Protest bei Kanzler-Rede

Kriegsgegner buhen Olaf Scholz auf Mai-Kundgebung aus

01. Mai 2022 - 22:56 Uhr

Lautstarke Pfiffe und Buhrufe musste Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonntag über sich ergehen lassen. Kriegsgegner protestierten auf einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum Tag der Arbeit in Düsseldorf gegen die Ukraine-Politik der Bundesregierung. Sie glauben, die kürzlich beschlossene Lieferung von schweren Waffen könne zu einem dritten Weltkrieg führen. Wie Scholz auf die Vorwürfe reagierte, sehen Sie im Video.

Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker.

Annalena Baerbock ebenfalls als "Kriegstreiberin" beschimpft

Wahlkampfveranstaltung Ahrensburg Annalena Baerbock und Monika Heinold
Annalena Baerbock hatte auf der Veranstaltung in Ahrensburg einen schweren Stand.
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Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hatte einen schweren Stand. Auf einer Wahlkampfveranstaltung der Grünen in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) am Samstag schlug ihr der Unmut von rund 150 Menschen entgegen. Baerbock verteidigte erneut die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine – die Reaktion: Pfiffe und abfällige Gesten in Richtung der Grünen-Politikerin.

Nach Polizeiangaben empfingen die Protestierenden Baerbock und Monika Heinold, die Grünen-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 8. Mai, mit durchdringendem Sirenengeheul und mit Rufen wie "Kriegstreiberin" und "Lügnerin".

"Wir wollen den Menschen in der Ukraine helfen, damit sie sich gegen Putins völkerrechtswidrigen Angriffskrieg wehren können", sagte die Außenministerin vor rund 1.000 Zuhörern. "Doch was würde es bedeuten, wenn wir nichts tun? Würde dann eine Bombe weniger fallen? Nein."

Wahlkampfveranstaltung mit Annalena Baerbock aus Sicherheitsgründen abgesagt

Am Samstagmorgen war eine in Lübeck geplante Wahlkampfveranstaltung, bei der auch Baerbock auftreten sollte, aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Unbekannte hatten an der Freilichtbühne, wo die Veranstaltung stattfinden sollte, Buttersäure versprüht. "Auch solche feigen Angriffe werde unsere politischen Positionen nicht verändern", sagte Heinold am Abend. (bst)

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