Trauer um CDU-Politikerin Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (88) ist tot

Sie trug den Beinamen „Lovely Rita“.
Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist tot. Sie starb am Sonntag, wie der Deutsche Bundestag mitteilte. Süssmuth wurde 88 Jahre alt. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) würdigte sie als „eine der bedeutendsten Politikerinnen der Bundesrepublik”.

Engagement für Minderheiten

In die Politik kam Süssmuth erst Anfang der 80er Jahre mit 44 Jahren. Die Professorin für Erziehungswissenschaft trat in die CDU ein. Bereits 1985 wurde sie überraschend neue Ministerin für Jugend, Familie und Gesundheit im Kabinett von CDU-Kanzler Helmut Kohl. In dem 1986 um den Bereich Frauen erweiterten Ressort machte die engagierte Katholikin schnell durch eine liberale Linie in der Frauen- und Abtreibungspolitik von sich reden.

Auch beim Umgang mit der damals gerade aufkommenden Immunschwächekrankheit HIV setzte Süssmuth eigene Akzente: Leidenschaftlich kämpfte sie gegen die Ausgrenzung der Erkrankten. Sie war seit langem Ehrenvorsitzende der Deutschen Aids-Stiftung.

Lese-Tipp: Schutz der kritischen Infrastruktur - Bundestag stimmt für neues Gesetz ab

Im Video: Während ihrer Rede – Angriff auf US-Politikerin!

Lese-Tipp: Politik trifft Showbiz: Diese Promi-Paare sah 2025 niemand kommen

Klöckner erklärte am Sonntag, Süssmuths Politik gegen die Immunschwächekrankheit AIDS sei „bahnbrechend” gewesen. Süssmuth habe sich entschieden gegen jede Form der Ausgrenzung gewandt und die Grundlage für die erfolgreiche HIV-Prävention in Deutschland gelegt.

Streaming Tipp
RTL Aktuell
Jetzt auf RTL+ streamen

1988 wurde Süssmuth im Alter von 51 Jahren Bundestagspräsidentin – als zweite Frau in diesem Amt. Klöckner erklärte am Sonntag, in dieser Position habe Süssmuth den deutschen Einigungsprozess mitgestaltet.

Rita Süssmuth war von 1964 bis zu seinem Tod mit dem Universitätsprofessor Hans Süssmuth (1935-2020) verheiratet. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor.

(abl/afp/dpa)

Verwendete Quellen: afp, dpa