Stiftung Warentest prüft 14 Geräte

Sparsam und leistungsfähig: Diese Waschmaschinen sind Preis-Leistungs-Sieger

Haltbarkeit und Waschleistung sind wichtige Kriterien bei einer Waschmaschine
Haltbarkeit und Waschleistung sind wichtige Kriterien bei einer Waschmaschine.
konstantin yuganov (konstantin yuganov (Photographer) - [None]

Energie sparen im Haushalt ist gerade das Thema schlechthin. Damit es klappt, müssen allerdings bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören unter anderem Geräte, die einen niedrigen Strom- und Wasserverbrauch haben, aber trotzdem zuverlässig ihre Arbeit machen. Stiftung Warentest hat jetzt 14 Waschmaschinen genau darauf getestet. Hier gibt’s die Ergebnisse!

So wichtig ist der Schleudergang

Hunderte Kilogramm Schmutzwäsche muss eine durchschnittliche Waschmaschine pro Jahr wuppen – gefühlt läuft sie bei vielen eigentlich immer. Bei einer vierköpfigen Familie fallen durchschnittlich fünf Maschinen Wäsche pro Woche an, manchmal noch mehr. Da sollte das Gerät leistungsfähig und auch sparsam sein. Stiftung Warentest prüfte deshalb insgesamt 14 Frontlader-Maschinen auf Waschleistung, Haltbarkeit, Handhabung, Umwelteigenschaften und den Schutz vor Wasserschäden. Die Standardmaße sind 60 Zentimeter Breite, 85 Zentimeter Höhe und 57 bis 69 Zentimeter Tiefe. Die Trommelgrößen reichen von sechs bis neun Kilogramm maximaler Füllmenge.

Ein wichtiges Auswahlkriterium für eine Waschmaschine ist die Schleuderdrehzahl. Sie gibt an, wie schnell die Waschtrommel sich beim Schleudern drehen kann. Je schneller, desto mehr Wasser presst sie aus der Wäsche. Das ist wichtig, wenn die Textilien anschließend im Wäschetrockner trocknen sollen. Je weniger Restfeuchte die Wäsche enthält, desto weniger Strom und Zeit verbraucht der Trockner. Maschinen mit 1.400 Umdrehungen pro Minute lassen rund 50 Prozent Restfeuchte. Damit kommen Wäschetrockner gut zurecht. Mit 1.600 Schleudertouren bleiben 45 bis 50 Prozent Restfeuchte. Das Schleuderergebnis ist teilweise etwas besser als mit 1.400 Umdrehungen. Allerdings knittert die Wäsche stärker. Das erschwert das Bügeln.

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Zwei Waschmaschinen fallen durch

Im Dauertest ließen die Tester drei Exemplare von jedem Waschmaschinen-Modell im Labor jeweils 1.640 Mal Wäsche mit verschiedenen Programmen waschen. Diese Dauerprüfung dauert rund acht Monate und simuliert eine rund neunjährige Nutzung mit 3,5 Wäschen pro Woche.

Das Ergebnis: Neun Modelle bekommen die Note „gut". Sie waschen sauber, sind sparsam im Verbrauch, sicher und robust in ihrer Haltbarkeit. Zwei Modelle, die „LG F4WV708P2" und „Samsung WW8GT654ALXE", fielen im Haltbarkeitstest wegen Lagerschäden beziehungsweise zerbrochenen Betongewichten mit „mangelhaft" durch.

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Das sind die Preis-Leistungs-Sieger

Sieben Maschinen stehen punktgleich mit der Gesamtnote „gut" (Note 1,6) an der Tabellenspitze. Davon waschen zwei sehr gut. Nämlich die „Bosch WAX32M92" für 920 Euro und die baugleiche „ Siemens WM16XM92*" für 900 Euro. Besonders wenig Strom und Wasser verbraucht die „ Miele WCI 870 WPS*" (1.600 Euro). Die günstigste Kombination aus niedrigem Kaufpreis, geringen Betriebskosten und guten Testergebnissen bietet Bauknechts „B8 W846WB DE*“ (2,1) für 700 Euro. Die günstigste gute Maschine ist in Form der „ Constructa CWF14UT0*" (1,6) bereits ab 550 Euro zu haben.

Stromverbrauch hat sich verbessert

Beim Kauf einer Waschmaschine zählt aber nicht nur der Preis, denn auch Wasser- und Stromkosten müssen beachtet werden. Über zehn Jahre ist die günstige Constructa dadurch teurer als die Bauknecht, obwohl die einen höheren Anschaffungspreis hat. Die sparsame Miele ist hingegen so teuer, dass nach zehn Jahren nur die Umwelt profitiert.

Insgesamt ist die Entwicklung des Stromverbrauchs von den getesteten Waschmaschinen im Eco-Modus aber erfreulich positiv. Im Programm Eco 40-60 verbrauchten sie im Schnitt etwa halb so wenig Strom und waren eine halbe Stunde früher fertig als Waschmaschinen im Sparprogramm vor zwei Jahren. (xwi/rka)

Alle Testergebnisse finden Sie auf der Website von Stiftung Warentest.

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