Kollegen gedenken Yasmin und AlexanderTrauer um ermordete Polzisten in Kusel: „Es gibt Tage, an denen die Worte nicht ausreichen”

Auf einem Holzbrett in Herzform ist an einer Landstraße zwischen Kusel und Ulmet an einer Gedenkstätte für zwei getötete Polizisten die Aufschrift „Ihr fehlt! Alex Yasmin“ aufgebracht.
Auf einem Holzbrett in Herzform ist an einer Landstraße zwischen Kusel und Ulmet an einer Gedenkstätte für zwei getötete Polizisten die Aufschrift „Ihr fehlt! Alex Yasmin“ aufgebracht.
picture alliance/dpa | Uwe Anspach

„Unsere Trauer bleibt. Unser Gedenken bleibt.“
Vier Jahre nach dem Mord an zwei jungen Polizisten bei Kusel gedenkt die Polizei der Opfer. „Der 31. Januar ist und bleibt ein Tag, der sich unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis der Polizei Rheinland-Pfalz eingebrannt hat“, teilte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit.

Polizisten werden bei Kontrolle von Wilderer erschossen

Vier Jahre nach dem Mord an zwei jungen Polizisten bei Kusel gedenkt die Polizei der Opfer. „Der 31. Januar ist und bleibt ein Tag, der sich unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis der Polizei Rheinland-Pfalz eingebrannt hat“, teilte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit. „Unsere Trauer bleibt. Unser Gedenken bleibt.“

Yasmin B.
Yasmin B. wurde nur 24 Jahre alt
privat

Lese-Tipp: Polizisten in Kusel bei Routine-Kontrolle durch Kopfschüsse getötet - Yasmin (24) und Alexander (29) starben im Einsatz

Die 24 Jahre alte Polizeikommissaranwärterin und der 29 Jahre alte Polizeikommissar waren am 31. Januar 2022 bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle von einem Wilderer erschossen worden. „Yasmin und Alexander wurden aus dem Leben gerissen, während sie ihren Dienst versahen.“ Das bleibe bis heute unfassbar.

„Jeden Tag, wenn wir unsere Uniform anziehen, denken wir an euch”

„Es gibt Tage, an denen die Worte nicht ausreichen. Tage, an denen wir spüren, wie sehr ihr fehlt“, sagte Polizeipräsident Hans Kästner vom Polizeipräsidium Westpfalz in Kaiserslautern anlässlich des Jahrestages. „Jeden Tag, wenn wir unsere Uniform anziehen, denken wir an euch. An euren Mut, eure Entschlossenheit und eure Menschlichkeit.“

Alexander K.
Alexander K. war 29, als er ermordet wurde
privat

Im Namen der Mitarbeiter der Polizei werde Kästner die letzten Ruhestätten der beiden Mordopfer im Saarland besuchen und Blumen ablegen. „Die Polizeifamilie gedenkt in Stille“, heißt es in einer Mitteilung.

Lese-Tipp: Experte: „Bei Wilderern Vorsicht - die schießen sofort”

Der Täter wurde im November 2022 wegen zweifachen Mordes rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem stellte das Landgericht Kaiserslautern die besondere Schwere der Schuld fest.

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Angriffe auf Polizisten gehören heute oft zum Alltag

Der Jahrestag mahne nicht nur zur Erinnerung, sondern auch zur ehrlichen Auseinandersetzung mit der Realität des Polizeiberufs, teilte die Gewerkschaft weiter mit. Für viele Kolleginnen und Kollegen gehörten körperliche Angriffe, Bedrohungen und Respektlosigkeiten zum dienstlichen Alltag. „Diese Entwicklung darf nicht zur Normalität werden.”

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Der Staat trage eine besondere Verantwortung für diejenigen, die ihn täglich sichtbar vertreten. „Schutz, Rückhalt und Wertschätzung dürfen keine leeren Worte sein”, so die Gewerkschaft. „Sie müssen sich spürbar in Ausstattung, Personal, Ausbildung, Training und Fürsorge widerspiegeln.” (uvo)

Verwendete Quellen: dpa