Jetzt spricht die Frau über die schreckliche NachtSohn (17) weckt seine Mutter, nachdem er einen Menschen getötet hat

Seine Hände waren voller Blut.
Mitten in der Nacht wird eine Mutter in der Steiermark von ihrem 17-jährigen Sohn geweckt. Kurz darauf erfährt sie, was passiert sein soll: Ihr Sohn habe einen Menschen umgebracht. Monate nach der verhängnisvollen Nacht spricht die 41-Jährige erstmals öffentlich darüber und sie erzählt, welche erschreckenden Details sie später über ihren eigenen Sohn erfahren musste.
„Seine Hände waren voll Blut”
„Ich lag in meinem Bett und schlief, er weckte mich auf, seine Hände waren voll Blut.“ So beschreibt eine Mutter aus der Steiermark den Moment, in dem sich ihr Leben schlagartig verändert.
Wie das österreichische Nachrichtenportal Heute.at berichtet, soll ihr damals 17-jähriger Sohn am frühen Morgen des 22. April 2026 in Sankt Peter am Ottersbach in das Haus eines älteren Ehepaares eingedrungen sein. Dort soll er den 84-jährigen Bewohner mit einem Messer getötet und dessen 80-jährige Frau schwer verletzt haben. Der Jugendliche legte dem Bericht zufolge später ein Geständnis ab. Nun hat seine Mutter mit der Kronen Zeitung über die Tatnacht gesprochen.
Lese-Tipp: Fall Fabian aus Güstrow: BKA analysiert Chats der Angeklagten – Gina H. zeigt elf Verhaltensmuster
Nach dem Geständnis ihres Sohnes wird sie ohnmächtig
Unter Berufung auf dieses Interview berichtet Heute.at, dass die Mutter es zunächst nicht habe glauben können, als ihr Sohn mit blutigen Händen vor ihr gestanden habe. Doch dann habe sie gespürt, dass er die Wahrheit sagt – „und ich wurde ohnmächtig”.
Der Jugendliche soll anschließend selbst die Polizei verständigt haben. Seine Mutter beschreibt die Situation wie einen Horrorfilm. Bis heute quält sie die Frage: „Warum habe ich davon nichts bemerkt?“
Nach seiner Festnahme soll der Jugendliche die Tat gegenüber den Ermittlern gestanden haben. Wie Heute.at bereits im April unter Berufung auf die Ermittlungen berichtete, soll er als Motiv „Mordlust“ genannt und gesagt haben: „Ich musste das tun.“
Nach der Tat habe seine Mutter zudem von verstörenden Details erfahren. Laut Heute.at soll ihr Sohn angegeben haben, Mäuse gequält und getötet zu haben. Auf seinem Handy seien außerdem Bilder verwester und zerschnittener Vögel gefunden worden.
Seine Mutter sagt, davon nichts gewusst zu haben. Die Familie habe selbst zwei Katzen, zu denen der Junge nach ihrer Wahrnehmung immer liebevoll gewesen sei.
Gutachter hält Jugendlichen für zurechnungsfähig
Ganz ohne Auffälligkeiten sei seine Kindheit allerdings nicht verlaufen. Die Mutter berichtet laut dem Bericht von Wutanfällen im Kindergartenalter, bei denen sich ihr Sohn auch selbst verletzt habe. Sie sei deshalb mit ihm zu einer Psychologin gegangen. Später sei eine Angststörung diagnostiziert worden. Danach habe sie ihren Sohn als ruhigen Jugendlichen erlebt. Vor der Tat soll er sich zunehmend zurückgezogen haben.
Inzwischen liegt laut Heute.at auch eine gerichtspsychiatrische Einschätzung vor. Der Gutachter habe unter anderem ausgeprägte dissoziale und narzisstische Tendenzen festgestellt. Trotz einer schweren seelischen Störung werde der Jugendliche demnach aber als zurechnungsfähig eingeschätzt.
Er befindet sich laut dem Bericht weiterhin in Untersuchungshaft. Seine Mutter besuche ihn dort. „Er ist mein Kind, ich liebe ihn“, sagt sie. Gleichzeitig mache sie deutlich, dass für sie der Schutz anderer Menschen Vorrang habe: „Dann muss er für immer hinter Gittern bleiben. Denn es darf einfach nicht geschehen, dass er noch einmal einem Menschen – oder einem Tier – Leid zufügt.”
Prozess soll im Herbst beginnen
Der Prozess am Landesgericht Graz ist laut Heute.at für den Herbst vorgesehen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Für seine Mutter bleiben nach jener Nacht viele Fragen. Vor allem versuche sie zu begreifen, wie der Sohn, den sie kannte, mit dem zusammenpasst, was er gegenüber den Ermittlern gestanden haben soll.
Verwendete Quelle: Heute.at


