Aktionswoche für mehr Respekt im NetzHass, Hetze, Grenzfälle: Wer entscheidet, was im Netz zu weit geht?

Die Entscheidung, wo Meinungsfreiheit endet, ist schwierig – und trotzdem muss sie getroffen werden.
Die Entscheidung, wo Meinungsfreiheit endet, ist schwierig und trotzdem muss sie getroffen werden.
RTL

Was Nutzer posten, müssen andere aushalten und sortieren.
Hass im Netz betrifft Influencer, Politiker und ganz normale Nutzer gleichermaßen. Auch Redaktionen müssen sich täglich damit auseinandersetzen. Mit der Aktionswoche „Wir gegen Hass – die Woche für mehr Respekt im Netz” machen bremische Medien und Behörden gemeinsam auf die Folgen aufmerksam und zeigen, warum Wegsehen keine Option ist.

Redaktionen zwischen Meinung und Hass

Was im Netz gepostet wird, landet oft ungefiltert bei denen, die es moderieren müssen. Als Head of Online und Social Media bei RTL Nord prüft Lisanne Vernunft täglich Kommentare. Die bewegen sich auf einem schmalen Grat zwischen Meinungsfreiheit und klaren Grenzüberschreitungen, gegen die juristisch vorgegangen werden kann. Eine Abwägung, die von der Bremischen Landesmedienanstalt (brema) unterstützt wird. Die brema berät und greift bei Verstößen ein.

Die eigentliche Arbeit bleibt oft an den Redaktionen hängen: Moderieren, löschen, abwägen. Ein aufwendiger Kraftakt. Die großen Plattformen, so Lisanne Vernunft, kommen ihrer Verantwortung bislang nur unzureichend nach. Klar ist: Was online geschrieben wird, hat reale Auswirkungen und jemand muss die Grenze ziehen. Wie das bei RTL Nord abläuft, seht ihr im Video.

„Wir gegen Hass – die Woche für mehr Respekt im Netz”

Mit der Aktionswoche „Wir gegen Hass – für mehr Respekt im Netz“ machen Medien und Behörden gemeinsam auf die Folgen von Hass im Netz aufmerksam.
Mit der Aktionswoche „Wir gegen Hass – für mehr Respekt im Netz“ machen Medien und Behörden gemeinsam auf die Folgen von Hass im Netz aufmerksam.

Vom 20. bis zum 26. April läuft die Aktionswoche „Wir gegen Hass – die Woche für mehr Respekt im Netz”. Initiiert wurde sie vom Bündnis „Resignation ist keine Option”, kurz RIKO, in dem die Bremische Landesmedienanstalt, Strafverfolgungsbehörden und mehrere bremische Medienhäuser teilnehmen. Ihr gemeinsames Ziel: Hass im Netz sichtbar machen, Betroffene stärken und klarstellen, dass auch im digitalen Raum Regeln gelten. Die Inhalte aller teilnehmenden Medien findet ihr hier.