Trotz Corona-Krise

Scholz bleibt eisern: Gesundheitsminister wird erst nach Parteitag benannt

Olaf Scholz (rechts) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (links) eng verbandelt. Olaf Scholz will aber an dem Ablauf festhalten, "wie man es macht, wenn man es ordentlich macht."
Olaf Scholz (rechts) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (links) eng verbandelt. Olaf Scholz will aber an dem Ablauf festhalten, "wie man es macht, wenn man es ordentlich macht."
© picture alliance, Federico Gambarini

01. Dezember 2021 - 10:28 Uhr

Lauterbach bekommt Rückendeckung von der SPD

Wer wird Gesundheitsminister? Mitten in der größten Krise ist das vermutlich derzeit wichtigste Ministeramt noch unbesetzt. Der designierte Kanzler hält eisern an seinem Plan fest, alle SPD-Minister erst nach dem SPD-Parteitag zu benennen. Und der bekannteste Corona-Mahner der Politik, Karl Lauterbach (SPD), bekommt überraschende Zustimmung aus der CSU…

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Holotschek: "Ich halte Herrn Lauterbach für einen klugen Kopf"

In dem Punkt bleibt Scholz hart: ERST soll der Koalitions-Vertrag von den SPD-Mitgliedern abgesegnet werden, DANN gibt's die Personalien. Was in normalen Zeiten sicher als ehrbar gilt – Inhalte vor Personen – mutet in der größten Gesundheitskrise aber etwas seltsam, vielleicht sogar schon fast fahrlässig an.

Man wolle an dem Ablauf festhalten, "wie man es macht, wenn man es ordentlich macht", sagte der SPD-Politiker am Montag in einer Online-Diskussion mit Mitgliedern der Partei auf die Frage, wann er eine Gesundheitsministerin oder einen Gesundheitsminister ernenne. Man habe den Abschluss des Koalitionsvertrages abgewartet und man werde nun noch den Parteitag am 4. Dezember abwarten. Dieser soll dem Koalitionsvertrag mit Grünen und FDP zustimmen. "Dann werden wir Anfang nächster Wochen sagen, wer die Frauen und Männer sind, die das umsetzen für uns und Deutschland", sagte er. Diese sollten zusammen vorgestellt werden. Am Montag hatten etliche Politiker der Grünen und der Union gefordert, die SPD solle wegen der Pandemie-Lage rasch die Nachfolge für Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) klären.

Unerwarteten Zuspruch erhielt der bekannteste "Corona-Politiker" von der politischen Konkurrenz: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek wünscht sich den SPD-Politiker Karl Lauterbach als neuen Ressortchef im Bund. "Ich halte Herrn Lauterbach für einen klugen Kopf und würde mich freuen, wenn er der nächste Gesundheitsminister im Bund wäre", sagt der CSU-Politiker. Auch im Netz bekam Lauterbach unter dem Hastag #wirwollenkarl Zuspruch für das Amt des Gesundheitsministers. Ob er es wird? Wir werden es in der nächsten Woche wohl erfahren. (reuters/eku)

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