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Schüler erlebt den Polizeieinsatz hautnah: "Ich hatte das Glück, dass ich noch nicht drinnen war"

Möglicher Amoklauf am Gymnasium in Bremerhaven

Schüler erlebt den Polizeieinsatz hautnah: "Ich hatte das Glück, dass ich noch nicht drinnen war"

Schüsse an Gymnasium: Schüler beschreibt SEK-Einsatz "Die haben ihre Sturmgewehre geladen"
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"Die haben ihre Sturmgewehre geladen"
Schüsse an Gymnasium: Schüler beschreibt SEK-Einsatz

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Seymen geht in die 11. Klasse des Llloyd-Gymnasiums in Bremerhaven. Die ersten beiden Stunden sind bei dem Schüler am Donnerstag ausgefallen, deswegen macht er sich erst am Vormittag auf dem Weg in die Bremerhavener Innenstadt. Kurz vor der Schule bemerkt Seymen dann die Polizei und Rettungskräfte: „Ich habe dann direkt mitbekommen, dass angeblich ein Amoklauf in der Schule stattfinden soll“, erzählt der 11-Klässler.

Video: Hier wird der Schütze festgenommen

Es sind erschreckende Bilder aus Bremerhaven: Polizeibeamten haben das Lloyd-Gymnasium weiträumig abgesperrt, denn es fallen Schüsse in der Schule, wobei eine Frau verletzt wird. Seyhan hat selber Glück, denn er befindet sich zum Zeitpunkt der Bluttat nicht in der Schule: „Ich hatte das Glück, dass ich noch nicht drinnen war. Also ich bin auf jeden Fall draußen geblieben, habe mich dann mit Freunden und Lehrern gesammelt“, erzählt der Schüler. Dann rieseln die ersten Mutmaßungen durch.

Hier soll der mutmaßliche Täter festgenommen werden Schüsse an Schule in Bremerhaven
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Schüsse an Schule in Bremerhaven
Hier soll der mutmaßliche Täter festgenommen werden

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Seymen: "Verschiedene Schüler sollen verletzt worden sein"

„Es wurde erzählt, dass Leute mit verschiedenen Waffen, also eine Armbrust soll auf jeden Fall vorhanden sein, in der Schule einen Amoklauf machen. Verschiedene Schüler sollten verletzt worden sein“, führt Seymen fort. Bisher bestätigt die Polizei die Festnahme von einem Täter, der Schüler hört, dass eventuell noch mehr beteiligt gewesen sein könnten: „Also am Anfang war es einer, dann wurden es auf einmal zwei und jetzt sollen es bis zu drei sein“, erzählt Seymen.

Schüler sieht den Polizeieinsatz vor seiner Schule

Der 11-Elftklässler ist sichtlich nervös und hat den Polizeieinsatz hautnah miterlebt: „Sie haben ihre Sturmgewehre geladen, Schutzwesten angezogen und sind dann auch direkt in die Schule rein gestürmt, um Schlimmeres zu vermeiden.“ Die Polizei teilt mit, dass sie die Lage vor Ort unter Kontrolle hätten. Die Schülerinnen und Schüler befinden sich mit ihren Lehrkräften in ihren Klassenräumen. Für besorgte Eltern wurde ein Informationstelefon eingerichtet – Schüler Seymen konnte seine Mutter schon erreichen und ihr sagen, dass es ihm gut geht. (anr)