Glashersteller aus dem Sauerland will sich anders aufstellenRitzenhoff geht es nach der Insolvenz besser – Investoren bringen neue Ideen ein
Wenn es was zu feiern gibt, dann kommen die guten Kristallgläser auf den Tisch. Vielleicht sind eure ja aus dem Sauerland. Dort sitzt Ritzenhoff. Der Glashersteller hat schwere Jahre hinter sich. 2024 ging er insolvent. Jetzt geht es aber wieder bergauf.
Glashersteller will zukunftsorientierter denken
Die Maschinen laufen in Marsberg auf Hochtouren. Nachdem das Glas dort einige Jahre halb leer war, ist es für Geschäftsführer Steven Heinemann und sein Team jetzt wieder halb voll. Die Führungskräfte haben gewechselt, es gibt neue Investoren und viele Ideen. Das Traditionsunternehmen Ritzenhoff will Kosten senken, zukunftsorientierter denken.
Durch Corona-Maßnahmen zerbrochen
Steven Heinemann ist seit 27 Jahren im Betrieb. Er ist gelernter Glasmacher und Glashüttentechniker. In dieser Zeit hat er viele Phasen des Unternehmens mitgemacht, auch den Tiefpunkt. Die Insolvenz vor gut zwei Jahren. Letztendlich ist das Geschäft durch die Corona-Maßnahmenzeit zerbrochen. Die Produktion stand still, die großen Kosten liefen aber weiter.
Mitarbeiter mussten gehen
90 Mitarbeiter wurden für den Neustart am Ende trotzdem entlassen. Jens-Uwe Göke war im Unternehmen früher Wirtschaftsprüfer. Jetzt ist er einer der neuen Gesellschafter. Der Bielefelder möchte künftig auch kleinere Brauereien als Kunden gewinnen. Das damalige Scheitern ist für ihn ganz klar das Ergebnis einer schlechten Führung: „Es musste der größte Messestand sein – und er musste vom besten Designer entworfen werden. Es musste die größte Messe-Party sein. So etwas gibt es heute nicht mehr. Wir sind bei unseren Kunden präsent. Wir sind auch wieder auf der ‚Ambiente‘ in Frankfurt, aber in einem angemessenen Umfang.“


































