In diesen Ländern sollten Sie folgende Dinge besser unterlassen!

Skurrile Verbote im Check! Schon gewusst, dass Sandburgen auf Sylt verboten sind?

Kinder buddeln im Sand und bauen Sandburgen am Strand.
Auf Sylt sollte nicht gebuddelt werden! Hätten Sie's gewusst?
picture alliance/dpa/BELGA | Nicolas Maeterlinck

Andere Länder, andere Sitten: Wenn wir verreisen, ist klar, dass wir uns ein bisschen über das jeweilige Zielland informieren sollten. Schließlich möchte man sich ja nicht verhalten wie ein Elefant im Porzellanladen. Während manche Gesetze und Regeln durchaus nachvollziehbar sind, erweisen sich einige doch als ziemlich skurril und verblüffend. Wir haben Ihnen ein paar verrückte Verbote zusammengetragen.

Deutschland: Auf Sylt sollten Ihre Kinder besser nicht buddeln und kreativ werden

Sylt gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Deutschland. Doch Vorsicht: Wer auf der Insel Sandburgen baut, begeht streng genommen eine Straftat. In der Satzung der Gemeinde heißt es in „über die Einschränkung des Gemeingebrauchs am Meeresstrand“ heißt es: „Ordnungswirdrig [...] handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig im Strandbereich Sandburgen baut oder Löcher gräbt.“ Der Grund: Sylt möchte verhindern, dass durch Wind und Wasser Sand weggetragen und somit die Insel am Ende verkleinert wird.

Behalten Sie in den nächsten Ferien also unbedingt Ihre Kinder im Auge. Nicht, dass sie mit Buddelzeug bewaffnet noch zu Verbrechern werden.

Lese-Tipp: Stierhoden, Kotzfrucht & Co.: Die ekligsten Delikatessen der Welt

Schweiz: Nach 22 Uhr bloß nicht mehr auf Toilette gehen!

Eine Frau sitzt auf der Toilette.
Nach 22 Uhr darf in der Schweiz keine Toilettenspülung mehr benutzt werden!
picture alliance / Zoonar, Lars Zahner

Wer nach 22 Uhr in unserem Nachbarland, der wunderschönen Schweiz, auf Toilette muss, bekommt ein Problem. Denn: Das Betätigen der Klospülung ist ab dann verboten. Denn: Das Spülen, inklusive Wassergeplätscher, könnte gerade in Wohnung die Nachtruhe der werten Nachbarn stören. Wenn Sie also nicht wegen Lärmbelästigung angezeigt werden wollen, verkneifen Sie sich entweder bis 7 Uhr morgens den Toilettengang – oder spülen einfach erstmal nicht. Ein Lichtblick: So wird wenigstens etwas Wasser gespart.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Frankreich: Von wegen romantisch! Diese Geste ist verboten

Mon amour! Sich herzergreifend an einem französischen Bahnsteig in den Armen liegen und küssen? Das ist schon seit 1910 nicht mehr erlaubt! Die teils etwas zu intensiven Abschiedsküsse am Gleis führten in Frankreich dazu, dass es immer wieder zu Zugverspätungen oder -verzögerungen kam, weil sich Paare einfach nicht voneinander loseisen konnten. Prompt reagierte der Gesetzesgeber. Und das in einem Land, in dem ein Küsschen hier, ein Küsschen dort dazugehört wie das Croissant am Morgen!

Aber keine Angst: Zwar gibt es das Gesetz bis heute, geahndet wird es allerdings nicht mehr.

Im Video: Fluggast wollte Albino-Alligator schmuggeln

Fluggast wollte Albino-Alligator schmuggeln Kurioser Fund in München
01:02 min
Kurioser Fund in München
Fluggast wollte Albino-Alligator schmuggeln

30 weitere Videos

USA: Wer einem Elch Alkohol gibt, bekommt Ärger

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Von wegen! In vermutlich keinem anderen Land gibt es so viele skurrile Gesetze wie in den USA. Allen voran: Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist weiterhin untersagt. Heißt: Alkoholische Getränke dürfen nicht zu sehen sein, müssen also stets in eine Tüte gepackt werden.

Apropos Alkohol: In einem kleinen Ort im nördlichsten Bundesstaat, in Fairbanks, ist es Anwohnern untersagt, Elchen Alkohol zu servieren. Diese könnten davon aggressiv werden. Wer also gemeinsam mit einem Elch ein Glas Punsch trinken wollte, sollte sich in lieber einen anderen Trinkpartner suchen.

Zwar ohne Alkohol, aber mit „gefährlicher“ Füllung ist das Kinder Überraschungsei auf der Liste der verbotenen Gegenstände gelandet. Seit 1938 darf das Ü-Ei nicht in die USA eingeführt werden. Laut der „Food and Drug Administration“ (FDA) verstoße es gegen die „Consumer Product Safety Commission“, weil ein „nicht essbares Objekt“ in Schokolade eingebettet ist. Eine Gefahr für Kinder, da sie das Objekt verschlucken könnten. Waffen ja, Schokolade nein.

Lese-Tipp: Alles nur Ikea-Kitsch? Warum die Schweden plötzlich als total ungastlich gelten

Singapur: Kaugummis unerwünscht!

Eine Frau steckt sich einen Kaugummi in den Mund.
Endgegner Nummer Eins in Singapur: der Kaugummi.

Singapur gilt als eine der saubersten Städte überhaupt. Kein Wunder also, dass der asiatische Stadtstaat versucht, die Reinlichkeit zu bewahren. Daher ist die Herstellung und der Verkauf von Kaugummis 1992 verboten worden, um unschöne Flecken in Bussen, Straßen und Co. zu verhindert. Auch für Touristen winkt eine Geldstrafe von 150 Euro, wenn sich nicht an das Gesetz gehalten wird.

Seit 2004 ist es allerdings erlaubt, Kaugummi auf ärztliche Anordnung zu kauen. Die klebrige Masse achtlos auf den Boden spucken, ist etwas, was Sie auch weiterhin besser unterlassen sollten. Auch hier droht ein Bußgeld.

Thailand: Raucher aufgepasst! DAS sollte nicht in Ihrem Koffer landen

Auf dem Weg zum Nichtraucher-Dasein sind Sie bereits von der herkömmlichen Zigarette auf die E-Zigarette umgestiegen? Toll. Wenn jedoch bald ein Urlaub nach Thailand ansteht, sollte Ihr Dampfer besser zu Hause bleiben. Denn IQOS und Co. gelten im asiatischen Urlaubsland als absolute No-Go, wie das Auswärtige Amt auf seiner Webseite erklärt. Denn: Wer das Gesetz missachtet, kann sogar im Knast landen!

Lese-Tipp: Pferdeschwanz verboten! Die kuriosen Regeln an Japans Schulen

Ihre Meinung ist gefragt! Können Sie die Verbote nachvollziehen?

Die Ergebnisse der Umfrage sind nicht repräsentativ.

Griechenland: Steine bitte vor Ort lassen!

Ein Souvenir hier gekauft, eine schöne Muschel dort mitgenommen und ein kleiner Stein aus einer antiken Stadt wird ebenfalls in den Koffer gepackt, bevor es wieder in Richtung Heimat geht. Letzteres sollten Sie in Griechenland besser unterlassen. Wer dabei erwischt wird, bekommt richtig Ärger.

Und auch unscheinbar wirkende Kieselsteine sollten Sie lieber liegen lassen. Viele Steine gelten als natürlicher Schutz für den Strand. Wenn sie also entwendet werden, ahnden die griechischen Behörden das teils mit einer Geldstrafe von bis zu 1.000 Euro.

Italien: Verweilen vor Sehenswürdigkeiten nicht gerne gesehen

Die Spanische Treppe in Italiens Hauptstadt Rom.
Kurze Verschnaufpause inklusive Picknick auf der Spanischen Treppe während des Rom-Trips? Verboten!
C4330 Daniel Kalker, picture alliance / Daniel Kalker | Daniel Kalker

Die Italienermögen es GAR NICHT, wenn man es sich vor ihren Sehenswürdigkeiten gemütlich macht. Seit 2019 ist es beispielsweise verboten, sich auf die Stufen der Spanischen Treppe zu setzen. Wer den Ausblick auf Rom genießen will, sollte sich also besser ein anderes Plätzchen suchen.

Lese-Tipp: Vier Touristen von Polizei abgeführt, weil sie ihre Fahrräder SCHIEBEN

Wer in Italien Hunger hat und vor einem historischen Monument essen möchte, sollte sich das besser zwei Mal überlegen. Denn auch hier droht Ärger.

Sich vorher zu informieren, ist das A und O

Wenn Sie sich – dank dieser kuriosen Liste – nun unsicher fühlen und der nächste Urlaub schon in den Startlöchern steht, keine Panik. Informieren Sie sich einfach ausgiebig über Land, Sitten, Bräuche und Co. – und dann sollten Sie (hoffentlich) keinerlei Gefahren ausgesetzt sein. (vdü)