Zu wenig Geld, zu hohe KostenWarum ihr heute bei vielen Apotheken vor verschlossenen Türen steht

Jetzt werden auch die Apotheker laut!
Bundesweit bleiben in vielen Apotheken am Montag (23. März) die Türen geschlossen. Apotheker protestieren gegen ihre schlechte wirtschaftliche Lage und die ausbleibende Hilfe aus der Politik. Seit 2013 sind ihre Honorare unverändert geblieben, die Kosten aber gleichzeitig um 65 Prozent gestiegen.
Zahl der Apotheken sinkt deutlich
Die Zahl der Apotheken schrumpft bundesweit. Ende 2025 gibt es in Deutschland 16.601 Apotheken und somit 440 weniger als noch im Jahr zuvor. Dem Landesapothekerverband zufolge wurden die Honorare der Apotheker seit 2013 nicht angepasst. Die Kosten seien in diesem Zeitraum allerdings um 65 Prozent gestiegen.
Um dem Trend entgegenzuwirken, haben Union und SPD die Erhöhung des Fix-Bestandteils des Honorars für Apotheker im Koalitionsvertrag festgelegt. Statt 8,35 Euro pro Packung sollte es zukünftig 9,50 Euro geben. Wegen der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen wurde die Erhöhung allerdings zurückgestellt, jetzt gehen die Apotheker auf die Straße.
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Zentrale Demonstrationen in mehreren großen Städten
Seit Jahren erhofft sich die Branche eine Anhebung des Honorars, jetzt soll Druck auf die Bundesregierung ausgeübt werden. Zentrale Kundgebungen und Demonstrationen sind in Berlin, München, Düsseldorf und Hannover geplant. Apotheken sind in ganz Deutschland zur Schließung ihrer Türen aufgerufen; wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände vorab mitteilte, soll der Notdienst aber geöffnet bleiben.
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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte bereits an, die Erhöhung jetzt angehen zu wollen und im Frühjahr eine entsprechende Verordnung vorzulegen. (dst)
Verwendete Quellen: dpa
































