krankheiten
Die Kosten liegen schnell im drei- oder vierstelligen Bereich, wenn eine größere OP ansteht oder eine längere Behandlung notwendig ist. OPs wie Kreuzbandriss, Amputationen oder Knochenbrüche können bis zu 1.600 Euro kosten. Mit Hundekrankenversicherungen müssen Sie sich keine Sorgen um hohe Kosten machen, denn die Hundeversicherung übernimmt die Tierarztkosten für Sie.
Seelenfrieden für Hundebesitzer
Neben den hohen Arztkosten spricht eins ganz klar für eine Hundekrankenversicherung: Sie leben wesentlich ruhiger, wenn Sie sich keine Sorgen um unerwartete Zahlungen machen müssen. Sie zahlen monatlich einen kleinen Betrag in die Hundeversicherung ein, und diese übernimmt im Krankheitsfall die Kosten für Sie. Sie sind also finanziell abgesichert, egal was kommt.
Wie wählt man die richtige Hundeversicherung aus?
Es gibt nicht nur eine Art und Weise, Ihren Liebling zu schützen, und wenn Sie die richtige Hundeversicherung auswählen wollen, dann sollten Sie diese drei Arten der Hundeversicherungkennen:
- OP-Hundeversicherung: Eine OP-Hundeversicherung sichert Ihren geliebten Vierbeiner ab, wenn eine OP medizinisch notwendig ist. Gefahren lauern überall — im Straßenverkehr, beim Spielen, auf dem Fahrradweg und sogar zu Hause. Egal ob Giftköder, Scherben auf dem Boden oder ein kampflustiger Hund, eine OP-Hundeversicherung deckt OP-Kosten, Vor- und Nachuntersuchungen, stationäre Unterbringung sowie Medikamente und Verbandsmaterial ab.
- Wellness- und Vorsorgepläne: Ein Vorsorgeplan konzentriert sich einzig und allein auf nicht versicherbare Leistungen, die beim Tierarzt anfallen. Dazu gehören Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Wurmkur, Zahnvorsorge und Flohbehandlung.
- Hundekrankenversicherung Vollschutz: Eine Hundekrankenversicherung Vollschutz deckt Tierarztkosten ab, die wegen der Behandlung einer Krankheit, Vorsorgeuntersuchungen oder für Impfungen oder Kastration anfallen. Ein OP-Schutz ist ebenfalls enthalten. Eine Hundekrankenversicherung Vollschutz vereint Vorsorgeplan mit OP-Versicherung.

Was deckt eine Hundeversicherung ab?
Hundekrankenversicherungen gibt es viele auf dem Markt, jedoch sind nicht alle gleich. Was sollte eine gute Hundekrankenversicherung abdecken? Die folgenden Leistungen sollten in einer guten Hundeversicherung enthalten sein.
Unfall-/ OP-Versicherung für Hunde:
- Operationsvorbereitende Untersuchungen
- Injektionen und Intensivüberwachung
- Stationäre Unterbringung in der Tierklinik
- Operationen unter Voll- sowie Teilnarkose
- Nachbehandlungen und Folgeuntersuchungen
- Arzneimittel, Verbrauchsmaterial
Hundekrankenversicherung Vollschutz:
- alle Leistungen einer Unfall/OP-Versicherung
- ambulante Untersuchungen, auch bei chronischen Krankheiten
- Vorsorgeleistungen wie Wurmkuren, Impfungen und Zeckenbehandlung
- Zahnbehandlungen
- Medikamente, Verbrauchsmaterial und Hilfsmittel
- Alternative Heilmethoden
Zusätzlich bekommen Sie bei vielen Hundeversicherungen einige Extras geboten:
- Auslandsschutz
- Tierpension
- Verhaltenstherapie
- Tierarztsprechstunde per Video
Erfahrungsberichte von Hundebesitzern
Die zahlreichen Vorteile von Hundeversicherungen spiegeln sich in diesen Erfahrungen wider:
“Wir haben uns vor Kurzem entschieden, einen Welpen (Sunny) in unsere Familie aufzunehmen. Er hat sich super entwickelt und schenkt uns viel Freude. Leider haben wir festgestellt, dass seine Milchzähne nicht rausfallen wollten, was ihm große Schmerzen bereitete. Die OP kostete 725 Euro, was uns finanziell ziemlich weh tat. Wir haben die Rechnung noch am selben Tag bei der Hundeversicherung eingereicht, und in wenigen Minuten eine Eingangsbestätigung bekommen und nach wenigen Tagen wurde der volle Betrag zurückerstatten. Ich bin der Hundekrankenversicherung so dankbar für die unkomplizierte und schnelle Abwicklung.” Sven R. aus Leipzig
“Wir haben eine französische Bulldogge, Luna. Nun ist sie erkrankt, hat mehrere Tierarztbesuche hinter sich. Wir haben die Tierarztrechnungen eingereicht und diese wurden sofort bearbeitet — die sehr unkomplizierte Abwicklung ist ein mega Service. Wir sind froh eine Hundeversicherung (Kranken/OP sowie Haftpflicht) abgeschlossen zu haben und würden eine Hundekrankenversicherung jedem Hundehalter empfehlen.” Tanja M. aus München

Um Ihnen die finanzielle Einsparung dank Hundeversicherungen zu veranschaulichen, haben wir für Sie ein Fallbeispiel:
Ihr Hund Leo verschluckt beim Spielen Ihre Lieblingssocke. Der Fremdkörper kann im Darm lebensbedrohlich für Ihren Hund sein — Leo muss operiert werden. Die OP- und Behandlungskosten belaufen sich auf insgesamt 2.000 Euro. Ohne Hundekrankenversicherung bezahlen Sie den vollen Betrag. Haben Sie eine Hundeversicherung für Leo abgeschlossen, beläuft sich Ihr Anteil bei 90 % Erstattungssatz auf lediglich 200 Euro, den Rest übernimmt Ihre Hundeversicherung.
Wie wählt man die beste Hundekrankenversicherung aus?
Sie suchen nach einer Hundekrankenversicherung ohne Wartezeit? Brauchen einen Auslandsschutz für Ihren Vierbeiner? Oder soll die Hundekrankenversicherung günstig sein? Unter den zahlreichen Anbietern kann man schon mal überfordert sein.
Um die beste Hundekrankenversicherung für Ihre Bedürfnisse zu finden, sollten Sie den Anbieter nach Kriterien wie Versicherungsleistung, Erstattungskosten und Selbstbehalt auswählen, dazu aber später mehr. Seien Sie sicher — es gibt für jeden Hundehalter die passende Hundeversicherung. Im Hundekrankenversicherung Vergleich schneiden die folgenden Tierkrankenversicherungen auf dem deutschen Markt am besten ab:
Häufige Missverständnisse und wichtige Tipps
Bei der Wahl der richtigen Versicherung im Hundekrankenversicherung Vergleich kann es hin und wieder zu Missverständnissen und Unklarheiten kommen. Deshalb möchten wir Ihnen ein paar wichtige Tipps mitgeben, damit Sie und Ihre geliebte Fellnase optimal geschützt und versorgt sind:
Was deckt eine Hundekrankenversicherung nicht ab?
Bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden, sollten Sie die Vertragsbedingungen genau durchlesen und sich darüber im Klaren sein, was nicht in der Leistung enthalten ist. Geben Sie auf folgende Punkte Acht:
- Wenn Sie lediglich eine OP-Versicherung abschließen, sind die Beiträge zwar niedriger, die darauffolgende Behandlungen sind jedoch nicht enthalten.
- Vorerkrankungen werden leider nicht abgedeckt. Wenn Ihr Vierbeiner also schon vor Abschluss der Hundeversicherung an Beschwerden leidet, ist dessen Behandlung nicht abgedeckt.
- Etwa 50 % aller Hunde über 10 Jahre erkranken an einer Form von Krebs. Viele Anbieter schließen die Behandlung von Krebs deshalb aus.
- Viele Versicherungsanbieter schließen ältere Hunde vom Versicherungsschutz aus, da sie als anfälliger für gesundheitliche Probleme gelten.
- Kein so schönes Thema: Bestattungskosten für Hunde können sehr hoch ausfallen. Viele Hundekrankenversicherungen übernehmen die Kosten für die Euthanasie, doch die Kosten für eine Einäscherung oder Beerdigung werden nicht übernommen.
- Bestimmte Hunderassen werden von manchen Versicherungsanbietern ausgeschlossen oder müssen höhere Beiträge zahlen, weil sie ein höheres Risiko für genetisch bedingte Krankheiten haben.
- Hundekrankenversicherungen decken keine experimentellen Behandlungen wie DNA-Tests oder Klonen ab.
- Die Kosten für schönheitsbedingte Behandlungen wie Fellpflege werden in der Regel nicht übernommen.

Die Rolle von Alter und Rasse bei der Hundeversicherung
Besonders Klauseln, die Behandlungen zur Korrektur angeborener oder genetischer Anomalien ausschließen, sind tückisch. Gerade bei Rassehunden sind viele gesundheitliche Probleme genetisch bedingt oder lassen sich leicht auf eine genetische Prädisposition zurückführen, z. B. Atemprobleme beim Mops oder bei Bulldoggen, Gelenkkrankheiten beim Schäferhund oder Dackellähme bei Dackel, Pinscher, Pekinesen und Cockerspaniel.
Unterschied zwischen Kranken- und Haftpflichtversicherung
Sie wissen, was der Unterschied zwischen einer Hundekrankenversicherung Vollschutz und einer Unfall/OP-Versicherung ist — doch wie sieht es mit einer Haftpflichtversicherung für Hunde aus?
Eine Hundehaftpflicht tritt dann in Kraft, wenn Ihr Hund Schäden bei Dritten verursacht. Dazu zählen Sachschäden wie eine kaputte Vase oder ein zerkratztes Sofa, Personenschäden wie ein Hundebiss und daraus folgende Vermögensschäden wie ein Neukauf oder notwendige Behandlungen.
Fazit: Ist eine Hundekrankenversicherung sinnvoll?
Unser Hundekrankenversicherung Vergleich und Test hat gezeigt: Eine Hundekrankenversicherung ist sinnvoll, damit Sie sich als Hundehalter im Falle von Krankheit oder Unfall keine Sorgen um die Tierarztrechnung machen müssen. Auch für die Vorsorge ist eine Hundeversicherung ratsam, denn diese übernehmen Kosten für Impfungen oder Wurmkuren und die Behandlung kleiner Wehwehchen, die in der Summe einen hohen Gesamtbetrag erreichen können.
Achten Sie bei der Wahl des Versicherungsanbieters auf Leistungen, Erstattungskosten, Selbstbehalt und Besonderheiten im Zusammenhang mit Alter, Rasse und Vorerkrankungen. Nutzen Sie die oben genannten Tipps, um die beste Hundekrankenversicherung für Sie und Ihre Fellnase zu finden. Denn eins ist sicher: (Tier-)Gesundheit geht vor.
FAQs zu Hundekrankenversicherungen
Warum variieren die Prämien so stark zwischen den Anbietern?
Da sich die Leistungen bei Hundekrankenversicherungen stark unterscheiden, sind die Prämien dementsprechend unterschiedlich. Soll die Hundekrankenversicherung günstig sein, müssen Sie auch bei den Leistungen Abstriche machen.
Kann ich meinen Tierarzt weiterhin besuchen, wenn ich versichert bin?
Ja, mit einer Hundekrankenversicherung können Sie Ihren Tierarzt frei wählen.
Gibt es eine Altersgrenze für die Versicherung meines Hundes?
Das kommt auf den Versicherungsanbieter an. Bei Anbietern wie Lassie oder Figo gibt es keine Altersbeschränkung für Hunde.
Welche Rassen gelten als teurer in der Hundekrankenversicherung?
Zu den Rassen, die teurer zu versichern sind, gehören: Deutsche Dogge, Englische und Französische Bulldogge, Berner Sennenhund, Kaukasische Owtscharka, Irischer Wolfshund, Golden Retriever, Rottweiler und Stock Corso.
Kann ich eine Hundekrankenversicherung für ältere Hunde abschließen?
Ja, die meisten Versicherungsanbieter haben keine Altersgrenzen für einen Versicherungsschutz — jedoch müssen Sie mit höheren Tarifen rechnen.
Wie lange dauert die Bearbeitung meiner Versicherungsanmeldung?
Das hängt ganz vom Anbieter ab. Suchen Sie nach einer Hundekrankenversicherung ohne Wartezeit, empfehlen wir DA Direkt oder PETPROTECT.
Gibt es Ausnahmen für bereits bestehende Gesundheitsprobleme meines Hundes?
Die meisten Hundekrankenversicherungen decken die Behandlung von chronischen Krankheiten ab. Sollte jedoch eine Krankheit vor Versicherungsbeginn auftreten, werden Ihnen die Kosten nicht erstattet.
Welche zusätzlichen Deckungsoptionen sollte ich für meinen Hund in Betracht ziehen?
Neben einer Hundekrankenversicherung Vollschutz können Sie eine Hundehaftpflicht in Betracht ziehen, die Sie vor hohen Kosten im Falle eines Schadens gegenüber Dritten absichert.
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