US-Präsident Trump droht der NATO. Sollten die Verbündeten nicht helfen, die Straße von Hormus für Öltanker offen zu halten, stehe das Militärbündnis vor einer „sehr schlechten Zukunft", so Trump.
Muss sich die Bundeswehr jetzt am Krieg gegen den Iran beteiligen? Der Bundeskanzler erteilt Trump eine Absage.
„Solange der Krieg andauert, werden wir uns daran nicht beteiligen, in der Straße von Hormus mit militärischen Mitteln eine freie Schifffahrt zu gewährleisten."
Auch die NATO als Ganzes will nicht eingreifen. Einzelne Länder wie Frankreich oder Großbritannien erwägen einen Militäreinsatz – der Bundesverteidigungsminister nicht.
„Der nächste Schritt ist jetzt einer, der uns droht, in diesen Konflikt hineinzuziehen. Und ich sehe keinerlei Veranlassung, das zu tun."
Zumal die USA stand jetzt überhaupt nicht auf militärische Hilfe angewiesen sind.
„Die NATO bringt da keine Fähigkeit mit, die die Amerikaner nicht selber haben. Es sei denn – aber diese Hinweise haben wir nicht –, dass die Straße von Hormus mit Seeminen sozusagen, wo Seeminen verlegt worden sind. Da haben die europäischen Staaten in der Tat mehr Fähigkeiten als die US-Navy."
Während Trump versucht, Verbündete in den Krieg zu ziehen, startet Israel eine Bodenoffensive gegen die Hisbollah im Südlibanon. Der Bundesregierung kritisiert.
„Eine solche Offensive würde ohnehin die hoch angespannte humanitäre Lage und das dramatische Fluchtgeschehen weiter verschärfen. Deshalb fordern wir unsere israelischen Freunde eindringlich auf: Schlagt diesen Weg nicht ein. Es wäre ein Fehler."
Und eine weitere Eskalation beim Krieg im Nahen Osten.