Letzter Castor-Transport angekommenTonnenweise radioaktive Abfälle erreichen Schleswig-Holstein

Atommüll auf dem Weg nach Brokdorf.
Der letzte Transport mit radioaktiven Abfällen aus Sellafield in Großbritannien hat am Dienstag (16. Juni) Deutschland erreicht. Bis es ein Endlager gibt, sollen die radioaktiven Abfälle in Schleswig-Holstein zwischengelagert werden.
Über 100 Tonnen schwerer Behälter mit Atommüll
Mit sieben Behältern radioaktiver Abfälle traf der letzte Castor-Transport aus der britischen Aufarbeitungsanlage Sellafield am Dienstagmorgen in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) ein. Am Mittwoch (17. Juni) soll der Atommüll in das Zwischenlager des stillgelegten Kernkraftwerks Brokdorf (Kreis Steinburg) gebracht werden.
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Nach Angaben der zuständigen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung werden nach Ankunft im Zwischenlager verschiedene Messungen und Kontrollen an den Behältern durchgeführt. Anschließend soll der über 100 Tonnen schwere Behälter auf einen Stellplatz im Lagerbereich gebracht und an ein Überwachungssystem angeschlossen werden. Wie es danach mit den Abfällen weitergeht, ist allerdings unklar.
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Insgesamt 83 Behälter lagern in Brokdorf
Das Zwischenlager soll 100 Stellplätze für Behälter bieten. Aktuell lagern dort 76 Castor-Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Brokdorf. Mit der Aufnahme der sieben Behälter aus Großbritannien endet der Einlagerungsbetrieb am Standort. Die insgesamt 83 Behälter bleiben dort, bis sie in ein Endlager gegeben werden.

Bei dem ankommenden Atommüll handelt es sich um Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken, die in England aufgearbeitet wurden. Deutschland hat sich zur Rücknahme der Abfälle verpflichtet. Bis 2005 wurden laut der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert.
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Die dabei angefallenen hochradioaktiven Abfälle wurden größtenteils bereits nach Deutschland zurückgebracht. Insgesamt gibt es 16 Zwischenlager in Deutschland. Endlager, in denen auf Hunderttausende Jahre hinweg strahlender Atommüll sicher gelagert werden soll, gibt es bisher nicht. (dbr/dpa)

































