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Psychiatrie

Was ist eine Psychiatrie? Alle wichtigen Infos zu psychiatrischen Kliniken in kompakter Form. Definition relevanter Begriffe und Unterteilung der Aufgaben.

Psychiatrie picture alliance / Zoonar | Elnur Amikishiyev

Psychiatrie – was ist das?

Der Begriff Psychiatrie hat zwei Bedeutungen: Er steht für eine medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Psyche des Menschen befasst. Ein anderes Wort dafür ist Seelenheilkunde. Als solche beinhaltet sie sowohl Psychotherapie (über Gespräche) als auch medikamentöse Behandlung. Es handelt sich um eine medizinische Disziplin. Ebenso wird das Wort Psychiatrie für Fachkliniken verwendet, die sich der Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten widmen.

Offene und geschlossene Psychiatrie

Psychiatrische Kliniken beinhalten verschiedene Abteilungen. Dabei sind offene Stationen so organisiert, dass die Patienten auf eigenem Wunsch entlassen werden können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn jemand seine Therapie abbrechen möchte. Ebenso können die Patienten zwischen ihren Terminen die Klinik verlassen. Bei einer geschlossenen Abteilung ist dies nicht (oder nur mit Erlaubnis) möglich. Hier finden sich Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Verfassung außerhalb der Klinik nicht zurechtkommen würden. Ebenso sind geschlossene Psychiatrien ein Behandlungsort für (potenzielle) Selbstmörder. In beiden Fällen gilt das Prinzip, das die Person zu ihrem eigenen Schutz in Gewahrsam bleiben muss.

Psychiatrie und Forensik

Forensische Einrichtungen oder Stationen dienen der Unterbringung und Therapie von Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Voraussetzung für eine Unterbringung ist, dass die Tat von einer psychischen Erkrankung beeinflusst oder ausgelöst wurde. Die Frage, ob eine solche Person in eine Strafvollzugsanstalt (Gefängnis) oder forensische Psychiatrie eingeliefert wird, entscheidet das Gericht nach Prüfung eines Gutachtens.

Welche Krankheiten werden in einer Psychiatrie behandelt?

Entgegen landläufiger Ansichten sind Psychiatrien nicht auf die Behandlung von Depressiven beschränkt. So finden sich dort auch Menschen mit Essstörungen, Drogenabhängigkeit und anderen Krankheiten. Die Heilerfolge erfordern grundsätzlich eine aktive Mitarbeit des Patienten. Ein Umstand, der gerade dann zum Problem werden kann, wenn es sich um eine Zwangseinweisung handelt.