Fazit kurz vor der RenteStiftung-Warentest-Chef verrät: Diese Produkte sind billig genauso gut wie teuer

Bei welchen Produkten kann man zu den günstigen greifen und in welchen Fällen lohnt es sich, mehr Geld auszugeben?
Kurz vor seinem Abschied in die Rente hat der langjährige Chef der Stiftung Warentest ausgepackt. Warum erst jetzt?
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Bei diesen Produkten können Verbraucher Geld sparen
Hubertus Primus ist seit 2012 Chef der Stiftung Warentest. Bevor der 68-Jährige zum Jahresende in Rente geht, hat er im Gespräch mit dem Tagesspiegel über die Produkttests ausgepackt.
Sein Fazit nach 33 Jahren Tätigkeit bei der Stiftung Warentest:
„Wir haben schon früh festgestellt, dass alle Hautcremes dieselben Bestandteile haben. Die billigen sind daher genauso gut wie die teuren. Aber davon konnte ich noch nicht mal meine eigene Frau überzeugen.“
Auf die Frage, warum die günstigen Lebensmittel-Eigenmarken der Supermärkte und Discounter in Tests genauso gut abschneiden wie teure Markenware, erklärt Primus: „Markenhersteller geben viel Geld fürs Marketing aus. Die Eigenmarken brauchen das nicht. Sie sind daher preiswerter, können von der Qualität aber voll mithalten. Das haben wir in Tests über viele Jahre herausgefunden.“
Bei Matratzen könne man auch gut sparen. „Die Matratzen von Bett1 oder Emma kosten gerade mal 200 Euro und sind von uns mit „gut“ getestet. Unsere Qualitätsurteile haben dazu beigetragen, dass sich diese Produkte durchgesetzt haben“, sagt Hubertus Primus. Aber Achtung: Gerade bei Emma-Matratzen gibt es derzeit Probleme mit dem Kundenservice und entsprechend viele schlechte Bewertungen. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesteht Emma-Chef Manuel Müller solche Probleme ein: „Emma ist schneller gewachsen, als es der Organisation gutgetan hat.“ Die Zahl der Mitarbeiter im Kundendienst sei zwar verdoppelt worden, aber das reiche nicht aus.
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Bei diesen Produkten solltet ihr auf Markenware setzen
Bei Waschmaschinen dagegen „stehen Preis und Qualität in einem direkten Verhältnis“, sagt Hubertus Primus. „Ich rate allen, die wenig Geld haben, sich eine gute Maschine gebraucht zuzulegen. Waschmaschinen halten zwölf Jahre, die kann man gut Secondhand kaufen. Außerdem ist das nachhaltig.“
Auch bei Smartphones sind die teuren Geräte gut. „Apple und Samsung sind einfach die besten. Aber auch diese Handys kann man ja gut gebraucht kaufen“, sagt der Chef der Stiftung Warentest.
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Übrigens: Am meisten interessieren sich die Verbraucher für Produkttests von Matratzen, Waschmaschinen und Geschirrspülern. Bei den Finanzdienstleistungen sind es ETFs und Girokonten.
Die Tipps hätte Test-Chef Hubertus Primus ruhig schon früher auspacken können.
































